Über die Chemie von digitalen menschlichen Beziehungen

Das ganze Thema Social Media hat doch etwas mit Chemie zu tun. Konkret: der Beziehungschemie. Rick Liebing hat dieses Thema aufgegriffen und in einem Periodensystem (der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Chemieunterricht in der Schule) dargestellt. Nun, für alle die Chemie bisher blöde fanden, könnte sich das heute schlagartig ändern. Dieses Periodensystem ist nicht nur sehr inspirierend, sondern sollte auch als Anleitung für die tägliche Arbeit verstanden werden. Mich hat es zum Nachdenken gebracht, wie Marken derzeit das Thema Social Media aufgreifen. Mal ehrlich: Nicht für jedes Unternehmen und jede Marke eignet sich die gesamte Klaviatur (sorry: Periodensystem). Wir als Agentur sollten den richtigen Mix für unsere Kunden finden. Das System hilft uns dabei.

Periodensystem der Social Media Elemente

PS: Die Legende gibt es im Originaleintrag.

[via flickr.com - thanks to Rick Liebing ... you had an fantastic idea! - original post on eyecube]

Aus einem anderen Jahrhundert

Altehrwürdigen Institutionen kämpfen häufig mit ihrem verstaubten Ruf. Innovationen und Neues können sich  nicht durchsetzen, man setzt auf das bereits Bekannte. Neues wird skeptisch beäugt und von alter Routine überrannt.

Ein Beispiel dafür, dass es auch anders geht, ist die amerikanische Library of Congress. Die weltweit größte Bibliothek, die seit dem Jahr 1800 die amerikanische Geschichte und Kultur in den Gebäuden auf dem Capitol Hill dokumentiert, hat ein große Aura. Doch gerade hier wird Neues ausprobiert und eingesetzt – auch Social Media.

Unter http://www.loc.gov/blog bloggt beispielsweise Matt Raymond, Director of Communications. Viel spannender ist aber ein zweites Projekt: der Flickr-Account der Library of Congress. Unter den rund 4.500 Bildern, die eingestellt wurden, sind viele Schätze aus einer anderen Zeit (1910er, 1930er und 1940er).

Hier zwei Beispiele:
Cooling his head - N.Y. on hot day (LOC)Jim Norris, homesteader, Pie Town, New Mexico (LOC)

Ganz nebenbei hatte der Einsatz von Social Media einen weiteren Effekt. Zahlreiche Flickr-User kommentierten die Fotos und trugen so vorher nicht gekannte Hintergründe und Informationen zu Bildern aus einer vergangenen Zeit zusammen.

[via Scobleizer]