Crowdsourcing und Open Innovation im Kommunikationsmix – Teil 1: Social Activation mit Facebook Social Apps
Die aktive Involvierung von Stakeholdern mit Hilfe von Crowdsourcing-Mechanismen spielt vor allem in strategischen Überlegungen für das Social Web für viele Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Die Bandbreite der Möglichkeiten und Variationen reichen mittlerweile von einem einfachen Slogan-Wettbewerb für das neue Produkt oder die eigene Marke bis hin zur Schaffung von echten Produktinnovationen mit Hilfe von angepassten Open Innovation Prozessen. Projekte wie Dells „Ideastorm“ oder Starbucks „My Starbuck Idea“ sind im Marketingkontext mit Ihren Programmen sicherlich als Vorreiter anzusehen. Auch in Deutschland wagt man sich mittlerweile an das Prinzip. „Tschibo Ideas“ und die Ritter Sport „Blogschokolade“ sind hier wohl die spannendsten Projekte. Dabei können Crowdsourcing-Mechanismen in den verschiedensten Unternehmensbereichen und Funktionen ihren Platz finden und sowohl als eine Art Management-Philosophie verankert werden als auch als Kampagnen-Treiber fungieren. Mögliche Einsatzfelder sind hierbei:
- CRM: Optimierung des Services und die damit verbunden Prozesse
- Werbung: Auslagerung kreativer Ideen
- Gründung: Auslagerung der Investitionsmasse für ein konkretes Projekt oder Angebot (auch Crowdfunding genannt)
- CSR: Auslagerung der Projektvorschläge und deren gemeinsame Umsetzung im Rahmen der CSR-Strategie
- Innovation: Schaffung neuer Produkte oder Dienstleistungen (Open Innovation)
Mittlerweile haben sich recht viele Anbieter auf dem deutschen Markt positioniert, die sich entweder auf kampagnenfähige Programme spezialisiert haben, wie etwa UnserAller oder sich sogar an komplexe Problemstellungen in gesellschaftlichen und sozialen Feldern wagen, wie etwa OpenIDEO. Weitere Plattformen wie 12Designer bieten konkrete Dienstleistungen über ihre Community an.
Wer sich noch tiefer mit der Materie des Crowdsourcing beschäftigen will, wird hier, hier und hier fündig. Wir wollen uns in einer kleinen Reihe mit den Implikationen von Crowdsourcing und Open Innnovation für den Kommunikationsmix beschäftigen. So stellen wir uns die Frage: Wie erreiche ich eine möglichst breite Öffentlichkeit mit meinem Programm?
Hierbei wollen wir in den kommenden Wochen mögliche Ansätze anhand von Beispielen diskutieren. Als wirklich essentiellen Bestandteil haben wirals Starter den Ansatz der Social Activation rausgepickt. Social Activation meint hier die Verbreitung eines Projektes über die Nutzer bzw. Teilnehmer selbst. Ob ein Crowdsourcing-Projekt grundsätzlich für Social Media optimiert ist (einfaches Teilen, Einladen etc.), ist sowohl bei der Planung eigener Plattformen, als auch bei der Auswahl einer geeigneten Third-Party Plattform ein wichtiger Faktor. Besonders spannend wird es bei der Frage der Facebook-Integration, da ein Projekt, welches auf eine große Anzahl an Teilnehmern aus ist und zudem zusätzliche Aufmerksamkeit generieren will, nicht am größten Social Network der Welt vorbeikommen dürfte. Einige Plattformen, wie etwa UnserAller bieten bereits Facebook Applikationen an, auf der die Funktionalitäten und Prozesse direkt auf Facebook gespiegelt werden. Hier kann man zudem Inhalte teilen und seine Freunde einladen mitzumachen.
Was passiert aber, wenn wir jede Aktion die wir im Rahmen eines Projektes durchführen, sei es wenn wir einen Vorschlag einreichen, ein Voting abgeben oder gerade ein „Badge“ erhalten haben, direkt in meiner Facebook Timeline auftaucht? Das hat ein enormes Potential! Die neuen Facebook Social Apps ermöglichen mit ihrer Subjekt-Verb-Objekt Struktur genau das! Sicherlich wird die sich Umsetzung einer Social App in ihrer Kosten-Nutzen Relation nicht bei jeden Projekt rentieren. Aber Unternehmen, die eine Crowdsourcing-Kampagne oder ein Programm planen, sollten sich dennoch unbedingt mit Facebooks OpenGraph und Social Apps auseinandersetzen oder vielleicht sogar die Grundarchitektur ihrer Plattformen auf eine Vielzahl möglicher Aktivitäten ausrichten.
Crowdsourcing via YouTube: Ridley Scott und Kevin Macdonald verfilmen den 24. Juli
Den 24. Juli bitte schon mal vormerken: An diesem Tag können YouTube-Nutzer weltweit Filmsequenzen mit Szenen aus ihrem Alltag in das Portal hochladen. Die interessantesten Einsendungen werden dann unter Regie von Kevin Macdonald zu einem experimentellen Dokumentarfilm zusammengeschnitten, der von Ridley Scott produziert wird. Der Film mit dem Titel “Life In A Day” soll eine Momentaufnahme aus dem Alltag verschiedenster Menschen in der Zeitspanne des 24. Julis werden. Die Filmausschnitte können ganz gewöhnliche Dinge sein wie der Weg zur Arbeit oder ein Sonnenuntergang, aber auch außergewöhnliche Momente – Hauptsache sie sind persönlich dargestellt.
Der fertige Film wird dann beim Sundance Film Festival 2011 uraufgeführt und ist natürlich auch auf YouTube zu sehen.
Mehr Infos gibt es hier:
http://www.youtube.com/user/lifeinaday
Brandtags?!
Der Gedanke: “Die Grundidee dieser Seite besteht darin, dass Marken ausschließlich in den Köpfen der Menschen existieren. Und daher ist eine Marke genau das, was die Menschen sagen, dass sie ist.”
Das Projekt Brandtags sammelt und erforscht was Konsumenten über Marken denken.
Man geht auf die Seite, bekommt eine Marke angezeigt und kann direkt eingeben, was einem spontan dazu einfällt. Anschließend kann man sehen, was die Menge der Nutzer bereits an Begriffen eingegeben hat – die häufigsten Begriffe sind, klassische Tagcloud, sehr groß geschrieben.
via ConnectedMarketing.de via Kosmar



