Die Antwort auf alle Fragen lautet … TWITTERVERSE

Twitterverse

[via Flickr Account von b_d_solis]

Twitter gewinnt derzeit schnell an Dynamik und ist auf direktem Weg die Trägheit des Mainstream-Bewusstsein zu durchbrechen. Compete.com Zahlen zeigen, dass rund 2,5 Millionen Menschen jeden Monat Twitter.com besuchen und die Zahl der Follower monatlich um rund 250.000 – 500.000 Nutzer wächst. Das entspricht in etwa einer Wachstumsrate von über 440% seit Mai letzten Jahres. Facebook erhält im Vergleich zu Twitter rund 41 Millionen Besucher pro Monat.

Seit es Twitter gibt steigt auch täglich die Zahl der Applications. Eine große Herausforderung wartet auf alle, die sie sortieren und strukturieren wollen. Inspiriert durch das TheConversationPrism.com (wir erwähnten es bereits schon mal hier) soll dies nun auch für Twitter geschehen und heißt TWITTERVERSE [http://www.twitterverse.com/] und wird erst demnächst offiziell vorgestellt. Das ist sicher nicht der erste Versuch der Flut an Applikationen Herr zu werden – diesmal aber ein besonders schöner und übersichtlicher.

Von Sissy zu Siegfried – was Männer wirklich lernen müssen!

 

Soviel zur wahren Männlichkeit der Kerle im Jahr 2009. Besondere Aufmerksamkeit bitte auf den Kerl im blauen Pullover. Woher er diese Bewegungen bloß hat? Sieht eher aus wie eine Sissy und nicht nach einem Siegfried … womit wir mitten in unserem aktuellen Thema wären: Was Männer wirklich (wieder) lernen müssen.

„Mädchen wachsen heute mit einem so ungeheuren Selbstbewusstsein auf, dass selbst so gestandene Kerle wie Alice Schwarzer nervös werden”  schrieb jüngst Willi Winkler im Spiegel. Braucht das Land – wie schon von Ina Deter vor Jahrzehnten gefordert – neue Männer? Was wirklich dran ist an diesem Gefühl und was echte Männer heute ausmacht wird in der neuen Pirsch beschrieben. Immerhin hat Alice Schwarzers Diagnose, dass die Männer schuld an der Finanzkrise sind und diese bei entsprechend weiblicher Führungsverantwortung niemals so eingetreten wäre, den Weg zu neuen Debatten geöffnet.

Die Pirsch erscheint alle zwei Monate auf www.pirsch-webershandwick.de. Weber Shandwick teilt darin Erkenntnisse aus der (eigenen) Marktforschung und Learnings aus der Arbeit im digitalen Raum mit.

Globale Twittermania “Just landed in…”

Just Landed – 36 Hours from blprnt on Vimeo.

Eine recht einfache Idee kommt frisch aus Amerika: Eine Anwendung durchsucht und analysiert alle Tweets nach der Formulierung “Just landed in…” sowie dem Herkunftsort des Absenders basierend auf seinem Twitter-Profil. Mit diesen beiden Informationen werden die jeweiligen Reiserouten zugeordnet und wie 3D-Kurven auf einer flachen Weltkarte dargestellt. Schaut Euch das Video an oder lest mehr auf Jer Thorp’s Blog. Leider bildet die Suche derzeit nur die Formulierung auf Englisch ab. Ein vollständigeres Bild der Business Traveler (c-tweets) würde man sicherlich erhalten, wenn man Mandarin, Persisch, Deutsch, Französisch, etc. mit aufnehmen könnte.

Zukunft ist gut für alle!

zukunft-ist-gut-fur-alle

Wer die Show von Harald Schmidt über Jahre hinweg verfolgt hat wird sicherlich eben so hohe Sympathien für Dr. Udo Brömme entwickelt, wie ich es getan habe. Dieser freundliche Nachbarschaftspolitiker wurde zu jeder Wahl immer wieder aktiviert und beeinflusste auf subtile Art unser Kreuzchen.

Nun hat er ein Buch geschrieben [via Amazon]. Als Premiumpolitiker gibt er seine Geheimrezepte für die Zukunft preis. “Mit visionärer Kraft weist er in diesem Buch einen Weg aus dem deutschen Kummertal und gewährt intime Einblicke in seine erfolgreiche Wahlkampfarbeit.”

Ich freue mich auf die ersten Buchrezensionen. Wer Dr. Udo Brömme noch nicht kennt kann sich hier einen kurzen Eindruck über die typische Junge Union Schnauze (”Auch ein altes Huhn gibt noch eine gute Suppe, nech.”) machen:

… und was ist mit Zeitungen?

Ein Blick in die ACTA zeigt: Die Lage ist Ernst. Innerhalb der 20- bis 39-Jährigen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss in Deutschland gaben mit 51 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet als wichtigste Informationsquelle für das aktuelle Geschehen zu nutzen. Die Zeitung, die immerhin noch 46 Prozent als wichtigste Quellen sehen, wurde damit im Jahr 2008 erstmals überholt. Ist der Untergang der Zeitung damit besiegelt, wie uns dieser (zugegeben) schon ältere historische Filmbeitrag zeigt?

Ignorieren wir zur Abwechslung das derzeit omipräsente ökonomische Damoklesschwert über unseren Köpfen und lassen unser kreatives Herz sprechen: bedrucktes Zeitungspapier macht Spaß, ist beliebt und eignet sich zum Austoben für Journalisten & Co. … keine Angst vor dem weißen Blatt Papier sagt sich auch Stihl und beweist mit Stil, dass Zeitungen echt was können [via Creativity Online]. Papier ist ja geduldig.

Und weil das so ist hat sich der Art Director Jacek Utko dem Design von Tageszeitungen in verschiedenen osteuropäischen Ländern angenommen. Auf der TED Konferenz im Februar 2009 berichtet er stolz und sehr klar zum Punkt kommend von seinem kreativen Werk und dem Erfolg der Zeitungen in den Ländern. Seht selbst:

Sechs Dinge machen also (nach Jacek Utko) eine gute Zeitung aus:

Sie ist (1) unabhängig, hat ein klares (2) Format, beschäftigt sich mit (3) lokalen Dingen, kennt die (4) Nische oder vermeidet sie bewusst, macht (5) Meinung und man liest sie zum (6) Frühstück. Jacek hat nun eine weitere Erfolgsprämisse für Zeitungen betont: (7) Design. Das Design ist zumindest für die vorgestellten Zeitungen zu einer (ökonomisch) lebenswichtigen Dimension geworden. Aber auch zu einer Charaktereigenschaft die ebenso profiliert, wie die anderen sechs Prämissen einer Zeitung. Auch wenn diese im im digitalen Zeitalter vermeintlich überholt wirken, beweist der Erfolg der vorgestellten Zeitungen das Gegenteil und eröffnet ein weiteres (kreatives) Chancenfeld für das klassische Medium Tageszeitung. Und ganz ehrlich: Wir würden alle sieben Dimensionen vermissen, wenn es keine gedruckten Zeitungen mehr gäbe.

PS: Unter den Gewinnern der World’s Best Designed Newspapers sind immer wieder bekannte deutsche Namen zu finden. 2008 war es die WELT AM SONNTAG.

SND30: The 2008 World’s Best-DesignedTM Newspapers from Society for News Design on Vimeo.

The Digital Divide – Superwahljahr und Social Media Hype

Nur wenige Tage nach dem Launch des Wahl-im-Web-Monitors greift Weber Shandwick erneut das Thema Wahlen auf und diskutiert im aktuellen Pirsch-Newsletter [PDF bald auf slideshare.net], was die deutschen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2009 (die Sonntagsfrage) in Betracht ziehen könnten, um an die Social Media Leistungswerte und Strategie der Presidential Election 08 in Amerika heranzukommen. Ein langer Weg, denn Barack Obama hat eindrucksvoll vorgemacht, wie man durch präzise Zielgruppenansprache und ein einheitliches Leitbild die Wähler hinter sich bringt, zur Wahl motiviert – und dabei mit Esprit und Ehrlichkeit glänzt.

In der Pirsch wird beschrieben, welche Chancen und Gefahren für die deutschen Politiker bestehen und wie sich der Status Quo digitaler Medienarbeit unserer Kanzlerin Angela Merkel darstellt. Darüber hinaus soll mit überraschenden Thesen und Fakten das Nachdenken und Diskutieren zu den Parteien und ihren Kommunikationsstrategien angeregt werden.

Die Pirsch, ursprünglich ein interner Newsletter, erscheint ab sofort alle zwei Monate auf www.pirsch-webershandwick.de. Weber Shandwick teilt darin Erkenntnisse aus der (eigenen) Marktforschung und Learnings aus der Arbeit im digitalen Raum. Machen wir uns auf die Pirsch nach den Themen von morgen!

Über die Chemie von digitalen menschlichen Beziehungen

Das ganze Thema Social Media hat doch etwas mit Chemie zu tun. Konkret: der Beziehungschemie. Rick Liebing hat dieses Thema aufgegriffen und in einem Periodensystem (der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Chemieunterricht in der Schule) dargestellt. Nun, für alle die Chemie bisher blöde fanden, könnte sich das heute schlagartig ändern. Dieses Periodensystem ist nicht nur sehr inspirierend, sondern sollte auch als Anleitung für die tägliche Arbeit verstanden werden. Mich hat es zum Nachdenken gebracht, wie Marken derzeit das Thema Social Media aufgreifen. Mal ehrlich: Nicht für jedes Unternehmen und jede Marke eignet sich die gesamte Klaviatur (sorry: Periodensystem). Wir als Agentur sollten den richtigen Mix für unsere Kunden finden. Das System hilft uns dabei.

Periodensystem der Social Media Elemente

PS: Die Legende gibt es im Originaleintrag.

[via flickr.com - thanks to Rick Liebing ... you had an fantastic idea! - original post on eyecube]

SINNvolle Windows Fehlermeldungen

Ja, die gibt es. Dank einer sensationellen Idee aus Japan wird jede Windows Fehlermeldung zur sinnhaften Botschaft. Tatsächlich hat man in Japan an die Stelle der unpersönlichen und oft wenig hilfreichen Microsoft Fehlermeldungen Haiku Poesie Nachrichten gesetzt. Diese Haiku-Dichtung (= kürzeste Gedichtform der Welt) folgen einem klar definierten Muster: jedes poetisches Meisterwerk hat lediglich 17 Silben - 5 Silben in der ersten, 7 in der zweiten und 5 in der dritten Zeile. Kurz und knapp wie ein Atemzug. Sie werden verwendet, um eine zeitlose Botschaft zu vermitteln. Oft sind sie geprägt von wehmütigen, sehnsuchstvollen oder kraftvollen Gedanken, die durch die extreme Kürze noch prägnanter und aussagekräftiger werden … aus “302 – Object Moved or 404 – File not Found.” (Ja wohin ist sie denn gewandert?) wird dann beispielsweise (engl. übersetzt) zu: “You step in the stream. But the water has moved on. This page is not here.” Ganz ehrlich: Wir freuen uns auf die deutschsprachigen Haiku.

Haiku Kaligraphie

(via netlingo – Windows Haiku entstand ursprünglich in einer salon.com competition salon.com link)

Sematischer Raum in 3D

SIOC.ME ist eine web-basierte Anwendung, die semantische Daten innerhalb eines 3D-Raumes in Echtzeit sichtbar macht. In diesem Raum kann ein Nutzer auf einzigartig interaktive Art durch Foren und Gespräche navigieren und diese erkunden. Dieses 3D-Tool kommt damit der Vorstellung von Tim Berners-Lee – wie das Web 3.0 aussehen würde – sehr nahe:

” I think maybe when you’ve got an overlay of scalable vector graphics – everything rippling and folding and looking misty – on Web 2.0 and access to a semantic Web integrated across a huge space of data, you’ll have access to an unbelievable data resource. “

Ein besonders nützlicher Nebeneffekt der Verwirklichung eines semantisch-fähigen Web ist, dass verfügbare Geräte und Interfaces leicht die gleichen “maschinenlesbaren Daten” verarbeiten. Dies zu veranschaulichen war eines der primären Ziele dieses Projekts – die Daten werden in einer einzigartigen Form dargestellt.

Laut Spiegel Online wird auch in Deutschland fleißig an dem Thema geforscht und weiterentwickelt. Es geht vor allem darum, dass das Semantic Web die Menschen noch zusätzlich aktivieren könnte Inhalte grenzüberschreitend miteinander zu teilen. Die so gennante >> Share Economy << ist eh gerade ein Blockbuster-Thema – siehe hier.

Twitter wird zur Mainstreamkommunikation

Ich denke, ich muss Twitter – den Chat-Dienst, mit dem man kurze Updates bzw. Nachrichten für Menschen auf der ganzen Welt senden kann – nicht lange erklären. Allerdings ist die Tatsache erwähnenswert, dass sich Twitter immer mehr zu einem Mainstream-Kommunikations-Kanal entwickelt. Hunderte von Marken und Tausende von Unternehmen nutzen es bereits, um eine Verbindung mit Kunden und Mitarbeitern herzustellen. Kein Wunder also, dass es mehr als lukrativ erscheint jede Woche neue Mikro-Messaging-Dienste zu veröffentlichen, die den spezifischen Bedürfnissen moderner Unternehmensführung gerecht werden. Da verliert man gerne mal den Überblick. Wie man grundsätzlich in das Thema gut sortiert einsteigt habe ich am Wochenende in diesem Webcast gesehen. Er zeigt, wie man Twitter und andere Mikro-Messaging-Dienste bei der Arbeit nutzen kann. Das richtet sich vor allem an diejenigen, die die Vorteile und Herausforderungen dieses aufregenden neuen Mediums erkennen, und auf der Basis von ausgewählten Fallbeispielen potenzielle Fallstricke vermeiden wollen. Allerdings sollte man sich eine gute Stunde für den Webcast Zeit nehmen. 140 Zeichen haben hier ausnahmsweise nicht ausgereicht. Viel Spaß beim Eintauchen in die neue Welt.