ViralVideoAward

Wer kennt sie nicht, diese Videos, meistens per Link in der Email von Freunden oder Kollegen, oft amüsant, manchmal eklig und ab und an mit Werbebotschaft versehen. Wer sich in Zukunft einen Überblick über das Schaffen dieses Filmgenres machen möchte, der kann dies im November im Rahmen des 24. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin, vom 04. bis 09. November 2008, tun

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Bisher gibt es über 500 online-Einreichungen. Nach Auswahl der besten Videos startet das online-Voting des Wettbewerbs am 6. Oktober bei

Friends

Aaram Bartholl ist ein Künstler der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Manifestation der „Netz-Daten-Welt in unserem Alltag-Lebens-Raum“ zu untersuchen.

Friends ist eines seiner aktuellsten Projekte:

„Das Projekt Friends ist ein Workshop, der das sogenannte Social Web, Onlinedienste wie Facebook, Myspace und co auf papierbasis in den physischen Raum überträgt. Alle Workshopteilnehmer legen im grossen Friends-Buch eine Profilseite an und basteln sich selbst das persönliche Friends-Heft um möglichst viele Freunde darin zu sammeln. Mit dem eigenen handgemachtem Profilfotostempel und ein grossen Anzahl vorgefertigter Web 2.0 Dienstestempel tauschen die Nutzer untereinander Informationen über ihre Lieblingsonlinedienste und Webaktivitäten aus.”

Das spannende an Aram Barthols Arbeiten ist ihre Einfachheit und Konkretheit, mit der sie Phänomme, die unter dem Label Web2.0 firmieren, in das real-physische Leben transformieren und damit auf den Punkt bringen.

Weitere Arbeiten finden sich unter: hier

Geduld und Leidenschaft

Zuallerst: Gary Vaynerchuk ist eine Rampensau. Doch das allein macht das seine Keynote von der Web 2.0 Expo in New York nicht so sehenswert. Auch nicht seine ausdrucksstarke Sprache. Vielmehr bringt er die Quintessenz beim Brand Buildung im Social Web mit zwei Wörtern auf den Punkt: Geduld und Leidenschaft.

[via PR Squared]

Twitter für die interne Kommunikation

Web2.0-Tools in Unternehmen werden zunehmend wichtiger. Grade vor ein paar Wochen wurde der Dienst Yammer mit einem Micro-Blogging-Dienst für Unternehmen als Gewinner der Techcrunch50 ausgezeichnet. Yammer wurde ursprünglich als Kommunikationstool des Stammbaumdienstes Geni.com zur internen Kommunikation. Existiert jetzt aber als eigenständige Firma und steht auch anderen zur Verfügung.

Während Twitter fragt, „Was machst du grade?“ fragt Yammer “Woran arbeitest du gerade?”. Ähnlich wie Twitter stellt Yammer den Mitarbeitern eines Unternehmens eine zentrale Diskussionsplattform zur Verfügung auf der Ideen, Links und Neuigkeiten ausgetauscht oder Fragen gestellt und beantwortet werden können. Die Diskussionen finden für die Teilnehmer des jeweiligen Unternehmensnetzwerks öffentlich statt und sind damit auch für neue Mitarbeiter durchsuchbar.
Größter Unterschied zu Twitter: Nutzer melden sich mit ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse an und werden anhand dieser sogleich ihrem Unternehmensnetzwerk zugeordnet.

All Blogs Are Not Created Equal | State of the Blogosphere 2008

Diese Nachricht kann man zunächst einmal aus der frisch veröffentlichten Studie von Technorati – State of the Blogosphere 2008. Seit 2004 wird diese Studie von Technorati nun schon aufgelegt und analysiert Trends und Themen rund ums Blogging. In der aktuellen Studie geht man allerdings noch einen Schritt weiter um Insights von und über Blogger im Allgemeinen zu dokumentieren. Dazu wurden erstmalig Blogger aktiv in die Studie eingebunden und gebeten, Aussagen zu Ihrem Leben, den verwendeten Tools, ihrer Zeit und ihren Ressourcen, die sie zum bloggen aufwenden, zu tätigen. Hinzu kommt, dass sie Aussagen hinsichtlich des Einfluss von Blogging auf ihre persönliche, berufliche und finanzielle Situation auswirkt. Das Ergebnis gibt einen sehr guten Einblick in das Leben und Denken eines ‘blogger minds’.

Hier mal direkt ein paar Zahlen und Insights vorneweg, die Euch alle hungrig machen sollten:

 

 

Blogging is…

 

Bloggers are…

 

Darüber hinaus vergleicht die Studie aktuelle WEB 2.0 Zusammenfassungen/ Studien aus anderen Bereichen (der Social Media Tracker von der Universal McCann ist auch erwähnt). Und es bleibt abzuwarten, was die nächsten Kapitel mit sich bringen … ich fiebere jetzt schon Tag 5 entgegen:

  • Introduction
  • Day 1: Who Are the Bloggers?
  • Day 2: The What And Why of Blogging
  • Day 3: The How of Blogging
  • Day 4: Blogging For Profit
  • Day 5: Brands Enter The Blogosphere
  •  

    mehr…

    Aus einem anderen Jahrhundert

    Altehrwürdigen Institutionen kämpfen häufig mit ihrem verstaubten Ruf. Innovationen und Neues können sich  nicht durchsetzen, man setzt auf das bereits Bekannte. Neues wird skeptisch beäugt und von alter Routine überrannt.

    Ein Beispiel dafür, dass es auch anders geht, ist die amerikanische Library of Congress. Die weltweit größte Bibliothek, die seit dem Jahr 1800 die amerikanische Geschichte und Kultur in den Gebäuden auf dem Capitol Hill dokumentiert, hat ein große Aura. Doch gerade hier wird Neues ausprobiert und eingesetzt – auch Social Media.

    Unter http://www.loc.gov/blog bloggt beispielsweise Matt Raymond, Director of Communications. Viel spannender ist aber ein zweites Projekt: der Flickr-Account der Library of Congress. Unter den rund 4.500 Bildern, die eingestellt wurden, sind viele Schätze aus einer anderen Zeit (1910er, 1930er und 1940er).

    Hier zwei Beispiele:
    Cooling his head - N.Y. on hot day (LOC)Jim Norris, homesteader, Pie Town, New Mexico (LOC)

    Ganz nebenbei hatte der Einsatz von Social Media einen weiteren Effekt. Zahlreiche Flickr-User kommentierten die Fotos und trugen so vorher nicht gekannte Hintergründe und Informationen zu Bildern aus einer vergangenen Zeit zusammen.

    [via Scobleizer]

    Context of Mobile Interaction

    Tom Henriksson von Nokia Interactive Advertising hat auf der OMD einen tollen Einblick in das Thema mobile Zukunft gegeben – auch für Agenturen. Seine Vision von ‘How mobile will shape the future of advertising’ dokumentierte nicht nur die Potentiale und Möglichkeiten der Technologien von heute und morgen. Er skizzierte auch ein revolutionäres Bild, dass das Handydisplay der nächste ’Screen’ ist, der das Kommunikationsverhalten der Menschen nachhaltig verändern wird … nach Fernseher, BTX, PC und ‘rise of the internet’ wird es die fünfte Revolution (Steve Ballmer hat hier eine etwas andere Perspektive) sein.

    Eine tolle Arbeitsgrundlage zu diesem Thema finde ich eine Tag später auf Flickr. Dieses Schaubild erarbeitet sehr klar die unterschiedlichen Stellen des täglichen Lebens heraus und definiert die relevanten Inhalte im mobilen Kontext. Das könnte nicht relevanter für unsere tägliche Arbeit mit Social Networks, Verlängerung in andere Kanäle und Hubs sein.

     

     

    Danke an die ursprüngliche Quelle auf dem Flickr Account von davidcrow.

    Social Networking ist auch irgendwie gut für die Moral … sagt hitwise.com

    Der britische Telegraph hat in einen Artikel zum Einfluss von Social Networking Websites Bezug auf eine Studie von Bill Tancer genommen, der sich mit dem Suchverhalten nach bestimmten Begriffen und Themen im Netz im gesellschaftlichen Kontext beschäftigt hat. Hierfür hat er die individuellen Suchmuster von mehr als 10 Millionen Web-Usern zu Grunde gelegt. Dem Ganzen liegt die Annahme zu Grunde, dass das individuelle Suchverhalten auch Rückschlüsse auf die Veränderung der Gesellschaft zulässt.

    Zwei spannende Fakten, die sich (leider bisher nur) auf den US amerikanischen Nutzer beziehen:

    1. Vor zehn Jahren machten Suchanfragen mit pornographischem Inhalt ca. 20% aller Anfragen aus. Seit die Bedeutung und auch Nachfrage nach Social Networking Inhalten und Websites signifikant gestiegen ist, seien die Anfragen XXX-Inhalten, insbesondere in der Altersklasse von 18 – 24 Jahren, auf insgesamt nur noch rund 10% gesunken sind. Tancer’s These hierzu ist sehr simpel und spielt mit einem der knappsten Güter von uns allen: der Zeit. Denn wer seine Zeit in Social Networks verbringt hat keine Zeit mehr sich auf den ‘Erwachsenenseiten’ rumzutreiben.
    2. Die Beobachtung und Auswertung der Suchanfragen im gesellschaftlichen Kontext bringt zudem noch einen weiteren Nutzen-Aspekt mit sich. Nicht nur Veränderungen in der Gesellschaft können aufgezeigt werden, sondern auch Regelmäßigkeiten im kollektiven Verhalten. So hat Tancer bspw. herausgefunden, dass es einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen zum Thema Antidepressiva zur Thanksgiving Zeit (in den USA) im November gibt. Wer möchte schon gerne allein sein?

     

    Für viele Unternehmen (aber auch Agenturen) öffnet sich damit ein ganz neues Feld schnell und einfach qualitativ hochwertige und zudem valide Insights zu generieren. Beide Beobachtungen und Auswertungen können sicherlich so oder in ähnlicher Form auch für den deutschen Markt (und jeden anderen) angefertigt werden.  Schlussendlich ist das Thema auch für SEM interessant. Nachdem ich gestern auf der OMD in den Genuss eines sehr zähen Vortrages von Google Deutschland kam (unemotional, nicht state of the art Methode, unklare Zertifizierung) erneut meine Lieblingsaufforderung: Überrasche Deine Ohren und höre auf den Konsumenten. Sich am tatsächlichen Verhalten zu orientieren spart Zeit, Geld und jede Menge Ärger. Mit den Social Networks und der Bereitschaft unserer Konsumenten ihren Gedanken freien Lauf zu lassen haben wir ein gewichtiges Pfund in der Hand, indem wir zuhören und verstehen.

    Traue keinem Fremden – nur digitalen Fremden

    Früher war alles anders. Oder besser. Früher traute man keinen Fremden. Schon gar nicht bei Meinungen oder Kaufentscheidungen. Diese richteten  sich nach Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld und Face-to-Face-Kommunikation.

    Hierzu hat Universal McCann eine interessante Studie veröffentlicht. “When did we start trusting strangers” (pdf) beschäftigt sich mit mit der Frage, wie Social Media unseren persönlichen Entscheidungsfindungsprozess verändert.

    Zunehmend werden nämlich immer mehr “digitale Fremde” wichtigen Influencer. Dank wachsender Social Media und den damit verbundenen Möglichkeiten, sich online zu vernetzen, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen, gesellt sich der digitale Fremde in die Reihe der Influencer. Zu den Top 4 gehören laut der Studie persönliche Empfehlungen aus dem Freundes- und Familienumfeld, von Experten, gefolgt von Emails von Freunden oder Kollegen und Instant-Messenger-Gesprächen. Danach folgen Empfehlungen, Meinungen von digitalen Fremden (die vielleicht auch schon digitale Freunde geworden sind),  vor Zeitungs- und Magazinartikeln oder klassischer Werbung.

    Ein weiteres interessantes Ergebnis der mit 17.000 Internetusern durchgeführten Studie sind die Einflussfaktoren auf den Grad des Vertrauens gegenüber digitalen Fremden. Die generelle Annahme, dass die jüngere, eher internet-affine Generation Social Media-Inhalten mehr Vertrauen schenkt, hat sich nicht bewahrheitet. Wesentlich wichtiger ist das Bildungsniveau. Gerade bei Blogs hat sich gezeigt, dass Meinungen von Fremden mehr vertraut wird, je höher die Bildung ist.

    Die gesamte Studie ist sehr lesenswert.

    AHEAD of TIME veröffentlicht Corporate Social Map für die Marke LUMIX von PANASONIC

    Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns mit Methoden, wie wir die Fußspuren eines Unternehmens im Internet und insbesondere in Social Media Networks dokumentieren und für Kommunikation nutzbar machen können. Hinkelstein aus Unternehmenssicht ist dabei oft, dass nur ein (bisher) geringer Teil des digitalen Images vom Unternehmen selber beeinflusst werden konnte. Denn sowohl gute als (vor allem) negative Erfahrungen mit einer Marke werden von den Verwendern selber in Foren, Blogs und Netzwerke eingetragen … selten ohne Aufforderung und vorgegebene Inhalte der Marken.

    Veröffentlichte Statements, Meinungen und individuelle Sichtweisen und Produkterfahrungen zu dokumentieren, daraus ein veritables und operativ nutzbares Bild der Marke zu skizzieren und auch noch Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten ist u. a. der Anspruch der AHEAD of TIME Gmbh. Sie hat zusammen mit Panasonic einen Social Map Analyse entwickelt, die nicht nur der digitalen Standortbestimmung der Marke LUMIX, sondern auch deren (Aus-)Richtung für die Zukunft dienen soll.

    Eine Definition gibt es auch schon: Eine “Social Map” ist eine übersichtliche visuelle Darstellung der digitalen Identität. Eine “Social Map” zeigt auf welchen Plattformen und in welcher Intensität eine Person, Marke oder ein Produkt in den digitalen Medien vertreten ist.  Bestenfalls wird die Markenpräsenz im Web 2.0 jedoch lediglich illustriert und dokumentiert den Status quo der Reputation. Da überzeugen mich Tools wie Radian6 oder Presidential Watch 08 (siehe Eintrag weiter unten) noch mehr, da sie unmittelbar live sind und realtime analysis in realtime planning verwandeln.