Politik 09

Für das Jahr 2009 steht die Bundestagswahl an. Für uns von der DDD ist es natürlich spannend zu verfolgen, über welche Kanäle die Parteien ihre Wähler ansprechen wollen und wie sie versuchen werden neue Wählergruppen, wie zum Beispiel die Digital Natives, zu akquieren.

Dass das alte System der Kommunikation steht in der Krise steht, dass erfahren wir zur Zeit nahezu jeden Tag aus Tageszeitungen gleichermaßen wie aus Blogartiklen etc. Daher umso spannender zu erfahren, wie sich beispielsweise die SPD für das kommende Wahljahr in Fragen der digitalen Kampagnenfühurng ausrichten wird. Leider leidet der Beitrag etwas unter der Qualität der Aufnahme, aber dennoch bietet er eine guten Einblick in die Stratgie. Es spricht Kajo Wasserhövel (Bundesgeschäftsführer der SPD) zum Thema “Digital Campaigning” auf der CeBIT Vision.

via Lumma

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Das Jahr 2009 wird spannend. So dunkel es jetzt auch scheinen mag, wir werden die ein oder andere jetzige These im neuen Jahr in einem anderen Lichte sehen.

Einen Ausblick auf das was im Bereich Social Media passieren wird wagen Peter Kim und Freunde:

Als PDF gibt es das ganze auch!

via: dawaidawai.com

Das mit dem Vertrauen ist so eine Sache

Corporate Blogs geniessen kein sonderlich großes Vertrauen. Schlimmer noch: Sie rangieren in einer Skala von persönlichen Emails bis hin zu Online-Werbung an letzter Stelle. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage von Forrester, die letzte Woche Josh Bernoff in seinem Blog veröffentlichte.

Forrester

Was sind die Schlussfolgerungen? Der Studie nicht vertrauen, weil sie auf einem Corporate Blog veröffentlicht wurde? Den eigenen Unternehmensblog sofort einstellen? Die Antwort liefert Bernoff gleich mit:

It is a plea to be thoughtful in how and why you blog [...] it has to be more about your customers than it is about you.

Auf ein gelungenes Beispiel bin ich im November beim BarCamp Hamburg gestoßen, in dem der Otto-Fashionblog Two for Fashion vorgestellt wurde. Interessant fand ich besonders eine Zahl: 12 Prozent der Beiträge drehen sich um das Unternehmen Otto selber.

Während das, was Bernoff mit “more about your customers/readers” meint, wohl jedem Blog gut steht, sind auch die Unterschiede bei den einzelnen Nutzerkategorien erwähnenswert. Sind die Nutzer selber als Blogger aktiv, liegt das Vertrauen in Corporate Blogs bei 40 Prozent und in private Blogs bei fast 50 Prozent. Um bei den restlichen Nutzergruppen besser abzuschneiden, bedarf es guter Inhalte und nochmals gute Inhalte. Wie erreicht man das? Ein erster Fingerzeig kommt wiederum aus dem Hause Forrester – eine Checkliste für einen vertrauenswürdigen Corporate Blog.

Auf die Einschätzung, wie daily digital dose abschneidet, verzichte ich hier im Sinne des oben erwähnten, vielleicht gibt es ja Feedback von den Lesern…

link dose [16.12.2008]

Social Media Vorhersagen 2009
Gesammelte Ausagen von Branchengrößen über das nächste Jahr, zusammengestellt von Peter Kim.

World Economic Forum mit Social Media Initiative
Das WEF in Davos startet zur neuen Veranstaltung mit breitangelegten Aktivitäten auf diversen Kanälen.

Facebook Connect
Eine Video-Einführung zu dem Einsatz von Facebook Connect auf Blogs. Inzwischen existiert auch schon ein erstes Plugin für Wordpress.

The internet is sh#t
Bei der ganzen Begeisterung ist eine andere Sicht immer wieder wichtig. [via]

link dose [9.12.2008]

Aufgrund der zahlreichen Links, die sich über die Woche angehäuft haben, hat sich das Bild der link dose diese Woche etwas verändert.

Das Thema Social Media und PR ist auch diese Woche wieder ein Dauerbrenner. Während Dennis Howlett schon so weit geht, und das Ende der Pressemitteilung proklamiert und nur noch per Tweet gepitched werden möchte, ist für andere “Getting Ink”, also “klassische PR” auch noch ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit – integriert in die Social-Media-Aktivitäten. Genau diese werden innerhalb der Branche immer mehr aggregiert, wie jetzt auch von Peter Kim in einem (internationalen) Wiki, oder von Nicole Simon in einer PR-Twitter-Liste. Einen spannenden Blickwinkel auf die Kommentarkultur im Social Web hat Andrew Bruce Smith bei In Front of Your Nose, er arbeitet überzeugend die Bedeutung von Backtype als Tool zur Identifizierung von Influencern und Advocates heraus.

Aus dem Mikrokosmos neuer Studien kamen diese Woche zwei interessante Aussagen. Laut Bitkom/Comscore schauten sich rund 25,6 Millionen Internetnutzer bisher im Jahr 2008 Online-Videos an. Interessant auch der Trend zu längeren Videos (von 3:48 im Januar zu 4:24 Minuten im September), was sicherlich auch noch durch die höhere Qualität und 16:9 Format beim Marktführer YouTube beschleunigt wird.
Weitere Belege für ein sich veränderndes Kommunikations- und Informationsverhalten – gerade bei der Altersgruppe zwischen 25 und 34 – finden sich bei einer Studie (pdf) [via] des europäischen Online-Werbeverbandes EIAA. Ihren Zahlen zufolge nutzen sie das Internet 14,4 Stunden pro Woche, im Vergleich zum Jahr 2007 eine Steigerung um 25 Prozent.

Zuletzt noch eine interessante Präsentation über Google von Faber Novel mit Hintergründen und Analyse der strategischen Ausrichtung des Internet-Riesen aus Mountain View. Fast schon Pflichtlektüre!

Weber Shandwick twittert vom Politikkongress

Am 4. und 5. Dezember findet in Berlin der Politikkongress statt. Diesmal wird der US-Wahlkampf und die Obama-Kampagne großen Raum einnehmen. Auch unser Chairman Jack Leslie hält eine Keynote und spricht nach vorne schauend über die nächste Kampagne von Obama.
Wir werden den Kongress twittern und freuen uns auf Follower und Interessierte. Ein Feed auf diesem Blog sichert, dass Leser aktuell sind.

Sematischer Raum in 3D

SIOC.ME ist eine web-basierte Anwendung, die semantische Daten innerhalb eines 3D-Raumes in Echtzeit sichtbar macht. In diesem Raum kann ein Nutzer auf einzigartig interaktive Art durch Foren und Gespräche navigieren und diese erkunden. Dieses 3D-Tool kommt damit der Vorstellung von Tim Berners-Lee – wie das Web 3.0 aussehen würde – sehr nahe:

” I think maybe when you’ve got an overlay of scalable vector graphics – everything rippling and folding and looking misty – on Web 2.0 and access to a semantic Web integrated across a huge space of data, you’ll have access to an unbelievable data resource. “

Ein besonders nützlicher Nebeneffekt der Verwirklichung eines semantisch-fähigen Web ist, dass verfügbare Geräte und Interfaces leicht die gleichen “maschinenlesbaren Daten” verarbeiten. Dies zu veranschaulichen war eines der primären Ziele dieses Projekts – die Daten werden in einer einzigartigen Form dargestellt.

Laut Spiegel Online wird auch in Deutschland fleißig an dem Thema geforscht und weiterentwickelt. Es geht vor allem darum, dass das Semantic Web die Menschen noch zusätzlich aktivieren könnte Inhalte grenzüberschreitend miteinander zu teilen. Die so gennante >> Share Economy << ist eh gerade ein Blockbuster-Thema – siehe hier.

link dose [1.12.2008]

Die Terroranschläge von Bombay und Twitter
Die Rolle von Twitter als Informationskanal wurde nach den Terroranschlägen von Bombay stark hervorgehoben. Rob Brown vom PR Media Blog und Hans Kullin bei Media Culpa haben zwei kluge Nachträge.

Social Media Marketing in Deutschland
Eine Auflistung von Social Media Marketing-Beispielen hat Benedikt Köhler erstellt.

Der wachsende Einfluss der Gadget-Experten
Ein jähes Ende für den Blackberry Storm bevor es überhaupt losgeht? Rory-Cellan Jones über den Einfluss von “Super Advocates”

Multikolor Flickr-Suche
Flickr-Fotos lassen sich nun per Farbenspektrum durchsuchen. Großartig!