Streetstyle-Blogger nach München geholt
Wie man A-Blogger aktiviert, zeigt ABSOLUT eindrucksvoll. Unter dem Motto “Gipfeltreffen der Stilelite” kuratierte der schwedische Wodkahersteller in München eine Ausstellung internationaler Style- und Fashionblogs. Vom 19.06.-24.06 2009 wurden die persönlichen Visionen einer “perfekten Welt” der eingeladenen Blogger gezeigt. Die Ausstellung ist Teil der globalen Kampagne “IN AN ABSOLUT WORLD” und zeigt Street Fashion Fotografien, Party Snapshots und Design- und Kunstexponate der jeweiligen Blogger.
Damit packte ABSOLUT die Damen und Herren bei der Ehre. Denn wer als A-Blogger verifiziert und eingeladen wird, fühlt sich als Teil der deutschen Stilelite schon mal per se geschmeichelt. Wer zudem aufgefordert wird, sich aktiv an der Ausstellung zu beteiligen, schreibt auch selbst darüber. Mit dabei waren bekannte Blogger wie Facehunter, Glamcanyon, F&Art, Bryanboy, Show me your wardrobe, Stil in Berlin, Les Mads, The Cobrasnake, Hel Looks und Playlust). Auch wenn nicht jeder vor Ort sein konnte: Fashion-Freunde und die Blog-Anhängerschaft freuten sich über so viel geballte Mode-Kompetenz.
… und was ist mit Zeitungen?
Ein Blick in die ACTA zeigt: Die Lage ist Ernst. Innerhalb der 20- bis 39-Jährigen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss in Deutschland gaben mit 51 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet als wichtigste Informationsquelle für das aktuelle Geschehen zu nutzen. Die Zeitung, die immerhin noch 46 Prozent als wichtigste Quellen sehen, wurde damit im Jahr 2008 erstmals überholt. Ist der Untergang der Zeitung damit besiegelt, wie uns dieser (zugegeben) schon ältere historische Filmbeitrag zeigt?
Ignorieren wir zur Abwechslung das derzeit omipräsente ökonomische Damoklesschwert über unseren Köpfen und lassen unser kreatives Herz sprechen: bedrucktes Zeitungspapier macht Spaß, ist beliebt und eignet sich zum Austoben für Journalisten & Co. … keine Angst vor dem weißen Blatt Papier sagt sich auch Stihl und beweist mit Stil, dass Zeitungen echt was können [via Creativity Online]. Papier ist ja geduldig.
Und weil das so ist hat sich der Art Director Jacek Utko dem Design von Tageszeitungen in verschiedenen osteuropäischen Ländern angenommen. Auf der TED Konferenz im Februar 2009 berichtet er stolz und sehr klar zum Punkt kommend von seinem kreativen Werk und dem Erfolg der Zeitungen in den Ländern. Seht selbst:
Sechs Dinge machen also (nach Jacek Utko) eine gute Zeitung aus:
Sie ist (1) unabhängig, hat ein klares (2) Format, beschäftigt sich mit (3) lokalen Dingen, kennt die (4) Nische oder vermeidet sie bewusst, macht (5) Meinung und man liest sie zum (6) Frühstück. Jacek hat nun eine weitere Erfolgsprämisse für Zeitungen betont: (7) Design. Das Design ist zumindest für die vorgestellten Zeitungen zu einer (ökonomisch) lebenswichtigen Dimension geworden. Aber auch zu einer Charaktereigenschaft die ebenso profiliert, wie die anderen sechs Prämissen einer Zeitung. Auch wenn diese im im digitalen Zeitalter vermeintlich überholt wirken, beweist der Erfolg der vorgestellten Zeitungen das Gegenteil und eröffnet ein weiteres (kreatives) Chancenfeld für das klassische Medium Tageszeitung. Und ganz ehrlich: Wir würden alle sieben Dimensionen vermissen, wenn es keine gedruckten Zeitungen mehr gäbe.
PS: Unter den Gewinnern der World’s Best Designed Newspapers sind immer wieder bekannte deutsche Namen zu finden. 2008 war es die WELT AM SONNTAG.
SND30: The 2008 World’s Best-DesignedTM Newspapers from Society for News Design on Vimeo.
Barcodes auf der Geburtstagtorte des ZKM

Noch ist es nicht zu spät und wir können meinem alten Arbeitgeber dem ZKM gratulieren: Herzlichen Glückwunsch zum 20 Geburtstag.
Und pünktlich, wie fast zu jeder Ausstellung, wird ein neues Kapitel innerhalb der Mediengeschichte aufgeschlagen. Dieses Mal wird die Verwendung von 2D-Barcodes vorangetrieben. Dafür wurde eigens eine Barcode-CI entwickelt, die sich auf allen Print-Kampagnen und z.T. auch in Ausstellungen wiederfinden wird. Für den Vorstand Prof. Peter Weibel stellen Barcodes (“Erkenntnis-Schnittstelle” – Spex) ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation dar.
Wir sind gespannt was am ZKM als nächsten in Sachen Barcodes noch passieren wird.
Memetracker
Context of Mobile Interaction
Tom Henriksson von Nokia Interactive Advertising hat auf der OMD einen tollen Einblick in das Thema mobile Zukunft gegeben – auch für Agenturen. Seine Vision von ‘How mobile will shape the future of advertising’ dokumentierte nicht nur die Potentiale und Möglichkeiten der Technologien von heute und morgen. Er skizzierte auch ein revolutionäres Bild, dass das Handydisplay der nächste ’Screen’ ist, der das Kommunikationsverhalten der Menschen nachhaltig verändern wird … nach Fernseher, BTX, PC und ‘rise of the internet’ wird es die fünfte Revolution (Steve Ballmer hat hier eine etwas andere Perspektive) sein.
Eine tolle Arbeitsgrundlage zu diesem Thema finde ich eine Tag später auf Flickr. Dieses Schaubild erarbeitet sehr klar die unterschiedlichen Stellen des täglichen Lebens heraus und definiert die relevanten Inhalte im mobilen Kontext. Das könnte nicht relevanter für unsere tägliche Arbeit mit Social Networks, Verlängerung in andere Kanäle und Hubs sein.

Danke an die ursprüngliche Quelle auf dem Flickr Account von davidcrow.



