Hilfe: Krise!

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Was passiert eigentlich in der Kommunikationsabteilung eines Unternehmens, wenn aus dem Social Web der Sturm der Entrüstung wie beispielsweise in den Fällen von Vodafone, Jako oder Jack Wolfskin hereinbricht? Wie verhalten sich Kommunikatoren in solchen Krisensituationen am sinnvollsten? Welche Handlungsoptionen stehen für ein solches Szenario zur Verfügung?

Wir möchten diese und weitere Fragen in Form eines Krisenworkshops im Rahmen der Social Media Week Berlin erarbeiten. Was wird genau passieren? In kleinen Teams sitzen die Teilnehmer in einem simulierten „War Room“ eines großen Unternehmens. Jedes Team bekommt ein anderes Briefing. Unterschiedliche Krisenereignisse strukturieren den Ablauf des Workshops. Und am Ende stellen die Teams jeweils ihre Vorgehensweise und die erarbeiteten Lösungsmodelle vor.

Datum: 3. Februar 2010
Wo: St Oberholz, Rosenthaler Straße 72a, 10119 Berlin
Uhrzeit: 16.15 – 18.15 Uhr

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Was, wenn es keine digitalen Krisen und Flops mehr gibt?

2010 wird das Jahr für Social Media. Dies verkündeten zumindest die meisten Vorhersagen des vergangenen Jahres. Digitale Aspekte unterwandern immer subtiler und effizienter unseren Medienkonsum, dem muss die PR und Kommunikation Rechnung tragen. Interaktion, Transparenz und Teilnahme an Online-Konversationen sind die Gebote der Stunde. So viel zu den Schlagworten.

Doch was passiert im Idealfall, in der jede PR und Social Media-Aktion 2010 ein Volltreffer wird? In der Unternehmen erst das Gespräch suchen, dann abmahnen? Jede Kampagne handwerklich sauber ausgeführt ist und vor Authenzität strotzt? Abgesehen davon, dass der Hashtag #fail in Vergessenheit geraten dürfte, wäre es wohl dann die große Herausforderung,  der zunehmend anspruchsvollen Zielgruppe einen echten Mehrwert zu bieten und somit aus der Menge herauszuragen.

Kreativität und ansprechendes Storytelling wären nötig. Geschieht dies aber nur im digitalen/analogen Raum und gelingt es nicht, konsistente Stories on- und offline zu erzählen, bleiben alte Silos bestehen. Im Sinne von Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen haben uns die Ergebnisse der Studie vom Juli 2009 darin bestärkt, dass Inline-Denken und -Umsetzung zentrale Bestandteile von PR-Kampagnen sein sollten. Inline betreibt Kommunikation konsistent über jene Medien, die den nachhaltigsten Einfluss auf die Zielgruppe ausüben.

Und wenn wir gerade über Zielgruppen sprechen: Die scheinen beim Nachrichtenkonsum ebenso “inline” zu präferieren. Das jedenfalls sagt eine Analyse der größten deutsche Nachrichtenportale im Netz von contentmanufaktur. Auf Grundlage von AGOF, IVW, Google Ad Planner und Searchmetrics trifft sie folgende Aussage:

In der Spitzengruppe ist das Ergebnis klar: Die Nutzer und Werber sehen Bild.de und Spiegel Online als DIE deutschen Nachrichtenseiten – Google dagegen Focus Online und Welt Online. Und am unteren Ende der von uns betrachteten Webnews-Seiten sind ebenso immer die gleichen: Seiten, die ohne Print-Unterstützung arbeiten. Wir hatten auch nachrichten.de und nachrichten.com in der Betrachtung – aber die waren bei den meisten Tools gar nicht zu finden.

Die Kombination klassischen Medien und Online scheint – für Nachrichtenseiten – also top zu sein. Da sind sich IVW, AGOF und Google überraschend einig.

Überspitzt formuliert: Was den Erfolg über die ersten Plätze bei Nachrichtenseiten ausmacht, gilt genauso für PR und Kommunikation. Und zwar nicht nur für den (eher) unwahrscheinlichen Fall, dass digitale PR-Flops und Krisen 2010 ausbleiben.

link dose 11.01.2010

MorgenkaffeeFür lau beim Krisenfall arbeiten? Das Beispiel Eurostar und we are social
Ein am 19. Dezember 2009 steckengebliebener Zug markierte für Eurostar  den Beginn einer anhaltenden Imagekrise. Kurz nach dem Bekanntwerden entschloss sich die Agentur we are social, die mit einer separaten WOM-Kampagne für Eurostar betraut war, ihren Kunden bei der Krisen-PR zu unterstützen – ohne Entgelt. Eine Replik auf die vernichtende Kritik des Krisenmanagements (nicht nur von Eurostar) findet sich im Agenturblog.

Der letzte Ritterschlag für Fashionblogger: Sitzplatz in der 1. Reihe
Das Aufmacherbild des New York Times-Artikels ist bezeichnend: Anna Wintour, Grande Dame der Modeszene, eingerahmt von zwei Bloggern bei einer Mailänder Modenschau. Was sich online inzwischen etabliert hat, findet nun auch in der Branche immer mehr Beachtung: Fashionblogs als neue Player in der Modeindustrie.

Wenn die PR die eigene Branche pitcht, Live-Streams fehlen und Apple Torpedos in Gang setzt: Der Nexus One-Launch
Ein interessanter Rückblick aus der PR-Perspektive auf den Launch des Google Smartphones in den USA bei PR-Newser. Was blieb hängen? Dass Google entgegen bisheriger Gepflogenheiten keinen Livestream anbot, den Kreis der “Influencer” weit auslegte und Apple wie gewohnt dazwischen schoss.

Automatisierte Einstellungs-Analysen der nächste Schritt beim Social Media Monitoring
Der Monitoring-Anbieter Radian6 (Disclosure: WS verwendet Radian6) hat kürzlich automatisierte Analysen von Einstellungen für Social Media-Content entwickelt. Im Idealfall bedeutet das eine Einteilung in positiv, neutral und negativ. Ob das auch wirklich so funktioniert, untersucht Brian Friedlander von ignite social media in einem ausführlichen Artikel.

Foto unter CC by deed 2.0 von lepiaf.geo