Irans Kandidaten auf Facebook

Am Freitag fiel der offizielle Startschuss für den Präsidentschaftswahlkampf im Iran. Vier Kandidaten sind offiziell vom Wächterrat zugelassen worden. Nachdem der mächtigste Mann im Staate, Ayatollah Ali Chamenei, sich in den vergangenen Tagen mehrfach für den amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ausgesprochen hat, ist der Ausgang der Wahlen zwar ein Stück weit vorweggenommen worden. Dennoch versuchen die drei anderen Bewerber alle Kanäle zu nutzen, um für sich Werbung zu machen und in den Dialog mit den Menschen im Land zu kommen.

Wie der Daily Telegraph kürzlich berichtete haben sie dazu nun auch das Social Web entdeckt. Die Unterstützer von Ahmadinedschads Hauptkonkurrent, dem 67-jährigen Politiker Hossein Mussawi, haben mittlerweile insgesamt 20 Fanseiten auf Facebook erstellt, mit über 8.000 Fans.  Die Gruppe  “I bet I can find 1,000,000 people who dislike Mahmoud Ahmadinejad” hat bereits über 35.000 Mitglieder.

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Facebook im Iran? Das macht Sinn, denn  60 Prozent der Bevölkerung sind unter 30 Jahren. Viele von ihnen sind geradezu verrückt nach neuen Technologien. Sie stellen das Gros der 21 Mio. Menschen, die Internetzugang besitzen und sich intensiv in Communities, in Foren oder über Blogs austauschen.

Update: Mittlerweile hat die iranische Regierung den Zugang zu Facebook blockiert! Ein Beitrag zum Thema findet sich auf CNN.com.

Ein Gastautor

…wird uns in der nächsten Zeit begleiten: Maik Bohne.

Zusammen mit meinen beiden Kollegen Robert Kirsch und Christof Fischoeder sowie Patrick Brauckmann und Klaas Rogenkamp hat Maik Bohne die Session zu “Social Media im Wahlkampf 2009″ abgehalten.

In der Zeit wird er den Wahl-im-Web-Monitor durch Blogbeiträge begleiten, die wir von dem Wahlkamafblog09 spiegeln werden und bei uns veröffentlichen.

Die Antwort auf alle Fragen lautet … TWITTERVERSE

Twitterverse

[via Flickr Account von b_d_solis]

Twitter gewinnt derzeit schnell an Dynamik und ist auf direktem Weg die Trägheit des Mainstream-Bewusstsein zu durchbrechen. Compete.com Zahlen zeigen, dass rund 2,5 Millionen Menschen jeden Monat Twitter.com besuchen und die Zahl der Follower monatlich um rund 250.000 – 500.000 Nutzer wächst. Das entspricht in etwa einer Wachstumsrate von über 440% seit Mai letzten Jahres. Facebook erhält im Vergleich zu Twitter rund 41 Millionen Besucher pro Monat.

Seit es Twitter gibt steigt auch täglich die Zahl der Applications. Eine große Herausforderung wartet auf alle, die sie sortieren und strukturieren wollen. Inspiriert durch das TheConversationPrism.com (wir erwähnten es bereits schon mal hier) soll dies nun auch für Twitter geschehen und heißt TWITTERVERSE [http://www.twitterverse.com/] und wird erst demnächst offiziell vorgestellt. Das ist sicher nicht der erste Versuch der Flut an Applikationen Herr zu werden – diesmal aber ein besonders schöner und übersichtlicher.

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 09.05.2009 bis 22.05.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring  zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- SPD schwächt Forderung nach strengerem Waffenrecht ab
- FDP fordert schnelle Steuersenkung
- CDU spricht sich für Grundverschlüsselung privaten Rundfunks aus
- SPD präsentiert weitere Werbespots zur Europawahl
- Bundeskanzlerin Merkel stellt sich bei Townhall-Meeting Bürgerfragen

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Die zweite Erhebung im Mai zeigt die Grünen als zunehmend starke Kraft im Bereich der Social Media. Auf allen Kanälen sorgte eine Ausweitung ihrer Kommunikation für zweistellige Wachstumszahlen, was den Anteil an Webaktivität um 7,5 auf 24,5 Prozent steigerte. Auch die FDP baute ihre Webaktivität aus, wobei sie ihren Fokus vor allem auf Twitter legte. Die Partei zwitscherte 30,9 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum, dies hörten 812 User. Auch das verstärkte Posten von Kurzmitteilungen auf Facebook zahlte sich aus: die Zahl der FDP-Supporter wuchs um 16,8 Prozent auf 3.328. Die beiden großen Volksparteien SPD und CDU konnten ihre hohen Anteile an Webaktivität aus der letzten Woche nicht halten. Obwohl die Union ihr Engagement bei Facebook weiter ausbaute, sank der Anteil ihrer Webaktivität auf 28,3 Prozent. Sie bleibt damit trotzdem stärkste Kraft im Web 2.0, dicht gefolgt von SPD und Grünen. Die Linke vernachlässigt Social Media nach wie vor, verliert erneut nahezu fünf Prozent und stabilisiert damit ihre unbedeutende Rolle im Web-Wahlkampf.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Die qualitative Betrachtung der in dieser Erhebungsphase diskutierten Themen zeigt lediglich bei der FDP einen überwiegend positiven Tenor der Kommentare. Sowohl die Forderung nach schnellen Steuersenkungen als auch Westerwelles Bekundung, „die Bürger von Rot-Schwarz befreien“ zu wollen, stieß in der Community auf Gegenliebe. SPD und CDU liegen in diesem Erhebungszeitraum bei der Anzahl der Posts im Parteienumfeld erneut nahezu gleich auf. Die SPD konnte jedoch über 1.000 Kommentatoren mehr motivieren – was aber keinen positiven Effekt nach sich zog: 352 User bewerteten das Zurückrudern in der Frage nach schärferen Waffengesetzen überwiegend negativ. Die Grünen verloren in der aktuellen Analyse knapp 700 Kommentatoren, konnten dafür aber mit dem Ausschluss von Ampel- und Jamaika-Koalition punkten. Laut einer aktuellen Umfrage des Sterns konnte das Bündnis die Linkspartei hinter sich lassen – was die überwiegende Zahl der Kommentatoren positiv bewertete. Der Linken gelang es diesmal, ein vergleichsweise hohes Involvement zu generieren: Insgesamt äußerten sich 2.543 Kommentaroren zu Themen im Parteiumfeld – mit konstant negativer Tonalität.
Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Partei und TonalitätGesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex Kandidaten
Nach einem schwachen letzten Erhebungszeitraum gelingt es Kanzlerin Merkel diesmal wieder mehr potentielle Wähler zur Meinungsäußerung zu motivieren. Insgesamt kommentierten 1.396 User überwiegend positiv. Vor allem durch das erste deutsche Townhall-Meeting, in dem sich die Regierungschefin den Fragen der Bürger widmete, konnte sie viele Fürsprecher gewinnen.
Kanzlerkandidat Steinmeier erreichte innerhalb der letzten zwei Wochen nur 288 Posts bezüglich seiner Person, deren Kommentare eine eher durchmischte Tonalität aufwies: Lediglich die Präsentation neuer TV-Werbespots zur Europawahl konnte die Community überzeugen.
Quantitativ betrachtet stellt dieser Erhebungszeitraum für Guido Westerwelle eine positive Entwicklung dar: Über 300 Posts mehr beschäftigten sich mit seiner Person, qualitativ zeigt sich jedoch, dass die Kommentare zu großen Teilen eine negative Tonalität aufwiesen. Lediglich seine Wiederwahl als Parteivorsitzender motivierte ein paar User, für ihn zu sprechen. Künast und Trittin liegen zahlenmäßig zwar nach wie vor weit hinten, ernteten aber durchweg positives Feedback.
Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090522_wiw-monitor_final

Lernen von Obama im Netz

Himmelfahrt naht und damit auch ein langes Wochenende für viele von uns. Zeit für ein gutes Buch,  sofern Freunde, Familie und Kinder Platz lassen.

Ein heißer Tip ist das vor wenigen Tage in Berlin vorgestellte  ”Lernen von Obama – Das Internet als Ressource und Risiko für die Politik” der Bertelsmann Stiftung, das unterschiedliche Sichtweisen aus Praxis und Wissenschaft auf dieses Thema versammelt. Neben den unvermeidlichen Allgemeinplätzen wie dem, dass man Kommunikation in den USA und in Deutschland nicht gleichsetzen kann, steht eine Frage im Mittelpunkt des Buchs: wie lässt sich die Online-Wahlkampfkommunikation in Online-Regierungskommunikation übertragen?  Die hohen Erwartungen an die Online-Kommunikation der Obama-Administration sind inzwischen deutlich verändert. Regierungskommunikation braucht nämlich ein langsameres Tempo und andere Strategien als der Wahlkampf wie auch das Obama-Team feststellen muss. Weil die bisherigen Bewertungen des deutschen Online-Wahlkampfes vorsichtig gesagt nüchtern sind, wird es um so spannender zu sehen, was vor und nach der Wahl in Deutschland Online passieren könnte und wird.  Das Buch gibt dazu erste Hinweise.

“Lernen von Obama” gibt es direkt bei der Bertelsmann Stiftung oder hier.

Von Sissy zu Siegfried – was Männer wirklich lernen müssen!

 

Soviel zur wahren Männlichkeit der Kerle im Jahr 2009. Besondere Aufmerksamkeit bitte auf den Kerl im blauen Pullover. Woher er diese Bewegungen bloß hat? Sieht eher aus wie eine Sissy und nicht nach einem Siegfried … womit wir mitten in unserem aktuellen Thema wären: Was Männer wirklich (wieder) lernen müssen.

„Mädchen wachsen heute mit einem so ungeheuren Selbstbewusstsein auf, dass selbst so gestandene Kerle wie Alice Schwarzer nervös werden”  schrieb jüngst Willi Winkler im Spiegel. Braucht das Land – wie schon von Ina Deter vor Jahrzehnten gefordert – neue Männer? Was wirklich dran ist an diesem Gefühl und was echte Männer heute ausmacht wird in der neuen Pirsch beschrieben. Immerhin hat Alice Schwarzers Diagnose, dass die Männer schuld an der Finanzkrise sind und diese bei entsprechend weiblicher Führungsverantwortung niemals so eingetreten wäre, den Weg zu neuen Debatten geöffnet.

Die Pirsch erscheint alle zwei Monate auf www.pirsch-webershandwick.de. Weber Shandwick teilt darin Erkenntnisse aus der (eigenen) Marktforschung und Learnings aus der Arbeit im digitalen Raum mit.

Globale Twittermania “Just landed in…”

Just Landed – 36 Hours from blprnt on Vimeo.

Eine recht einfache Idee kommt frisch aus Amerika: Eine Anwendung durchsucht und analysiert alle Tweets nach der Formulierung “Just landed in…” sowie dem Herkunftsort des Absenders basierend auf seinem Twitter-Profil. Mit diesen beiden Informationen werden die jeweiligen Reiserouten zugeordnet und wie 3D-Kurven auf einer flachen Weltkarte dargestellt. Schaut Euch das Video an oder lest mehr auf Jer Thorp‘s Blog. Leider bildet die Suche derzeit nur die Formulierung auf Englisch ab. Ein vollständigeres Bild der Business Traveler (c-tweets) würde man sicherlich erhalten, wenn man Mandarin, Persisch, Deutsch, Französisch, etc. mit aufnehmen könnte.

Senden Sie noch oder twittern Sie schon? Wahlkampf und Web 2.0

So lautet der Titel einer Vorlesung, die Barbara Witte, Professorin für Rundfunkjournalismus und Onlinekommunikation an der Hochschule Bremen, kommenden Montag am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin hält.  Die Vorlesung ist Teil der Reihe „apropos Wahlkampf – Politik und Medien im Superwahljahr 2009“. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema sind bisher rar, es sind neue Impulse zu erwarten.

Die Vorlesung findet statt am 18.05.2009 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, Hörsaal A, Ihnestraße 21, 14195 Berlin (U-Bahnhof Thielplatz, U3)

Wer nicht persönlich teilnehmen kann: die Veranstaltung wird auch per Live-Stream und Twitter übertragen, weitere Informationen hier.

Twitter: Notwendigkeit fürs Marketing?

Die Financial Times fragt in der heutigen Ausgabe des Judgment Call: Should Twitter be confined to the marketing department? Die Antwort der vier Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ist ein klares Votum für mehr Twitter. Dabei gilt:

- knapp kommunizieren
-
den Dialog suchen
-
Meinungsführer bevorzugen

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 25.04.2009 bis 08.05.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring  zur Bundestagswahl. Wie angekündigt haben wir den Themenindex erweitert um die Themen der Parteien.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- CDU forciert Verbot von Killerspielen
- SPD präsentiert neuen TV-Spot zur Europawahl
- Merkel warnt vor Schweinegrippe-Hysterie
- Grüne versprechen 1 Million neue Jobs
- Linke erntet Spott für Forderung nach „Schutzschirm für Menschen“

Die Top-Twitter-Profile der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Der Mai zeigt die Social Community Facebook als neue Anlaufstelle für Web 2.0 Aktivitäten von Parteien: Die Grünen verdoppelten die Anzahl ihrer Kurzmeldungen im Portal und erreichen damit einen Supporter-Zuwachs von 18,1 Prozent. Damit können sie ihren Social Media Score um 10,8 Prozent auf 14,1 ausbauen. Selbiges lässt sich in der Erhebungsphase auch bei der CDU beobachten: Die Partei verstärkt ihr Engagement in Social Communities und baut ihren deutlichen Vorsprung beim Social Media Score noch weiter aus. Darüber hinaus zwitscherte sie 41,4 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum. Die SPD fuhr ihre Facebook-Aktivitäten zurück und musste geringfügig an Webaktivität abgeben.
Die FDP konzentrierte sich im Erhebungszeitraum ebenso zunehmend auf Facebook und konnte die Anzahl ihrer Supporter um 14,6 Prozent auf 2.850 erhöhen. Grund hierfür ist die Verdopplung der Kurzmeldungen. Obwohl die Linke den Anteil an der Webaktivität um 4,2 Prozent steigerte, erscheint sie als Partei im Web 2.0 weiter bedeutungslos.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

 
 
 
 

 

 

 

 

 

Themenindex – Parteien
Das gute Ergebnis aus der letzten Erhebung konnte die SPD in den letzten zwei Wochen nicht wiederholen. Zum einen verloren die Sozialdemokraten bei der Anzahl der Posts, die sich mit ihrer Partei auseinandersetzten, zum anderen wiesen die Kommentare zur Partei eine durchweg negative Tonalität auf. Weder der neue TV-Spot zur Europawahl noch die neuen Print-Plakate konnten die Kommentatoren überzeugen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der CDU: Zwar konnte die Volkspartei Posts gewinnen – und mit der Killerspieldebatte das größte Involvement in der Community generieren – erntete aber negatives Feedback für die Sperrung von Internetseiten. Allein die Kritik an Steinbrücks Äußerungen über Steueroasen konnte die Kommentatoren überzeugen.
Die FDP machte weiter Boden gut und liegt bei der Anzahl der Kommentatoren nun mit den Grünen gleich auf. Vor allem die Ablehnung gesperrter Internetseiten generierte ein positives Feedback in der Blogosphäre.
Eine ebenso negative Tonalität dominierte die Kommentare zur Linken: Lafontaines Forderung nach einem Schutzschirm für Menschen erntete eine breite Ablehnung. Lediglich der Aufruf zu friedlichen Demonstrationen zum Tag der Arbeit fand in der Community ein positives Feedback.

 

Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

 

 

 

 

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

 Themenindex Kandidaten
Während die beiden großen Volksparteien in den Blogs ein ähnliches Involvement generieren, zeichnet sich bei der Betrachtung der Spitzenkandidaten ein völlig anderes Bild ab: Kanzlerin Merkel legt bei den Posts deutlich zu und vereint mehr als doppelt so viele Blogeinträge auf ihre Person wie Herausforderer Steinmeier. Für die Kanzlerin war es eine überwiegend stille Woche – was in der Community durchaus auf Gegenliebe stieß. Die Beruhigung in Sachen Schweinegrippe begeisterte die User ebenso wie das Schweigen zum Thema „Soziale Unruhen“. Generell ging mit der ruhigen Woche aber auch eine eher geringe Zahl an Kommentaren einher. Ein ähnliches Bild auch bei Frank-Walter Steinmeier: Lediglich 36 User konnte er mit seinen Gehversuchen im Web 2.0 zu Kommentaren bewegen, die auch noch eine negative Tonalität aufwiesen.
Die meisten Fürsprecher in dieser Erhebungsphase konnte Oskar Lafontaine gewinnen, der mehr Netto für alle forderte. Insgesamt äußerten 164 Personen ihre überwiegend positive Meinung zu diesem Thema. Bei den Grünen dominierten Nachrichten rund um Spitzenkandidatin Renate Künast das Feld. Obwohl die Grünen im Web 2.0 durchaus sehr aktiv sind, gelingt ihnen die Motivation von Fürsprechern zu ihren Kandidaten nach wie vor nicht.

 

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090508_wiw-monitor

Anmerkung: Twitter löscht derzeit Tweets – eine große Menge davon wurde bei Volker Beck gelöscht. Das hat dazu geführt, dass wir unsere Auswertung manuell nachgearbeitet haben. Der Hinweis und die Erklärung dazu kam von Klas Roggenkamp/www.wahl.de – Danke Klas.