Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 06.06.2009 bis 19.06.2009
Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.
Die Top Themen der letzten zwei Wochen
- CDU erwägt Sperrung von Killerspiel-Seiten im Netz
- SPD fällt bei Europawahl auf historisches Tief
- SPD Themen schaffen es nicht auf die Medienagenda
- CDU/CSU erzielen gutes Ergebnis bei Europawahlen
- Grüne bei Europawahlen in Freiburg stärkste Kraft
Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen
-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion
Aktivitätsindex
Auch die Bundeskanzlerin konnte die Zahl ihrer Posts erhöhen – und das mit überwiegend positivem Response der User. Sowohl der harte Kurs bei der Arcandor-Rettung als auch die Spitzenwerte in der aktuellen Stern-Umfrage kommen gut in der Community an. Lediglich ihre Zurückhaltung bei der Abstimmung um die durchgesetzten Netzsperren erzeugt in den Social Media Widerstand. Zwei schlechte Wochen hat Guido Westerwelle zu verzeichnen. Nach durchweg positivem Involvement in der letzten Untersuchung gelingt es dem Liberalen weder mit selbstbewusstem Auftreten, noch der Stimmenthaltung bei der Netzsperren-Debatte die User für sich zu gewinnen. Zusätzlich hat er mit der Kritik an der Politik seiner Partei zu kämpfen.
Bei Künast/Trittin sowie Oskar Lafontaine konnten diesmal nicht ausreichend Kommentatoren ermittelt werden, um aussagekräftige Ergebnisse zu veröffentlichen.
Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 23.05.2009 bis 05.06.2009
Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.
Die Top Themen der letzten zwei Wochen
-Koch-Mehrin selten bei Sitzungen im Europaparlament anwesend
-CDU stößt mit Internetsperren zunehmend auf Kritik
-SPD spricht sich für Arcandor Rettung aus
-Arcandor Rettung für CDU keine Option
-Steinmeier kritisiert zu Guttenbergs Haltung zu Opel Rettung
Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen
-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion
Aktivitätsindex
Die erste Erhebung im Juni zeigt, dass die Social Web Aktivitäten kurz vor der Europawahl noch einmal deutlich verstärkt wurden: im Erhebungszeitraum wuchs der Social Media Score bei allen untersuchten Parteien zweistellig. Besonders der Linken gelang es, den Wert von 4,0 auf 4,4 zu steigern – was einem Prozentwert von 20,3 entspricht. Ebenso konnte die Linke Anteile an der Webaktivität gewinnen, liegt jedoch mit 6,2 Prozent weiter hinter der FDP auf Platz fünf. Obwohl die SPD verstärkt über Facebook-Kurzmitteilungen kommunizierte – im Erhebungszeitraum 104,3 Prozent mehr als zuvor – gab sie im Bereich der Webaktivität leicht nach. Die Liberalen hielten ihre Twitter-Aktivitäten konstant, erreichten aber fast 20 Prozent mehr User als zuvor. Die Grünen legten in der Analyse auf allen Kanälen zu, konnten sich aber im Bereich der Webaktivität nicht so stark positionieren wie im letzten Erhebungszeitraum. Insgesamt belegt die Analyse, dass Social Media-Kanäle vor allem in den entscheidenden Wochen vor der Wahl von den Parteien besonders stark genutzt werden.
Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 09.05.2009 bis 22.05.2009
Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.
Die Top Themen der letzten zwei Wochen
- SPD schwächt Forderung nach strengerem Waffenrecht ab
- FDP fordert schnelle Steuersenkung
- CDU spricht sich für Grundverschlüsselung privaten Rundfunks aus
- SPD präsentiert weitere Werbespots zur Europawahl
- Bundeskanzlerin Merkel stellt sich bei Townhall-Meeting Bürgerfragen
Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion
Aktivitätsindex
Die zweite Erhebung im Mai zeigt die Grünen als zunehmend starke Kraft im Bereich der Social Media. Auf allen Kanälen sorgte eine Ausweitung ihrer Kommunikation für zweistellige Wachstumszahlen, was den Anteil an Webaktivität um 7,5 auf 24,5 Prozent steigerte. Auch die FDP baute ihre Webaktivität aus, wobei sie ihren Fokus vor allem auf Twitter legte. Die Partei zwitscherte 30,9 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum, dies hörten 812 User. Auch das verstärkte Posten von Kurzmitteilungen auf Facebook zahlte sich aus: die Zahl der FDP-Supporter wuchs um 16,8 Prozent auf 3.328. Die beiden großen Volksparteien SPD und CDU konnten ihre hohen Anteile an Webaktivität aus der letzten Woche nicht halten. Obwohl die Union ihr Engagement bei Facebook weiter ausbaute, sank der Anteil ihrer Webaktivität auf 28,3 Prozent. Sie bleibt damit trotzdem stärkste Kraft im Web 2.0, dicht gefolgt von SPD und Grünen. Die Linke vernachlässigt Social Media nach wie vor, verliert erneut nahezu fünf Prozent und stabilisiert damit ihre unbedeutende Rolle im Web-Wahlkampf.
Kanzlerkandidat Steinmeier erreichte innerhalb der letzten zwei Wochen nur 288 Posts bezüglich seiner Person, deren Kommentare eine eher durchmischte Tonalität aufwies: Lediglich die Präsentation neuer TV-Werbespots zur Europawahl konnte die Community überzeugen.
Quantitativ betrachtet stellt dieser Erhebungszeitraum für Guido Westerwelle eine positive Entwicklung dar: Über 300 Posts mehr beschäftigten sich mit seiner Person, qualitativ zeigt sich jedoch, dass die Kommentare zu großen Teilen eine negative Tonalität aufwiesen. Lediglich seine Wiederwahl als Parteivorsitzender motivierte ein paar User, für ihn zu sprechen. Künast und Trittin liegen zahlenmäßig zwar nach wie vor weit hinten, ernteten aber durchweg positives Feedback.
Senden Sie noch oder twittern Sie schon? Wahlkampf und Web 2.0
So lautet der Titel einer Vorlesung, die Barbara Witte, Professorin für Rundfunkjournalismus und Onlinekommunikation an der Hochschule Bremen, kommenden Montag am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin hält. Die Vorlesung ist Teil der Reihe „apropos Wahlkampf – Politik und Medien im Superwahljahr 2009“. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema sind bisher rar, es sind neue Impulse zu erwarten.
Die Vorlesung findet statt am 18.05.2009 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, Hörsaal A, Ihnestraße 21, 14195 Berlin (U-Bahnhof Thielplatz, U3)
Wer nicht persönlich teilnehmen kann: die Veranstaltung wird auch per Live-Stream und Twitter übertragen, weitere Informationen hier.
Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 25.04.2009 bis 08.05.2009
Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl. Wie angekündigt haben wir den Themenindex erweitert um die Themen der Parteien.
Die Top Themen der letzten zwei Wochen
- CDU forciert Verbot von Killerspielen
- SPD präsentiert neuen TV-Spot zur Europawahl
- Merkel warnt vor Schweinegrippe-Hysterie
- Grüne versprechen 1 Million neue Jobs
- Linke erntet Spott für Forderung nach „Schutzschirm für Menschen“
Die Top-Twitter-Profile der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion
Aktivitätsindex
Der Mai zeigt die Social Community Facebook als neue Anlaufstelle für Web 2.0 Aktivitäten von Parteien: Die Grünen verdoppelten die Anzahl ihrer Kurzmeldungen im Portal und erreichen damit einen Supporter-Zuwachs von 18,1 Prozent. Damit können sie ihren Social Media Score um 10,8 Prozent auf 14,1 ausbauen. Selbiges lässt sich in der Erhebungsphase auch bei der CDU beobachten: Die Partei verstärkt ihr Engagement in Social Communities und baut ihren deutlichen Vorsprung beim Social Media Score noch weiter aus. Darüber hinaus zwitscherte sie 41,4 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum. Die SPD fuhr ihre Facebook-Aktivitäten zurück und musste geringfügig an Webaktivität abgeben.
Die FDP konzentrierte sich im Erhebungszeitraum ebenso zunehmend auf Facebook und konnte die Anzahl ihrer Supporter um 14,6 Prozent auf 2.850 erhöhen. Grund hierfür ist die Verdopplung der Kurzmeldungen. Obwohl die Linke den Anteil an der Webaktivität um 4,2 Prozent steigerte, erscheint sie als Partei im Web 2.0 weiter bedeutungslos.
Themenindex – Parteien
Das gute Ergebnis aus der letzten Erhebung konnte die SPD in den letzten zwei Wochen nicht wiederholen. Zum einen verloren die Sozialdemokraten bei der Anzahl der Posts, die sich mit ihrer Partei auseinandersetzten, zum anderen wiesen die Kommentare zur Partei eine durchweg negative Tonalität auf. Weder der neue TV-Spot zur Europawahl noch die neuen Print-Plakate konnten die Kommentatoren überzeugen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der CDU: Zwar konnte die Volkspartei Posts gewinnen – und mit der Killerspieldebatte das größte Involvement in der Community generieren – erntete aber negatives Feedback für die Sperrung von Internetseiten. Allein die Kritik an Steinbrücks Äußerungen über Steueroasen konnte die Kommentatoren überzeugen.
Die FDP machte weiter Boden gut und liegt bei der Anzahl der Kommentatoren nun mit den Grünen gleich auf. Vor allem die Ablehnung gesperrter Internetseiten generierte ein positives Feedback in der Blogosphäre.
Eine ebenso negative Tonalität dominierte die Kommentare zur Linken: Lafontaines Forderung nach einem Schutzschirm für Menschen erntete eine breite Ablehnung. Lediglich der Aufruf zu friedlichen Demonstrationen zum Tag der Arbeit fand in der Community ein positives Feedback.
Themenindex Kandidaten
Während die beiden großen Volksparteien in den Blogs ein ähnliches Involvement generieren, zeichnet sich bei der Betrachtung der Spitzenkandidaten ein völlig anderes Bild ab: Kanzlerin Merkel legt bei den Posts deutlich zu und vereint mehr als doppelt so viele Blogeinträge auf ihre Person wie Herausforderer Steinmeier. Für die Kanzlerin war es eine überwiegend stille Woche – was in der Community durchaus auf Gegenliebe stieß. Die Beruhigung in Sachen Schweinegrippe begeisterte die User ebenso wie das Schweigen zum Thema „Soziale Unruhen“. Generell ging mit der ruhigen Woche aber auch eine eher geringe Zahl an Kommentaren einher. Ein ähnliches Bild auch bei Frank-Walter Steinmeier: Lediglich 36 User konnte er mit seinen Gehversuchen im Web 2.0 zu Kommentaren bewegen, die auch noch eine negative Tonalität aufwiesen.
Die meisten Fürsprecher in dieser Erhebungsphase konnte Oskar Lafontaine gewinnen, der mehr Netto für alle forderte. Insgesamt äußerten 164 Personen ihre überwiegend positive Meinung zu diesem Thema. Bei den Grünen dominierten Nachrichten rund um Spitzenkandidatin Renate Künast das Feld. Obwohl die Grünen im Web 2.0 durchaus sehr aktiv sind, gelingt ihnen die Motivation von Fürsprechern zu ihren Kandidaten nach wie vor nicht.
Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090508_wiw-monitor
Anmerkung: Twitter löscht derzeit Tweets – eine große Menge davon wurde bei Volker Beck gelöscht. Das hat dazu geführt, dass wir unsere Auswertung manuell nachgearbeitet haben. Der Hinweis und die Erklärung dazu kam von Klas Roggenkamp/www.wahl.de – Danke Klas.
Wahl im Web Monitor – Bundespräsidentenwahl
Ausser der Reihe hat das Team die Themen der Kandidaten der Bundespräsidentenwahl erhoben und ausgewertet.
Themenindex
Zu Beginn des Social Media Monitorings vor der Wahl zum Bundespräsidenten begegnen sich die Kandidaten in Sachen Berichterstattung nahezu auf Augenhöhe. Gesine Schwan erzielte im Erhebungszeitraum mit 329 Posts nur einen leichten Vorsprung gegenüber dem Bundespräsidenten Horst Köhler.
Die Blogs wurden deutlich von der Diskussion um mögliche soziale Unruhen als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert. Gesine Schwan konnte mit 657 unterschiedlichen Kommentatoren ein beeindruckendes Involvement genierieren, das jedoch überwiegend eine negative Tonalität aufwies. Lediglich mit ihrer Ankündigung, die Politikverdrossenheit in Deutschland bekämpfen zu wollen, konnte sie einige Fürsprecher gewinnen.
Der amtierende Bundespräsident Horst Köhler konnte mit 296 Kommentatoren lediglich ein Drittel von Gesine Schwans Werten erreichen – dafür aber eine vorwiegend positive Resonanz in der Social Community erzeugen. Vor allem sein ruhiger und vorsichtiger Umgang mit möglichen Unruhen in der Gesellschaft und die Unterstützung von den Freien Wählern freuten die User.
Zusätzlich zeigte die Erhebung im Vergleich zum Monitoring der Bundeswahl, dass die Leser signifikant mehr kommentieren als bei Themen im Kanzlerkandidaten-Umfeld.
Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 11.04.2009 bis 24.04.2009
Wie alle 14 Tage – die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors von Weber Shandwick
Die Top-Twitter-Profile der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion
Wie immer wurden die aktivsten Profile in die Auswertung aufgenommen. Wieder zeigt sich ein eindeutiger Trend zur Nutzung von Twitter als Kanal für die Parteien. Allerdings hält sich die Führungsgruppe seit drei Erhebungen stabil auf hohem Niveau.
Aktivitätsindex
In der aktuellen April-Erhebung konnte die FDP weiter stark zulegen. Ihr gelang erneut eine Steigerung des Social Media Scores um 14,93% auf 7,7 und der weitere Ausbau der Webaktivität um 4,96%. Obwohl die Partei ihre Facebook-Aktivitäten nahezu um die Hälfte einschränkte, konnte dies durch den deutlichen Zuwachs der Twitter Follower (+22,71%) ausgeglichen werden.
Da die CDU weniger twitterte und auch die Anzahl ihrer Facebook-Updates halbierte, gab sie mit -3,47% zwar deutlich an Webaktivität ab, bleibt aber mit 27,8% weiter bestimmende Kraft im Web 2.0. Dies ist vor allem auf die Beliebtheit der Bundeskanzlerin zurückzuführen ist, die mit 7.762 Fans bei Facebook weit mehr Unterstützer mobilisieren kann als alle anderen Spitzenkandidaten zusammen.
Die Sozialdemokraten setzten im April verstärkt auf den Microblogging-Dienst Twitter – mit Erfolg: Das Gezwitscher hörten mit 6.591 Followern doppelt so viele User wie das der CDU. Die Linke musste nach den unveränderten Werten in der letzten Erhebung von ihrer verschwindend geringen Webaktivität abgeben und liegt mit 5,9% weiter auf der letzten Position.
Themenindex
Angela Merkel muss in der aktuellen Erhebung mit nur noch 806 Blogeinträgen zu ihrer Personen den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen einstecken. Zusätzlich zeigt sich die Tonalität der Kommentare überwiegend negativ oder neutral. Vor allem die Ablehnung eines dritten Konjunkturpakets stieß in der Bloggergemeinde nicht auf Gegenliebe. Herausforderer Steinmeier hingegen konnte zum einen die Anzahl der Posts um ein Drittel steigern, zum anderen auch mehr als doppelt so viele Kommentatoren motivieren wie zuvor. Darüber hinaus gelang es ihm diesmal, ein überwiegend positives Userfeedback zu generieren. Top-Thema bleibt hier wie zuvor der Logowettbewerb.
Zwar gelang den Grünen in der aktuellen Analyse, das Involvement von vier mal so vielen Usern wie zuletzt, sie konnten jedoch weder mit ihrer Position zur Piraterie vor Somalia noch der Forderung nach mehr Offenheit der Partei gegenüber Chemie-, Auto- und Elektroindustrie punkten und erhielten durchweg negatives Feedback.
Oskar Lafontaine wiederholte die guten Werte der letzten Erhebung nicht und motivierte nur noch 97 Kommentatoren, die, wie zuletzt, nichts positives zu berichten wussten. Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Blogs zu den Spitzenkandidaten um ein Drittel.
Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090424_wiw-monitor
Wahl im Web Monitor – 28.03.2009 bis 10.04.2009
Die Top-Themen der letzten 14 Tage
- Lafontaine bei Anti-Kapitalismusdemo mit Eiern beworfen
- Merkel gespannt auf Zusammenarbeit mit Obama
- Der Logowettbewerb für Steinmeier ist entschieden
- Forderungen nach deutlicher Positionierung der Linken in der Israelfrage
- Wiederherstellung des Vertrauens in die Märkte
Die Top-Twitterer der letzten 14 Tage
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- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion
Aktivitätsindex
Die erste Erhebung im April weist die FDP als eindeutigen Gewinner aus. Ihr gelang im Erhebungszeitraum zum einen die Steigerung des Social Media Score um 13,56% auf 6,7, zum anderen konnte sie den Anteil der Webaktivität um 5,22% ausbauen. Hintergrund ist die erweiterte Nutzung der Dienste Twitter und Facebook, die ein stärkeres Interesse an den Aktivitäten der Partei nach sich zogen.
Die Linke verzeichnete beim Social Media Score erneut einen prozentual-zweistelligen Zuwachs, liegt jedoch mit 2,9 noch immer weit abgeschlagen an letzter Position, wie auch beim konstant niedrigen Anteil an der Webaktivität. Die SPD setzte verstärkt auf die Information der Unterstützer durch Facebook, indem sie die Anzahl der Kurzmeldungen um 700% steigerte und so auch die Supporterzahl im Portal auf 4.793 erhöhen konnte. Damit erreicht sie jedoch lediglich etwas mehr als die Hälfte der CDU Unterstützer, die mit 8.753 weiter führt, beim Anteil an der Webaktivität jedoch leicht verlor. Ebenso sank auch der Anteil bei den Grünen (-3,14%), liegt mit 24,7% im Erhebungszeitraum aber weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Themenindex
Die Tonalität der Kommentare zu den Spitzenkandidaten in dieser Erhebungsphase zeigt sich erneut überwiegend neutral bis negativ. Die Bundeskanzlerin konnte diesmal mit ihrer entschlossenen Forderung nach mehr Regulierung der Finanzmärkte auf dem G-20 Gipfel punkten. Ebenso erhielten die Grünen für ihren Bloggerwettbewerb zum diesjährigen Parteitag ein positives Feedback. Während Angela Merkel ihren Vorsprung bei den auf sie bezogenen Posts und der Gesamtzahl der Kommentare weiter deutlich ausbauen konnte, generierte diesmal Oskar Lafontaine als Opfer von Eierwerfern auf einer Anti-Kapitalismusdemo in Frankfurt mit 49 einzelnen Kommentatoren das höchste Involve ment. Erneut gelang es der SPD nicht, mit politischen Themen zur Diskussion anzuregen: das am häufigsten kommentierten Thema war wie in den Erhebungen zuvor der Logowettbewerb für den Kanzlerkandidaten, gefolgt vom Jovoto Kreativwettbewerb.
Der Zuwachs des Involvements bei Angela Merkel geht hauptsächlich zu Lasten von Guido Westerwelle, dessen Anzahl an Posts und Kommentaren stark zurück gingen. Erneut erntete er negativen Response für seine Wirtschaftspolitik.
Die Grünen verloren weiter und konnten diesmal insgesamt nur 25 Kommentare initiieren.
Wahl im Web Monitor – 03.03. bis 16.03.2009
Die Ergebnisse des aktuellen Wahl-im-Web-Monitors.
Die Top-Themen der letzen 2 Wochen
- Steinmeier und seine Schirmherrschaft des Linux-Tages 2009
- Oskar Lafontaine zum „brutalen Kapitalismus“
- Merkel und Schwarzenegger eröffnen CeBit
- Steinmeier auf Wählerfang in Merkels Bundestagswahlkreis
- Merkel nutzt Winnenden um Wählergunst zu gewinnen
Aktivitätsindex
Die FDP ist der Gewinner der vergangenen 14 Tage, mit einem Anstieg der Social Media Aktivität von 19,6%, dicht gefolgt von Die Linke. Mit hohen Social Media Scores bleiben die Koalitionsparteien Spitzenreiter, obwohl die SPD etwa 2% ihres Anteils an der gesamten Webaktivität im Social Web eingebüßt hat. Die Umstellung des SPD YouTube Accounts auf „Wahlkampf `09“ hat eine geringere Anzahl der Videoclips zur Folge. Das wirkt sich letztlich auf den Social Media Score aus. Die CDU konnte dagegen ihre Vorreiterrolle festigen. Die Linke engagiert sich stärker und wird bei Facebook und Twitter aktiver, sichtbares Zeichen ist die Zunahme an Profilen (z.B. „Oskar Lafontaine“). Die Linke ist auch im Web 2.0 angekommen.
Auffällig ist bei Außenminister Steinmeier das Verhältnis der Anzahl der Posts zur Anzahl von Kommentatoren. Die Themen von Steinmeier haben die Social Community am stärksten involviert. Dennoch ist bei Merkel und Steinmeier das hohe Involvement der Social Community inhaltlich eher neutral bis negativ zu bewerten.
Die Opposition konnte mit einigen Themen bei der Social Community positive Resonanz erzeugen. Mit seinen Forderungen zur Lohnpolitik und Finanzkrise hat Oskar Lafontaine auffällig viele Kommentatoren mit positiven Beiträgen für sich aktiviert.
Ein Corporate-Twitter macht noch keinen Social Media-Sommer
Alle warten sehnsüchtig auf den Frühling, und in Vorfreude twittert es wild über das Internet. Besonders laut wird gerade in Agenturen diskutiert, wie und ob Corporate Twitter ein valider Weg zu Kunden und Nutzern ist. Wir bei Weber Shandwick haben mit dem T-Mobile G1 Twitter unseren Anteil daran.
Auch wenn wir Twitter für uns und unsere Kunden einsetzen, sind beileibe nicht alle kursierenden Corporate Twitter-Ansätze gut für die langfristige Akzeptanz von Twitter als PR-Kanal. Es entstehen beängstigend viele Corporate Twitter-Konzepte, die besser Pressemitteilungen geblieben wären. Zu oft haben die Twitter-Ansätze keine Substanz und Strategie, sie diskreditieren letztlich den Corporate Twitter.
Die Corporate-Twitter-Inflation ist symptomatisch für den derzeitigen Wandel in der PR und den Agenturen. Denn wer heutzutage Social Media nicht im Leistungsportolio stehen hat, gilt bestenfalls als antiquiert, schlimmstenfalls dem Untergang geweiht. Bei aller Begeisterung über die neue Medienwelt: Wirklich sinnvolle Ansätze funktionieren eigentlich nur, wenn nicht nur mehrere Social Media-Kanäle bespielt, sondern zudem auch auf das engste mit den Old School-PR-Aktivitäten verzahnt werden. Wir bei Weber Shandwick sprechen dann von Inline, einer ganzheitlichen Betrachtung von Zielgruppen, deren Medienverhalten und der daraus resultierenden Ansprache von offline bis online.
Für den Launch des T-Mobile G1 in Deutschland haben wir nicht nur Twitter eingesetzt, sondern mit einem Themenblog einem Newsaggregator und einem Blogger-Event sowie Auftritten auf den Branchenveranstaltungen den Diskurs im Social Web aufgenommen. Einher gingen klassische PR-Maßnahmen wie Pressekonferenz, Testgeräte-Previews und Medienkooperationen. Twitter darf nicht Selbstzweck sein, sondern nur Teil eines wohlabgestimmten PR-Instrumentariums. Und das wird im Twitter-Hype zu oft ausgeblendet.
Ein Corporate-Twitter macht noch keinen Social Media-Sommer – aber Lust auf mehr.







































