Ob wir unsere Gesundheit wohl bald Social Media anvertrauen?

Studie zeigte bei Gesundheitsthemen hohes Vertrauen der Verbraucher in Social Media

Was wir schon wussten: Social Media sind weiter auf dem Vormarsch, und zwar in allen Bereichen des Lebens. Was eine Studie von Digitas Health jetzt zeigt: Bei Gesundheitsthemen schenken 67 Prozent der europäischen Verbraucher den Informationen, die sie über Social Media erhalten, Vertrauen. Ärzte sagen laut der Befragung sogar, dass sich Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich an Diskussionen auf Foren oder anderen Netzwerken beteiligen sollten. Befragt wurden bei dieser Studie mehr als 1.000 Ärzte und Patienten in Europa und den USA zu Gesundheitsthemen und Social Media. Die wichtigsten Aussagen sind hier kurz zusammen gefasst:

Social Media-Wüste im Healthcare-Marketing in Deutschland?

Alle reden über Social Media, auch im Gesundheitsbereich ist es oftmals Thema in Diskussionen, manchmal sogar hitzig. So weit so gut, es wird scheinbar viel darüber nachgedacht.

Aber sprechen Sie denn Social Media? Viele unserer Kunden aus anderen Bereichen nutzen den neuen Kanal bereits, um direkt mit ihren Zielgruppen in der Sprache Twitter, Blog oder Widget zu kommunizieren. Die finale Entscheidung für Social Media hängt letztlich davon ab, wie man die Chancen und Risiken abwägt. Aktuell sind in Deutschland fast 70 Prozent online und alle Zielgruppen auf verschiedenen Portalen vertreten, so auch zum Beispiel die Generation 50+, der man noch immer gerne diese Affinität abspricht.

Patienten tauschen sich auf Online-Communities aus und  greifen verschiedenste Themen auf. Häufig werden auch Arztaussagen oder Behandlungsmaßnahmen kritisch hinterfragt. Und wenn wir ehrlich sind: Wer hat noch keine Symptome, eine Krankheit oder ein Medikament gegoogelt? Wie die in den USA durchgeführte ethority-Studie zeigte, informieren sich 59 Prozent der Befragten in den unterschiedlichen Internetangeboten zum Thema Healthcare, bevor sie zum Arzt gehen – eine erstaunliche Zahl, deren Entwicklung sicherlich auch auf den deutschen Markt übertragbar ist. Der deutsche Markt ist hier noch von großen Gesundheitsportalen wie netdoktor.de dominiert, doch auch hier lässt sich vermehrt Web 2.0 finden. Laut der Befragung gewinnen insbesondere Social Media-Offerten, wie Foren, Blogs und Social Communities vermehrt Zuspruch bei den Usern. Fast jeder Dritte in der Befragung nutzte für sich die Vorteile der nutzergenerierten Medien im Bereich Gesundheit.

Hier verbirgt sich großes Potenzial, aber der deutsche Healthcare-Markt hinkt den anderen europäischen Ländern und dem US-Markt hinterher. Nicht ganz unverständlich, da die Gesundheitsindustrie durch das deutsche Heilmittelwerbegesetz weder Produktnamen noch den Wirkstoff außerhalb der medizinischen Fachkreise nennen darf.
Was Kunden aber tun können und auch sollten ist, Social Media und den Austausch mit der Zielgruppe zu nutzen, um über die Erkrankungen an sich oder zum Beispiel gesundheitspolitische Themen und Inititiativen zu sprechen. Einige deutsche Pharmaunternehmen nutzen bereits Twitter und Blogs, um sich direkt mit ihrer Zielgruppe auszutauschen. Eine Einschätzungen meiner europäischen Kollegen zu dem Thema unter anderem finden Sie hier:

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Weber Shandwick 33&1/3 RPM Issue 2
(PDF)