Studie: “Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability”

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Infografik “Socialising Your Brand” (Daten für EMEA). Als PDF anzeigen.
Die digitale Revolution, insbesondere Social Media, verändert rasant die Spielregeln der Markenkommunikation. Die Präsenz in sozialen Medien ist für Marken längst zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden.
Doch trotz der enorm schnellen Ausbreitung von Social Media und einer zunehmenden weltweiten Durchdringung des Internets ringen immer noch viele Organisationen mit der Herausbildung einer unverwechselbaren sozialen Identität. Heutige Technologien geben Marken zwar wirkungsvolle Social Media Tools an die Hand, doch Technologie allein macht noch keine Social Brand.
Weber Shandwick und Forbes Insights haben weltweit Pioniere der sozialen Markenführung nach ihren Erfolgsrezepten befragt und deren Erfahrungen in “Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability” zusammengetragen. Die Ergebnisse der Studie als Whitepaper zum Download bereit(PDF).
Führungskräfte tun sich schwer mit Social Brands
Präsenz in den Sozialen Medien ist für Marken heutzutage obligatorisch. Doch obwohl viele Unternehmen die digitale Revolution dankend annehmen, mangelt es online vielerorts an einer klaren sozialen Identität, wie die aktuelle Studie von Weber Shandwick in Kooperation mit Forbes Insights belegt.
Für „Socialising Your Brand: A Brand‟s Guide to Sociability“ wurden 1.897 Senior Executives aus umsatzstarken Unternehmen in 50 Ländern auf fünf Kontinenten befragt.
Laut Studie führen Markenverantwortliche 52 Prozent der Reputation einer Marke auf immer wichtiger werdenden Social Media Aktivitäten zurück. Es wird erwartet, dass sich diese Zahl in den nächsten drei Jahren voraussichtlich auf 65 Prozent erhöht. Obwohl 87 Prozent der Befragten angeben, ihre Marke verfolge bereits eine Social Media Strategie, befinden 84 Prozent aller Studienteilnehmer diese als verbesserungswürdig und unter „world class“ Niveau.
EMEA im weltweiten Vergleich hintenan
Weber Shandwick und Forbes Insights stellten relativ wenige regionale Unterschiede zwischen den teilnehmenden Ländern heraus. Gründe hierfür werden in der Globalität des Social Webs vermutet: Alle Akteure sehen sich mit etwa gleichen Chancen und Risiken des Social Webs konfrontiert, auch wenn der technische Entwicklungsstand mancher Regionen von dem anderer abweicht.
Vorreiter bei der Integration einer Social Media Identität in die eigene Markenstrategie ist laut Studie Nordamerika. 73 Prozent der dortigen Unternehmen haben diesen Schritt bereits vollzogen. In EMEA beläuft sich die Zahl integrierter Social Brands auf 54 Prozent der Befragten.
Auch bei der Beschäftigung eines Social Media Strategists oder Managers bleibt die EMEA Region hinter den anderen Kontinenten zurück: 62 Prozent stehen hier 70 Prozent in den APAC-Staaten, 77 Prozent in Nord- und 78 Prozent in Lateinamerika gegenüber.
Kluft zwischen Theorie und Praxis
Was ist also nötig, um zur Elite der besten Marken weltweit zu zählen? Laut Studie sind die Interaktion mit Zielgruppen, unternehmenseigene Social Media Inhalte sowie weiterführende Nachrichten, Sonder-angebote und Veranstaltungen wichtige Stationen auf dem Weg zu einer Weltklasse-Marke. Im Fokus steht nicht nur, die Aufmerksamkeit von Zielgruppen zu wecken, sondern vor allem, genau darauf zu hören, was sie zu sagen haben. Das gilt nicht nur für Marketingverantwortliche, sondern für das gesamte Unternehmen auf allen Kommunikationskanälen.
„Es besteht eine Kluft zwischen Theorie und Praxis sozialer Marken. Allzu oft rufen Brand Manager nach den neuesten Tools und besten Technologien, und verlieren dabei die eigentlichen Ziele ihrer Marke im Social Web aus dem Blick – zum Nachteil der Brand Community“, sagt Chris Perry, President of Digital Communications bei Weber Shandwick. „Organisationen müssen ihr Schubladendenken überwinden und Marketingkommunikation strategisch in ihr Unternehmen integrieren“, so Perry weiter. „Nur so kann eine Marke überzeugend und erfolgreich in den Dialog mit ihrer Social Community treten.“
Risiken versus Chancen
Weltweit gibt die Mehrheit der Befragten an, dass die Vorteile einer durchdachten Social Media Präsenz gegenüber möglichen Risiken deutlich überwiegen: stärkere Kundenbindung, erhöhte Marken-wahrnehmung, Identifizierung potentieller Kunden und ein verbesserter Kundenservice zählen laut Studie zu den positiven Effekten einer guten Social Media Strategie.
„Trotz inhärenter Risiken ist es heutzutage einfach keine Option mehr, das Web 2.0 bei der Markenkommunikation außen vor zu lassen. Im Gegenteil: Verantwortliche sollten die Möglichkeiten nutzen, ihre Kunden direkt anzusprechen, mit ihnen in den Dialog zu treten und Feedback einzufordern“, gibt Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick, zu bedenken. „Davon hängen heutzutage Reputation und Existenz einer Marke ab.“
Ergebnisse der Studie als Whitepaper zum Download (PDF).
Weitere Informationen unter www.webershandwick.de/Socialising.
link dose 31.10.2011

Image by Kaloozer under Creative Commons license.
Das Prinzip der Personalisierung von Videos scheint immer mehr die Runde zu machen. Neben “Museum of Me” und der neuesten Aktion “TakeThisLollipop” (nicht kommerziell), hat sich auch das Marketing von Playboy zusammen mit der Agentur Hello White Parrot an das Prinzip gewagt.
Google+: Beliebte Posts, Analysen und vieles mehr…
Nützlicher Service, um Fonds zu finden: Identifont.
Infografik: Wie Konsumenten mit Brands via Email und Social Media interagieren.
Gutes Video, um Influence und den Service Klout zu verstehen. Geht nur leider nicht auf die Probleme ein, die Klout begleiten. Alternativen zu Klout gibt’s übrigens hier.
Eventankündigung “Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability”
Die digitale Revolution, insbesondere Social Media, verändert rasant die Spielregeln der Markenkommunikation. Die Präsenz in sozialen Medien ist für Marken längst zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden. Trotz der enormen Ausbreitung sozialer Medien und zunehmenden weltweiten Durchdringung des Internets, ringen immer noch viele Organisationen damit, eine unverwechselbare soziale Identität auszubilden. Technologie gibt den Marken neue, wirkungsvolle Instrumente an die Hand sozial zu sein, aber Technologie allein macht eine Marke nicht sozial.
Weber Shandwick lädt Sie herzlich dazu ein, zusammen mit anderen ausgesuchten Marketing- und Kommunikationsexperten neun zentrale Faktoren kennen zu lernen, die Ihre Marke zu einer Sozialen Marke machen. Diese “Social Driver” beruhen auf Erfahrungen von Pionieren auf dem Feld der sozialen Markenführung, die wir in der Studie “Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability” zusammengetragen haben.
Die Studie wurde von Weber Shandwick in Zusammenarbeit mit Forbes Insights durchgeführt. Befragt wurden ca. 2.000 Entscheider aus rund 50 verschiedenen Ländern der umsatzstärksten Unternehmen weltweit. Erste Einblicke finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters 33.3.
Socialising Your Brand: A Brand’s Guide to Sociability
Wann: 2. November 2011, 12.00 – 14.00 Uhr
Wo: EA SPORTS Bar, Im Zollhafen 17, 50678 Köln
Unsere Gäste auf dem Podium sind:
Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist, Weber Shandwick
James Warren, Chief Creative Officer, Digital, Weber Shandwick
Chris Perry, President Digital Communications, Weber Shandwick
Jan Dirk Kemming, Head of Digital Germany, Weber Shandwick
Wir freuen uns, Sie bei der exklusiven Präsentation der Ergebnisse unserer Untersuchung begrüßen zu dürfen, um mit Ihnen bei einem Businesslunch über die Herausforderungen, Risiken und Chancen Sozialer Marken zu diskutieren.
Anmeldung:
Aufgrund der begrenzten Plätze wird um Anmeldung über Amiando gebeten oder per Mail an sgrimm@webershandwick.com
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link dose 24.10.2011
Diese Panoramakamera kannst Du werfen. Jonas Pfeil, Student der TU Berlin, stellte auf der diesjährigen Siggraph Asia Hongkong eine kugelförmige Panoramakamera vor, die – in die Luft geworfen – am höchsten Punkt ein Rundumfoto schießt.
Was Google, Facebook, Twitter u.a. ihren Mitarbeitern bieten: Infografik.
Take This Lollipop – Fieser Kurzfilm mit Dir in der Hauptrolle…
Econsultancy: Unternehmen antworten auf nur 5% der User-Fragen auf Facebook.
Laut Google-Manager Vic Gundotra plant Google Plus, die Klarnamenpflicht aufzuheben und Pseudonyme in Zukunft zu unterstützen.
Edgerank Checker Studie: Anzahl Facebook-Impressions sinkt (-25,15%), Anzahl Likes (+9,43%) und Kommentare (+21,15%) steigt.
Eindrücke von der f8 in Berlin

Vor zwei Tagen lud Facebook zur ersten f8 auf deutschem Boden, um auch hierzulande die jüngsten Neuerungen zu besprechen und den Austausch mit deutschen Entwicklern zu intensivieren. Obwohl hier – wie nicht anders zu erwarten – keine bahnbrechenden Ankündigungen erfolgten, fällt das Fazit zu diesem Event doch sehr positiv aus. “Nicht wirklich viel Neues, aber schön zu wissen, dass der Austausch aktiv gesucht wird”. So oder so ähnlich kann der allgemeine Tenor zur f8 in Berlin beschrieben werden, den wir aus zahlreichen interessanten Gesprächen heraushören konnten.
Inhaltlich setzte die f8 in Berlin auf die kürzlich erst ausgerollten Neuerungen im Rahmen der „Mutterveranstaltung“. Wie funktionieren diese neuen Social Apps? Was dachten sich die Entwickler bei dem neuen Dreiklang aus Timeline, Newsstream und Ticker? Wie funktionieren Games auf Facebook? Wie sehen die Entwicklungen in der mobilen Integration von Apps aus und wie baue ich das? Wie kann ich die Marketing API nutzen, um über Aktionen auf meiner Website Engagement auf Facebook zu erzeugen? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen von vier thematisch abgegrenzten Sessions auf sehr anschauliche Weise besprochen. Besonders interessant – und das nicht nur für versierte Entwickler – waren hierbei die Live-Programmierungen kleinerer Demo-Apps. Den offiziellen Abschluss markierte eine wirklich spannende Case-Study des Partners Soundcloud und eine offene Fragerunde.
Und, gab es nicht vielleicht doch noch spannende Erkenntnisse und Implikationen für die Markenkommunikation? Nicht unbedingt etwas, was wir uns nicht schon irgendwie erahnt haben, aber klarer ist uns vor allem Folgendes geworden:
- Die sogenannten Social Apps, die in der Timeline aggregiert werden, müssen einen langfristigen Mehrwert bieten. Schafft es eine Marke Interaktionen auf deren Website oder im Rahmen von langfristig angelegten „Programmen“ innerhalb einer App auf sinnvolle Weise zu verorten, kann diese als ein starker Motor für ein stetiges Engagement auf Facebook dienen. Dies könnte etwa als Erweiterung des eigenen Online-Shops oder im Rahmen von CSR-Programmen sinnvoll sein.
- Mobile ist auch für Facebook ein Fokusthema. So werden wir in naher Zukunft nicht nur zahlreiche Games mobil spielen können, sondern auch Kampagnen mobil denken und erleben dürfen. Besonders spannend ist hier die Frage, wie und wann Custom-Tabs im Rahmen der Facebook-Page auch mobil angezeigt werden können und so deren mobile Optimierung notwendig wird.
- Sponsored Stories sind ein großes Wachstumsfeld für Facebook, welche zusammen mit der Marketing API großes Potenzial für Marketer bergen. Wie schön wäre es doch, wenn jeder Kauf, jeder Like, jeder Kommentar oder einfach jede Aktion auf der eigenen Website automatisch eine „Story“ generierten.
- Facebook-Pages im Timeline-Look. Was in den letzen Wochen oft vermutet wurde, hat auch bei dieser f8 neues Futter bekommen. So wird es wohl eine Veränderung für Pages geben, die einem ähnlichen Muster wie der Timeline folgt. Wie das genau umgesetzt wird, wissen die Entwickler wahrscheinlich selbst noch nicht so genau. Beruhigend stimmte uns aber die Aussage, dass bestehende Custom-Tabs und Apps in einer Lösung „natürlich“ erhalten bleiben werden.
So zeigt es sich, dass Facebooks “Developer Relations Programm” nun auch in Deutschland angekommen ist. Der noch sehr junge deutsche Standort macht hierbei wirklich gute Arbeit! Bleibt nur noch die Frage, wann es vergleichbare Veranstaltungen mit dem Fokus auf die Marken- und Unternehmenskommunikation geben wird.
link dose 18.10.2011

Image by nate steiner under Creative Commons license.
“Sending a hand-written letter is as personal as you can get when you can’t actually be there” – schöne Idee zur Rettung der US Postal Services.
Eine Einführung in die Änderungen bei den Facebook Insights.
Facebook-Administratoren erhalten eine sehr nützliche Funktionserweiterung: Sie können nun Nutzer direkt in Beiträgen ansprechen.
European consumers top social charts. Die Studie gibt’s hier.
Die Berliner Agentur für Medienbeobachtungen AUSSCHNITT hat 55 öffentlich zugängliche Social Media Guidelines auf ihre Inhalte und Tonalitäten hin untersucht. Demnach soll nur ein Drittel aller Unternehmen seine Mitarbeiter motivieren, Social Media zu nutzen, 53% haben konkrete Inhaltsvorgaben für die Social Media Arbeit und ebenfalls ein Drittel sieht Konsequenzen vor, wenn ein Mitarbeiter gegen die Guidelines verstößt. Mehr Infos findet Ihr hier.
Eine Sammlung von 46 deutschen Social Media Guidelines.
link dose 10.10.2011
Platlas: The Social Platform Atlas. Wer einmal das gesamte Facebook-Universum für sich greifen möchte, kann sich durch dieses sehr schön aufbereitete visuelle Tutorial klicken.
Interessante Neuigkeiten bei Google Hangouts: Screensharing, gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten und API.
Die neueste Ausgabe der Think quarterly by Google.
10 Must Have Twitter Tools and Apps.
Zwei Forscher der Cornell University in Ithaca haben aus der Wortwahl in 509 Millionen frei zugänglichen englischsprachigen Tweets von 2,4 Millionen Nutzern aus 84 Ländern abgeleitet, in welcher Laune sich der jeweilige Verfasser zum Zeitpunkt des Schreibens befunden hat. Das Ergebnis: Twitter-Nutzer sind Abends am besten drauf.
LA-Pharm präsentiert neueste Trends in Print und Social Media.
Die Fanpage der Schweizer Gemeinde Obermutten mit ihren gerade einmal 80 Einwohnern hat bereits in den ersten zwei Wochen weit über 6.000 Fans gewonnen – und das mit einer ganz simplen Idee: Das Facebook-Profil eines jeden neuen Fans wird ausgedruckt und an die Gemeindepinnwand gehangen. Obermuttens Ortsvorstand erklärt in diesem Video, wie es geht.
link dose 04.10.2011

Disneys AppMATes
Ab welchem Alter sollten Kinder mit dem iPad spielen? Disneys neue Idee: Der virtuelle Autoteppich.
Facebook Reloaded – Endlich ein Grund zur Panik?
Why I’m deleting my Facebook-Account – Jye Smith über den Wunsch, einfach mal neu anzufangen…
Klout bekommt Konkurrenz – Peoplebrowsr kündigt neuen Social Influence Tracker Kred an. Mehr dazu hier.
Waffe gegen den Selbstzweifel? Warum Menschen freiwillig den Daten-Kraken füttern.
Face off: Biometrische Daten = “geistiges Eigentum” von Facebook?
VZ-Gruppe schickt überarbeitete Social Networks in einer Testversion ins Rennen. VZ-Chef Clemens Riedl zum Relaunch: “Jeder unserer Nutzer ist auch bei Facebook“.
Digitale Nachlese der dmexco 2011
Die dmexco 2011 ist Geschichte. Im dritten Jahr nach dem Umzug in die Kölner Messe scheint sich das Event erheblich weiterentwickelt zu haben. Natürlich war auch hier das Weber Shandwick-Team wieder zahlreich vertreten. Wie schon zur rp 11 haben wir unsere Eindrücke, Gedanken und Ideen in einem kleinen Paper zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!
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“Man hält zusammen, obwohl man sich regelmäßig die Köpfe einhaut”
Wie tickt die deutsche Fußballblogosphäre? Zu diesem Thema sprachen wir mit Max-Jacob Ost (alias @GNetzer), der seit 2008 die Szene beobachtet und bestens kennt. Max ist Leiter der Community beim Sportportal Spox. Schon bei der 11Freunde führte er das Format der Blogschau ein, die wir nur wärmstens empfehlen können. Seit 2010 wirft er in nun beim Münchner Sportportal wöchentlich einen Blick in die deutsche Fußballblogosphäre.
Wie haben sich Fußballblogs in Deutschland aus deiner Sicht entwickelt?
Das lässt sich natürlich nur schwierig zusammenfassen. Insgesamt ist die Blogosphäre im letzten Jahr sicherlich vielseitiger geworden. Es schießen immer noch zahlreiche neue Blogs aus dem Boden, darunter qualitativ richtig hochwertige Neuzugänge wie das Freitagsspiel (http://freitagsspiel.de/) oder das durch zahlreiche Verlinkung in „klassischen Medien“ inzwischen sehr gut etablierte Spielverlagerung (http://spielverlagerung.de/). Allerdings ist durch das Wachsen der Blogosphäre die Kommunikation der Blogger untereinander auch weniger geworden. Es gibt einfach zu viele Blogs, um bei allen auf Stand zu sein und hin und wieder noch einen Kommentar abzusetzen. Ich schaffe es ja selbst fast schon nicht mehr, wöchentlich meine Blogroll abzuarbeiten.
Im Moment wird im Umfeld Social Media/PR viel von einer Social Media Müdigkeit geschrieben. Wie sieht das in der Fußballblogosphäre aus? Wie vital ist sie?
Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht, dass diese Müdigkeit auch im Fußballbereich zu finden ist. Im Gegenteil: Nicht nur Vereine sondern auch die Fans sind gerade dabei, dieses Feld für sich zu entdecken. Wobei die Fans den Vereinen naturgemäß weiter voraus sind als der FC Bayern oder Tasmania Berlin.
In Bezug auf die Fußballblogosphäre ist die Dynamik aber meiner Meinung nach tatsächlich etwas zurückgegangen. Es gibt eine Reihe von etwa 20 bis 40 „etablierten“ Blogs, die auch untereinander sehr gut vernetzt sind. Für Neulinge ist es allerdings schwer, gleich in diese Phalanx vorzustoßen. Oft scheitert es schon am Weitblick und der Qualität der Beiträge von Blog-Neulingen. Was fehlt, ist eine „zweite Generation“ an Fußballblogs, die sich gegenseitig aus den Startlöchern hilft und irgendwann von Schreibstil und Inhalt her genauso gut ist wie die jetzige „1. Bundesliga“ der Blogger.
Die deutsche Blogosphäre wird häufig als eine vielschichtige Sammlung unterschiedlicher Bloguniversen angesehen. Gibt es bei Fußballblogs Anknüpfungspunkte an andere Themenbereiche oder lebt die Fußball-Blogosphäre relativ autark?
Ich würde schon davon sprechen, dass die Fußball-Blogosphäre recht autark ist. Zwar gibt es immer wieder Anknüpfungspunkte zu anderen Themenbereichen, meist stehen diese aber dann auch in einem sehr engen kontextuellen Bezug zum Fußball. Bestes Beispiel sind medienkritische Beiträge, wie sie zum Beispiel immer wieder im Sportmedienblog (http://sportmedienblog.de/) zu finden sind. Vielleicht liegt darin auch das Problem der Fußballblogger in Bezug auf die Blogosphäre generell. Denn von Medien und anderen Bloggern wird die Fußball-Blogosphäre meist ja immer noch sehr stiefmütterlich behandelt.
Was ist aus der Bewegung geworden, sich zu organisieren? Lebt das von Kai Lorentz initiierte Sportbloggernetzwerk noch? Was gibt es sonst für Möglichkeiten für den Austausch?
Das Sportbloggernetzwerk ist natürlich noch am Leben und immer noch Ort für gute Diskussionen und Austausch unter den Bloggern. Als zweiten Kommunikationskanal bietet sich außerdem immer noch Twitter an. Die Fußballblogger und viele Blogleser sind dort sehr aktiv und immer bereit, Neulingen zu helfen. Ich kenne kaum eine Gruppe im Internet, die so eng zusammenhält, obwohl man sich regelmäßig inhaltlich gegenseitig die Köpfe einschlägt. Würden DFL und DFB wissen, wie gut sich in der Blogosphäre Schalke-, Bayern- und Dortmundfans verstehen und auch bei Konflikten miteinander kommunizieren – man würde sich das binnen Millisekunden an die Brust heften und stolz präsentieren. Vielleicht doch ganz gut, dass man das dort noch nicht weiß.
Wie beurteilst du Aktivitäten anderer Sportmedienportale, Social Media in ihre Berichterstattung zu integrieren?
Es ist natürlich immer heikel, über die Konkurrenz zu sprechen. Ehrlich gesagt sehe ich keinen Ansatz, der bereit ist, Social Media mehr als nur halbherzig zu integrieren. Aber ich sehe das natürlich auch aus der subjektiven Sicht des bundesweit vielleicht einzigen Sport-Redakteurs, der dafür bezahlt wird, sich fast ausschließlich um Social Media- und Community-Themen zu kümmern. Aus meiner Erfahrung bei SPOX kann ich aber sagen, dass eine sinnvolle Integration von Social Media nur nutzen kann. Der Kontakt zu den Lesern wird verbessert, man kann schnell auf Kritik reagieren und bekommt sehr schnell ein Gefühl für das, was den User interessiert. Die große Community war immer fester Bestandteil von SPOX. Dass uns Social-Media-Aktivitäten sehr nahe sind, das da selbstverständlich.
Wie nimmst du die Bemühungen der Kommunikationsabteilungen der DFL-Vereine wahr, auf die Umwälzungen durch Social Media zu reagieren?
Allein, dass Bemühungen zu erkennen sind, zeigt den Unterschied zur Saison 2009/2010. Da ist in der Rückrunde 2010 enorm viel passiert. Allerdings haben die Vereine meiner Meinung nach einen wesentlichen Punkt falsch gemacht: Aus Mangel an Social-Media-Kompetenz im eigenen Haus arbeiten viele in Zusammenarbeit mit Agenturen. Die Folge: Die meisten Facebookseiten der Vereine unterscheiden sich nur marginal. Die Ansprache der User, die Inhalte, die Gewinnspiele – das ist sich alles viel zu ähnlich. Die Vereine verschenken damit die Möglichkeit, ihr eigenes Profil auch über Social Media zu transportieren. Wie viel sympathisches Potenzial da verschenkt wird, zeigt gerade der Blick in die unteren Ligen, wo sich mit viel mehr Charme um Social Media gekümmert wird. Der Twitter- und Facebook-Auftritt von Union Berlin ist dafür ein schönes Beispiel (http://www.facebook.com/1.FCUnionBerlin)
Der Profi-Fußball in Deutschland ist inzwischen stark professionalisiert. Wie funktioniert der Austausch zwischen profitorientiertem Business und Marken auf der einen Seite und Bloggern aus Leidenschaft auf der anderen Seite?
Welcher Austausch ist damit gemeint? Ich glaube, im Bereich Sponsoren vs. Blogger gibt es zum Beispiel kaum einen. Grundsätzlich kann aber vieles funktionieren, solange der jeweils „größere“ Partner immer authentisch und fair bleibt. Wer Blogger ausnützen möchte, bekommt schnell und vollkommen zu Recht eines auf die Mütze. Wer ihnen aber auf Augenhöhe begegnet, wird immer ein offenes Ohr finden. So ist zumindest meine Erfahrung. Im Übrigen glaube ich aber, dass bis auf die großen Sportartikelhersteller Adidas und Nike kaum eine Marke bisher so wirklich den Zugang zur Fanbasis via Social Media gesucht hat.
Vielen Dank für das Gespräch, Max!




