link dose 27.07.2011

Peters Converse
Cooler Tumblr über Socken von einigen WS-Nasen.
Digital IQ Index: Magazines – eine interessante Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmen L2 mit Ranking und Bewertungen der Digitalisierung von 87 Magazinen.
Interview mit Uli Pecher zur Social-Media-Strategie der Deutschen Bank.
Die dritte Ausgabe des Google Magazins „Think Quarterly“ diesmal zum Thema Innovation (Format funktioniert auch mobil wunderbar) – in jedem Fall einen Blick wert.
Ein Überblick über die wichtigsten Studien des zweiten Quartals 2011 zur Online-Kommunikation.
Über die Definition von Rundfunkprogrammen im Internet
Ab wann spricht man von einem linearen Rundfunkangebot? Muss eine Internetseite, sobald sie in regelmäßigen Abständen Live-Streamings anbietet, eine Sendelizenz beantragen?
Diesen und einigen anderen Fragen widmen sich seit ein paar Wochen der Blogger Markus Hündgen (alias Videopunk) und Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer „Public Affairs“ bei der Axel Springer AG auf diversen Blogs.
Angefangen hat die Diskussion mit Hündgens Vorwurf, Bild.de wäre ein Piratensender, da auf der Seite u.a. regelmäßig komplette Fußballspiele der Primera Division gezeigt werden und auch die Royal Wedding von William und Kate über mehrere Stunden live auf Bild.de verfolgt werden konnte.
Der genaue Verlauf der Diskussion soll an dieser Stelle nicht erläutert werden, vielmehr wird in diesem Beitrag kurz das Kernproblem aufgezeigt, um das sich die Gespräche drehen.
Wer an den Blog Artikeln der Beiden interessiert ist und zudem erfahren möchte, wie Mario Sixtus es innerhalb dieser Diskussion geschafft hat, eine 1.000€ Spende von Herrn Keese an Creative Commons zu initiieren, der kann auf folgenden Seiten mit der Lektüre beginnen:
Der erste Artikel von Markus Hündgen (auf dem Blog des ZDF):
http://blog.zdf.de/hyperland/2011/07/youtubes-livestreaming-vor-dem-aus/
Die Antwort von Herrn Keese:
http://www.presseschauder.de/warum-bild-de-kein-piratensender-ist/
Eine weitere Antwort vom Videopunk:
http://videopunks.de/hallo-mal-wieder-herr-keese
Und die Creative Commons Diskussion zwischen Mario Sixtus und Christoph Keese:
http://sixtus.cc/lieber-christoph-keese
http://www.presseschauder.de/lieber-mario-sixtus/
Also, worum geht es genau? Nehmen wir die rechtliche Regelung des 13. Rundfunkstaatsvertrages als Ausgangspunkt. Hiernach ist Rundfunk im Internet ein „linearer Informations- und Kommunikationsdienst“, der „für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang“ bestimmt ist. Der zweite Aspekt trifft auf ein Live-Streaming Angebot auf einem so großen Portal wie Bild.de sicherlich zu.
Doch der Rundfunkstaatsvertrag regelt nicht nur wann von einem Rundfunkangebot gesprochen werden kann, sondern auch, unter welchen Umständen es sich nicht um ein solches handelt. Von einem Rundfunkangebot kann nämlich, laut Rundfunkstaatsvertag, nicht gesprochen werden, wenn weniger als maximal 500 Nutzer gleichzeitig das Angebot wahrnehmen können. 500 Nutzer… diese Regelung klingt schwammig und wird von vielen auch eher als eine Notlösung für eine sichere Abgrenzung betrachtet. Eine aussagekräftige Begründung für diese Grenze wird zudem auch nicht mitgeliefert. Im Fall von Bild.de greift diese Regelung jedoch ohnehin nicht, beachtet man die Pressemitteilung von Bild.de, in der gesagt wird, dass zum Teil zeitgleich sogar 85.000 Nutzer den Live-Stream verfolgten.
Bleibt also eigentlich nur noch zu klären, was genau unter einem linearen Informations- und Kommunikationsdienst zu verstehen ist. Auch hier gibt es keine klare Definition.
Versuchen wir uns zunächst dem Begriff linear ein wenig zu nähern. Herr Keese wählt zur genaueren Beschreibung des Begriffs den mathematischen Ansatz „In der Mathematik ist eine Linie eine stetige, mithin ungebrochene Abfolge unendlich dicht gesetzter Punkte. Mit diesem Vergleich ist das Programm eines klassischen Fernsehsenders doch treffend beschrieben: Die Programmpunkte fügen sich lückenlos und stetig aneinander.“
So wäre ein Live-Streaming Angebot deshalb nicht linear, weil es nicht rund um die Uhr mit festen Programmpunkten gesendet wird (zumindest im Fall von Bild.de). Die Frage, die an dieser Stelle aufkommen mag, ist aber, wie es sich dann mit TV-Sendern, wie z.B. KIKA verhält (okay der Vergleich hinkt ein wenig, denn KIKA ist ein öffentlich rechtlicher Sender). Nehmen wir aber einmal an, KIKA würde nicht als TV-Sender, sondern als Streaming Angebot im Internet existieren und anstatt nach Sendeschluss Bernd das Brot zu senden, den Stream offline nehmen, um am nächsten Morgen das Programm wieder aufzunehmen. In so einem Fall wäre die Linearität, wenn man sie, so wie Keese, aus dem mathematischen Blickwinkel betrachtet, nicht mehr gegeben. Wie viele Nutzer würden diesen KIKA Stream aber nicht als Rundfunkangebot bezeichnen?
So muss man sich die Frage stellen, ob die Definition aus mathematischer Sicht sinnvoll ist.
Somit ergibt sich an dieser Stelle die Forderung an den Staat, Rundfunkangebote im Internet klar zu definieren. Momentan sieht es so aus, als ob eine finale Entscheidung wohl nur vor Gericht gefällt werden kann, da die Politik auf diesem Gebiet eher wenig Initiative zeigt. Welches Internetangebot sich hier jedoch zur Schaffung eines Präzedenzfalls zu Verfügung stellen wird, bleibt ungewiss. Springer wird es wohl jedenfalls nicht sein und ob für Google die Ermöglichung des Live Streaming Angebots in Deutschland so wichtig ist, dass das Unternehmen aus dem Silicon Valley vor Gericht zieht, ist auch zu bezweifeln. Wir werden uns also vorerst mit einer unklaren Regelung zufrieden geben müssen. Insgesamt bleibt es aber auf jeden Fall spannend, diese Diskussion zu beobachten!
Übrigens: Wenn Bild.de als ein Rundfunkangebot zu betrachten wäre, müsste der Springer Verlag eine Sendelizenz beantragen. Dies wäre wiederum mit Kosten für den Verlag verbunden.
link dose 20.07.2011
6 kreative Ideen (als Videoschau zusammengestellt), was man alles mit QR-Codes anstellen kann.
Studie zur Psychologie des Sharings.
“Nobody is going to list the number of Twitter followers on my tombstone.” Leicht philosophischer Beitrag zum Thema Social Media und dem ständigen Zwang zu messen.
G+ als Location Based Service.
Dell zum Thema Social Media ROI.
Eine schöne Infografik, die die größten Webseiten im Netz vergleicht.
Comic Sans – verhasst aber nicht wehrlos.
Der persönliche Pressesprecher. Der Blogger Robert Basic wirft einen Blick auf zwei der Role-Models des modernen Pressesprechers (der Unternehmen Vodafone und Google), die ihren Job voll ausfüllen und mit den Stakeholdern des Unternehmens via Netz kommunizieren.
link dose 14.07.2011
Ein Massenfoto mit mehr als 9.500 Facebook-Verlinkungen – dies wurde durch das Glastonbury Festival ermöglicht. In Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter Orange wurde ein hochauflösendes Foto ins Internet gestellt, auf dem man sich via Facebook auf dem Foto markieren kann. In Deutschland wurde diese Idee vom WDR übernommen. Auch vom Rheinkultur Festival in Bonn gibt es solch ein Foto. Auf diesem Bild haben sich bisher mehr als 1.500 Menschen markiert.
Eine wirklich coole interaktive Infografik zum Status quo des Internets.
Der Buzzrank Curator liefert einen schönen Überblick über relevante Inhalte im Social Web und ist auf jeden Fall einen Blick wert.
Diese Woche ist die Plattform Visual.ly gestartet. Die Plattform dient dazu, Infografiken zur Verfügung zu stellen und mit anderen zu teilen. In einem weiteren Schritt (dieser folgt bald) wird es dann auch möglich sein, über die Plattform selbst Infografiken zu erstellen.
Beobachtungen, Bonmots und Bitterkeiten über PR.
Die neueste Präsentation zu den Auswirkungen von Social Media auf den Journalismus.
Google+ und Unternehmenskommunikation

Nach dem Launch der Betaversion von Google+ vor einigen Tagen und der Begeisterung der ersten Tester für Googles neues Social Network, stellte sich schnell die Frage, wie dieses neue Soziale Netzwerk auch von Unternehmen genutzt werden kann.
Zu Anfang des Launches von Google+ waren zunächst nur reale Personen als Teilnehmer zugelassen. Profilseiten von Unternehmen, wie man sie von Facebook oder Twitter kennt, waren ursprünglich nicht vorgesehen. Trotzdem haben sich einige Unternehmen schnell Profile auf Google+ eingerichtet (z.B. Ford). Mit dem Ergebnis, dass diese Profilseiten nun entweder von Google wieder gelöscht werden, oder aber an einer Testphase für Unternehmen teilnehmen werden, die in den nächsten Tagen beginnen wird, wie Christian Oestlien, Googles Lead Product Manager für Social Advertising in einem Interview mit Ad Age ankündigte.
Wie diese offiziellen Unternehmensseiten auf Google+ aussehen werden und was für Features sie haben werden, darüber kann man zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. So hat beispielsweise Sean Percival auf seinem Blog ein Google Brand Page Concept veröffentlicht und einige der Funktionen von Google+ vor dem Hintergrund der Unternehmenskommunikation diskutiert.
Eines der wichtigsten Features für Unternehmen werden wohl die „Hangouts“ sein, in denen Gruppen-Video-Chats abgehalten werden können. Ein Unternehmen könnte also beispielsweise ausgewählte Kunden regelmäßig und problemlos zu Videochats einladen – damit ist eine sehr einnehmende und unvermittelte Form der Kundenkommunikation denkbar. Eine weitere Kernfunktion wird die Nutzung der „Circles“ (Filterfunktion von Kontakten) von Unternehmensseiten sein. Ein Unternehmen könnte z.B. mit Hilfe der „Circle“-Funktion auf seinem Unternehmensprofil unterschiedliche Nutzerkreise ansprechen: Je nach Art der Botschaft etwa gefiltert für Mitarbeiter, Zulieferer, Handel, Endverbraucher oder einer Kombination von mehreren Zirkeln. Voraussetzung hierfür wäre natürlich, dass die Kontaktkreise eines Unternehmens gewissenhaft gepflegt werden und ein Unternehmen sich die Mühe macht, nachzuvollziehen, wer hinter den Kontakten steckt, die dem Unternehmen folgen. Eine Arbeit, die bei mehreren Kontaktanfragen täglich, schnell mühsam wird.
Doch viel wichtiger als das Aussehen und die Funktionen der zukünftigen Google+ Unternehmensprofile, ist die Frage, was Unternehmen an Inhalten anbieten können, damit sie innerhalb von Google+ relevant bleiben. Google+ könnte für Unternehmen eine unkomplizierte Plattform werden, um mit Interessenten und Stammkunden regelmäßig zu kommunizieren. Die größte Herausforderung wird dabei sein, Inhalte zu veröffentlichen, die so überzeugend sind, dass Nutzer nicht ihrerseits die Filterfunktionen von Google+ nutzen, um uninteressante Botschaften von Unternehmen und Marken gezielt auszublenden. Denn die Kür wird es sein, nachdem man als Unternehmen in den „Circle“ eines Nutzers aufgenommen wurde, darin zu bleiben und darin wahrgenommen zu werden.
Der ursprüngliche Ansatz von Google+, nur echte Personen zuzulassen, bestärkt zwischen den Zeilen eines der wichtigsten Credos im Social Web: Menschen wollen nicht mit Marken in den Dialog treten, sondern mit Menschen. Die erste Begeisterung von Google+ Nutzern ist auch davon geprägt, dass man problemlos in Kontakt treten kann mit Mitarbeitern von Google. Man spricht nicht mit einem Logo, sondern sieht, woran Googles Mitarbeiter gerade arbeiten und kann mit ihnen darüber in einen direkten Austausch treten. Eine solche Form der zeitnahen und direkten Kundenkommunikation ist und bleibt die Herausforderung für Unternehmen im Social Web, egal auf welchem Kanal.
link dose 07.07.2011
Die iBusiness Redaktion des Hightext-Verlags hat interessante Ergebnisse zu den Kosten mobiler Apps in Deutschland veröffentlicht: Unterschieden in einfache, durchschnittliche und komplexe Apps reicht das Preisspektrum von 760 Euro für eine App, die als Funktion “Hallo!” anzeigt, bis hin zur teuersten App mit eigenem Konfigurations-Backend, eigener Logik und Bedienkomponenten, wie Drag&Drop für 520.000 Euro.
Eine durchaus unterhaltsame Präsentation, die auf einfache Weise das Prinzip der “Circle“ auf Google+ erklärt.
Gute Infografik rund ums Folgen/Liken von Brands auf Facebook.
Mehr Konversationen und User-Interaktionen führen nicht zwangsläufig zu erhöhter Sichtbarkeit auf Facebook. Eine interessante Analyse, die zeigt, wie wichtig es ist, sich intensiv mit dem Facebook EdgeRank auseinander zu setzen.
Das Social Media Pharma Blog „Dose of Digital“ hat sich mit Google+ beschäftigt und sammelt Learnings für die Healthcare Branche. Dabei wird auf das interessante Problem eingegangen, warum die Inhalte von Pharmaunternehmen, selbst wenn sie Facebook, Twitter und womöglich Google+ nutzen, höchstwahrscheinlich gar nicht wahrgenommen werden.





