Twitter für die interne Kommunikation

Web2.0-Tools in Unternehmen werden zunehmend wichtiger. Grade vor ein paar Wochen wurde der Dienst Yammer mit einem Micro-Blogging-Dienst für Unternehmen als Gewinner der Techcrunch50 ausgezeichnet. Yammer wurde ursprünglich als Kommunikationstool des Stammbaumdienstes Geni.com zur internen Kommunikation. Existiert jetzt aber als eigenständige Firma und steht auch anderen zur Verfügung.
Während Twitter fragt, „Was machst du grade?“ fragt Yammer “Woran arbeitest du gerade?”. Ähnlich wie Twitter stellt Yammer den Mitarbeitern eines Unternehmens eine zentrale Diskussionsplattform zur Verfügung auf der Ideen, Links und Neuigkeiten ausgetauscht oder Fragen gestellt und beantwortet werden können. Die Diskussionen finden für die Teilnehmer des jeweiligen Unternehmensnetzwerks öffentlich statt und sind damit auch für neue Mitarbeiter durchsuchbar.
Größter Unterschied zu Twitter: Nutzer melden sich mit ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse an und werden anhand dieser sogleich ihrem Unternehmensnetzwerk zugeordnet.
Next08 – Getting realtime – reality check
Es war nicht leicht, sich im Vorfeld auf das Programm der Next08 einzustimmen. Zu schwierig gestaltete sich das Zusammensuchen der Informationen im Netz. Jedenfalls dann, wenn man nicht den Geheimtipp von Martin Recke kannte: Die Seite fürs Handy.
Was dann aber geboten wurde hat mir persönlich gut gefallen. Es ging viel um mobile Kommunikation, um Applikationen und Widgets, um digitale Nomaden und das Ende von E-Mail. Start-ups präsentierten ihre Ideen und Konzepte im Elevator-Pitch und so manch einer fühlte sich zurückversetzt in …. aber lassen wir das. Thomas Knüwer hat es gewohnt bissig zusammengefasst:
Was waren die Erkenntnisse für uns als Kommunikationsarbeiter? Die Anzahl der Kanäle über die sich informiert, über die aber auch kommuniziert wird steigt dramatisch. Zu beachten gilt: Inhalt und Kontext bestimmen die Wahl des Kanals.
Das merken auch Unternehmen und Organisiationen. Dabei geht es ihnen aber nicht nur um die Aussenkommunikation, sondern vor allem um die Entdeckung von Wikis, Blogs, Social networs & Co. als Tools, die internes Wissen verfügbarer, fließender machen, Kommunikation kanalisieren und Innovation fördern.
Was das mit PR zu tun hat? Jede Menge! Hier liegt ein Kommunikationsfeld brach (oder bekommen wir Agenturen nur nichts davon mit). Hier gibt es Chancen, Unternehmen, durch Kommunikationsprozesse, durch neue Techniken und durch die Implementierung von Kanälen die für Inhalt und Kontext geeignet sind, einen substanziellen Mehrwert zu bieten.



