Und was ist mit … Print?
In den intensiven Gesprächen, die wir mit unseren Kollegen und Kunden über den Wandel der Medienlandschaft und die Relevanz von Blogs führen (und ich steige jetzt nicht auch noch in die Relevanzdiskussion rund um das Daimler-Blog hier bzw. hier ein, da ich das ganz ähnlich sehe wie Wolfgang), kommt die Frage immer wieder auf die Rolle von Print.
Nein, ich will keinem erzählen, dass wir in Zukunft auf Keymedien und Media Relations verzichten können und niemand mehr Zeitschriften liest. Im Gegenteil, ich liebe es, Zeitschriften zu lesen. Zeitschriften, die eine Beziehung zu mir aufbauen, die mich mitnehmen, die mir Geschichten erzählen, die mir Dinge aus einem anderen Blickwinkel zeigen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Magazinen, die durch den Wandel meines Leseverhaltens (und da spielt das Internet eine große Rolle) für mich auf der Strecke geblieben sind. Weil sie nicht konkurrieren können mit dem was mir online bietet. Schon gar nicht mehr, wenn ich mobil darauf zugreifen kann. Diese Entwicklungen müssen wir mitdenken und den Kontext, in dem sich Menschen mit Informationen beschäftigen, nicht außer Acht lassen. Wenn wir das tun, dann spielt auch Print nach wie vor eine große Rolle, aber eben nicht die einzige und nicht immer die Hauptrolle.
Das bringt mich zum eigentlichen Kern der “Und was ist mit …?”-Fragen. Der “Kommt ganz drauf an”-Antwort. Auf die Situation, auf das Umfeld, auf die Person um die es geht.
Eine Herangehensweise haben wir in der Advocacy Hub Analyse skizziert
Arbeitet man sich hiermit von innen nach außen durch die Erlebnis- und Informationswelten von Zielgruppen, dann ergibt sich sehr schnell das, was für Public Relations so wichtig ist – ein Gefühl dafür, mit wem man da eigentlich ins Gespräch kommen möchte.
Darauf lässt sich doch aufbauen, oder?
Visualisierung via Wordle
Visualisierungen via Tagclouds sind schon seit einiger Zeit populär. Der IBM-Mitarbeiter Jonathan Feinberg hat nun mit Wordle ein Tool auf Java-Basis entwickelt, mit dem man Wörterwolken a la Tagcloud aus Textinhalten generieren kann.
Interessant ist besonders die Möglichkeit via RSS-Feed solch eine Wörterwolke herzustellen. Dies bietet eine einfach und schnelle Möglichkeit, den Inhalt und dominierende Themen eines Blogs zu visualisieren. Beispielhaft hier der RSS-Feed dieses Blogs:

Ein weiterer Dienst ist TagCrowd, bei dem jedoch die grafische Umsetzung weniger einfach angepasst werden kann. Bisheriger Nachteil von Wordle ist der etwas umständliche Export der Wolke via pdf.
Nützlich könnte Wordle auch beim schlichten Monitoring sein, indem man es in Kombination mit RSS-Feeds von Suchmaschinen einsetzt.



