Wahl-im-Web-Monitor – Die Wahlen in Social Media
Obama hat´s getan. McCain auch. Und spätestens nach der Präsidentschaftswahl in den USA haben auch diesseits des Atlantik die Parteien verstanden, dass via Social Media Kanäle Fürsprecher und letztlich Wähler mobilisiert werden können. Ob CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90 / Die Grünen oder Die Linke, alle namhaften deutschen Parteien sind schon heute in Blogs, auf Facebook, das Videoportal YouTube oder im 140-Zeichen-Dienst Twitter vertreten. Spannend ist dabei die Frage, wie stark sich Parteien und ihre Spitzenkandidaten im Social Web über politische Themen äußern und wie sich daraufhin das Involvement ihrer Fürsprecher und Gegner bis zur Bundestagswahl 2009 ändert. Genau das wird der Weber Shandwick Wahl im Web Monitor in den nächsten Wochen und Monaten beobachten.
Alle 14 Tage wird auf www.wahl-im-web-monitor.de bis zur Bundestagswahl ein Social Media-Report erscheinen, der die Aktivitäten der Parteien und ihrer Kommentatoren auf YouTube, Twitter und Facebook erhebt. Dargestellt wird auch, welche politischen Themen im Zusammenhang mit den Spitzenkandidaten am stärksten im Social Web diskutiert werden. Somit entsteht neben einem quantitativen Aktivitätsindex ein qualitativ ausgewerteter Themenindex.
Der Aktivitätsindex beschreibt vergleichend die Webaktivität der einzelnen Parteien und ihrer Kommentatoren. Weber Shandwick misst dafür die Aktivitäten in den Kanälen Youtube, Twitter und Facebook. In die Bewertung fließen dabei die Aktivitäten (Filme auf Youtube, Tweets und Posts auf Facebook), die Kontakte (Abonnenten der Youtube Channels, Follower bei Twitter und Supporter/Freunde bei Facebook). Aus den Zahlen kumulieren wir den Social Media Score als Indikator für Webaktivitäten. Auf Basis einer Nullmessung (Januar 2009) stellt der Aktivitätsindex Ab-/Zunahme von Aktivität im Social Web dar. Der jeweilige Anteil der Parteien an der Gesamtzahl aller Aktivitäten wird prozentual dargestellt.
Der Themenindex gibt Auskunft über die in Zusammenhang mit den Spitzenkandidaten aktuell am meisten diskutierten Themen. Dabei stellt er die Aktionen, d.h. das Involvement der Social Web-Community, als Reaktion auf die aktuellen politischen Themen dar. Anhand der Anzahl der Kommentatoren und ihrer Posts auf Blogs, Video- und Fotoportalen sowie MicroMedia wird ermittelt, welche Themen im Social Web aktiv diskutiert werden und welche Politiker mit welchen Themen die höchste Aufmerksamkeit erzielen. Die im Erhebungszeitraum am häufigsten diskutierten Top-Themen werden den Spitzenkandidaten zugeordnet und farblich markiert nach ihrer positiven, neutralen oder negativen Tonalität ausgewiesen.
Die Datenerhebung erfolgt mithilfe von Radian6, einem von Weber Shandwick mitentwickelten Social Media Monitoring Tool. Damit ist gewährleistet, dass neben Daten aus den wichtigsten Partei- bzw. Kandidatenprofilen von YouTube, Facebook und Twitter auch der Einfluss anderer deutschsprachigen Blogs, Video- und Fotoportale und Micromediaangebote im Wahl im Web Monitor berücksichtigt wird.
Anfang nächster Woche werden die Ergebnisse der aktuellen Erhebung veröffentlicht.
Interview zum Thema Creative Commons
Schon vor einiger Zeit haben wir hier über den Flickr-Account der Library of Congress berichtet, die ihre Bildbestände in digitaler Form öffentlich zugänglich machte und von Internetnutzern mit zusätzlichen Informationen bestückt wurden. Eine ähnliche Initiative sind die Creative Commons, die es inzwischen seit sechs Jahren gibt. Über die Chancen und Potentiale von Creative Commons-Lizenzen für dialoggetriebene PR im Social Web habe ich ein kurzes Interview mit Markus Beckedahl geführt, der Creative Commons in Deutschland vertritt und sich auch auf seinem Blog netzpolitik.org mit Themen der Informationsgesellschaft auseinandersetzt.
Was sind die Creative Commons-Lizenzen in einigen Sätzen zusammengefasst?
Creative Commons bietet kostenfrei verschiedene international standardisierte Lizenzen, die das Urheberrecht flexibler gestalten und Nutzungsfreiheiten gewähren. Als Urheber kann ich mir aussuchen, ob meine Werke zu kommerziellen oder nicht-kommerziellen Zwecken genutzt werden können, sowie ob sie weiterbearbeitet werden dürfen oder nicht.
Gibt es Ihnen bekannte deutsche Beispiele aus der PR, in der Creative Commons Lizenzen eingesetzt wurden?
PR ist ja ein weit gefasster Begriff. Beispiele aus Deutschland gibt es viele. Netlabels aus dem Musik- und Filmbereich (Thinner.cc oder vebfilm.de) nutzen CC erfolgreich zur Promotion und bauen darauf neue Geschäftsmodell auf. Die ATP als Tennis-Marke nutzt CC-Lizenzen für viele Bilder und Inhalte. Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace nutzen CC-Lizenzen aus moralischen und pragmatischen Gründen.
Öffentliche-Rechtliche Sender wie der NDR nutzen in verschiedenen Sendungen CCV-Lizenzen, weil sie von Mundpropaganda-Effekten profitieren wollen und sich explizit wünschen, dass ihre Inhalte auch an anderen Orten auftauchen als ihre eigenen Seiten.
Dazu muss man sagen, dass Creative Commons Lizenzen noch sehr jung sind. Das Potential wird erst langsam erschlossen, aber wir sehen immer mehr positive Beispiele.
Was ist das Potential des Einsatzes von Creative Commons für die PR?
Creative Commons Lizenzen bieten die Möglichkeit, effektiver von Mundpropaganda-Effekten zu profitieren. Das Urheberrecht verbietet standardmässig die Weitergabe von Werken, sofern nicht ausdrücklich die Genehmigung erteilt wurde. Für Nutzer ist es schwierig zu unterscheiden, ob dieses gewährt wurde oder nicht. Bei Creative Commons lizenzierten Werken ist die Erlaubnis direkt eingebaut. Gleichzeitig können z.B. Nutzer in Kampagnen und Aktionen eingebunden werden, indem sie z.B. an Remix-Wettbewerben teilnehmen und/oder eigene Ideen beisteuern.
Verliert ein Unternehmen nicht integrale Bestandteile seiner Marke, wenn es seine Inhalte zur Weiterverwendung und -verarbeitung freigibt?
Die Kontrolle über die eigene Marke ist auch ohne Creative Commons Lizenzen im Netz nicht mehr wirklich vorhanden. Schutzrechte wie das Markenrecht bleiben auch bei der Verwendung der CC-Lizenzen bestehen. Ausserdem ist es eher die Frage, wer heute noch die Marke definiert und mit Leben füllt – das Unternehmen oder die Kunden/Nutzer?
Verhindern die Unklarheiten bei dem Ausdruck “nicht kommerziell” noch den Einsatz von Creative Commons in der PR-Arbeit? Wann wird hier Klarheit bestehen? Ein Beispiel: ist “nicht profit-strebend” gleichzusetzen mit nicht kommerziell?
Nicht-kommerziell ist erstmal ein Signal, dass bei offensichtlichem Gewinnstreben nicht-kommerziell lizenzierte CC-Werke nicht benutzt werden dürfen. Passiert dies doch, ist dies eine Verletzung der Lizenz und die Mechanismen des Urheberrechts treten in Kraft. Ansonsten arbeitet Creative Commons international an einer Lösung, wie man eine genauere Definition von nicht-kommerziell hin bekommt. Für die einen bedeutet es nicht-nach-proft-strebend und für andere darf dabei gar kein Geld fließen.
Großen Auftrieb erhielt das Flickr-Commons Projekt im letzten Jahr, bei dem öffentliche Bildbestände digitalisiert und mit der Öffentlichkeit zusammen um Informationen ergänzt wurden. Bieten sich für Unternehmen ähnliche Chancen eines Dialogs bei ihrem Bild- und Videomaterial durch den Einsatz von CC-Lizenzen? Oder sind ungeklärte Bildrechte (liegen sie beim Fotografen, Produzenten bzw. sind Rechte Dritter involviert) ein Hindernis hierfür?
Ungeklärte Bildrechte sind immer ein Problem, nicht nur bei der Nutzung von Creative Commons Lizenzen. Eine wichtige Bedingung von CC ist die Namensnennung, in der Regel verbunden mit einem Link zum Urheber. Dies bietet viele Potentiale. In der Regel sind Nutzer motivierter, zum Urheber zu verlinken und/oder Werke zu remixen, wenn sie explizit die dazu Erlaubnis haben und kein schlechtes Gewissen oder Angst verspüren, in Zeiten von “Raubkopierer sind Verbrecher-Kampagnen” eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.
Macht die zunehmende Einbeziehung von Social-Media-Aktivitäten in der PR, die immer mehr dialoggetrieben sein sollte, auch den Creative Commons-Einsatz notwendig oder beschleunigt ihn gar?
Creative Commons Lizenzen sind die richtigen juristischen Werkzeuge für vieles, was Nutzer in Dialog-Prozesse einbezieht und sie kreativ mitmachen lässt. Sie sind international standardisiert und die passende Antwort auf User-Generated Content. Das normale Urheberrecht verkompliziert alles und erfordert ein halbes Jura-Studium in der richtigen Nutzung. Das kann man niemanden zumuten.
Politik 09
Für das Jahr 2009 steht die Bundestagswahl an. Für uns von der DDD ist es natürlich spannend zu verfolgen, über welche Kanäle die Parteien ihre Wähler ansprechen wollen und wie sie versuchen werden neue Wählergruppen, wie zum Beispiel die Digital Natives, zu akquieren.
Dass das alte System der Kommunikation steht in der Krise steht, dass erfahren wir zur Zeit nahezu jeden Tag aus Tageszeitungen gleichermaßen wie aus Blogartiklen etc. Daher umso spannender zu erfahren, wie sich beispielsweise die SPD für das kommende Wahljahr in Fragen der digitalen Kampagnenfühurng ausrichten wird. Leider leidet der Beitrag etwas unter der Qualität der Aufnahme, aber dennoch bietet er eine guten Einblick in die Stratgie. Es spricht Kajo Wasserhövel (Bundesgeschäftsführer der SPD) zum Thema “Digital Campaigning” auf der CeBIT Vision.
via Lumma
Wie andere Agenturen das Thema Social Media angehen …
… und wie sie (wir) die besten Insights (gold nuggets) aus den Social Media Networks rausholen. Ein sehr guter Zusammenschnitt der Möglichkeiten und Chancen für Agenturen, welcher anlässlich des iMedia Agency Summit im May diesen Jahres entstanden ist. Besser als jede Wochenendlektüre.
Linksaußen und Social Media
Vor ein paar Wochen nach einem frustierenden Fussball-Wochenende ertappte ich mich dabei, wie ich über die Parallelen der Social Media-Herausforderungen für die PR und dem Außenverteidiger nachdachte. Damit nicht ein falscher Eindruck entsteht: die Arbeit mit Social Media macht mir wahnsinnig viel Spaß, frustierend war an diesem besagten Wochenende vielmehr die Leistung zweier Außenverteidiger von der Weser, einer immerhin Nationalspieler.
Der Gedanke der Parallelen ließ mich die kommenden Wochen, teils bei der Arbeit, teils in Nachbetrachtung des Spiels nicht mehr los. Doch worin genau liegen die Gemeinsamkeiten? Eine der ersten ist das veränderte Rollenverständnis beider. Die digitale Kultur hat vor PR-Agenturen nicht halt gemacht, es wurden neue Positionen und Aufgaben für Social Media Expertise aufgebaut. Auch das Rollenverständnis des Außenverteidigers hat sich spätestens mit der WM 2006 fundamental verändert. Die Auslöser für beide: neue Formen der Kommunikation im Netz und effektivere taktische Spielweisen.
Einfach ausgedrückt lautete bis vor einiger Zeit die Maxime des Außenverteidigers, die Bude sauber zu halten, die eigene Seite dichtzumachen, Banananenflanken wie einst von Manfred Kaltz waren die Ausnahme. Das ist passé. Nun wird von ihm erwartet, dass er sich in neue Gefilde aufmacht, offensive Akzente setzt und gleichzeitig defensiv sicher steht. Und die PR-Agentur? Bisherige Kommunikation bleibt erhalten, neue Kanäle kommen hinzu. Bindeglied zwischen Offline und Online-Gesprächen kann nur der sein, der sich in beiden Sphären sicher bewegt und parliert.
Die Effektivität eines Außenverteidigers – nebenbei erwähnt auch mein persönliches Wohlwollen gegenüber dem Spieler – hängt im Wesentlichen von einer Fähigkeit ab: der Balance zwischen defensiver Ausrichtung und offensiven Akzenten. Parallel dazu muss im Social Web sorgfältig abgewägt und analysiert werden, welche Entwicklungen schlichter Hype sind, welche langfristig bleiben und wie sie wirken. Ohne Taktik und Strategie schallt es Pfiffe von den Rängen, die Auswechslung droht.
In das Anforderungsprofil eines modernen Außenverteidigers wie Philipp Lahm – von seinen Kollegen “Wireless Lahm” gerufen – gehört aber auch eine Pferdelunge. Das blitzschnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff, die langen Sprints an der Seitenlinie machen die Position zu einer der laufintensivsten Position auf dem Rasen. Ähnlich die Lage beim Social Media Experten: für Verständnis, Akzeptanz und Verwurzelung extern und intern bedarf es eines langen Atems und Leidenschaft.
Und das man bei oftmals harter Kritik für die Position des Außenverteidigers ebenso eine Menge Leidenschaft braucht, hab ich inzwischen auch verstanden.
All Blogs Are Not Created Equal | State of the Blogosphere 2008
Diese Nachricht kann man zunächst einmal aus der frisch veröffentlichten Studie von Technorati – State of the Blogosphere 2008. Seit 2004 wird diese Studie von Technorati nun schon aufgelegt und analysiert Trends und Themen rund ums Blogging. In der aktuellen Studie geht man allerdings noch einen Schritt weiter um Insights von und über Blogger im Allgemeinen zu dokumentieren. Dazu wurden erstmalig Blogger aktiv in die Studie eingebunden und gebeten, Aussagen zu Ihrem Leben, den verwendeten Tools, ihrer Zeit und ihren Ressourcen, die sie zum bloggen aufwenden, zu tätigen. Hinzu kommt, dass sie Aussagen hinsichtlich des Einfluss von Blogging auf ihre persönliche, berufliche und finanzielle Situation auswirkt. Das Ergebnis gibt einen sehr guten Einblick in das Leben und Denken eines ‘blogger minds’.
Hier mal direkt ein paar Zahlen und Insights vorneweg, die Euch alle hungrig machen sollten:

Blogging is…
- A truly global phenomenon: Technorati tracked blogs in 81 languages in June 2008, and bloggers responded to our survey from 66 countries across six continents.
- Here to stay: Bloggers have been at it an average of three years and are collectively creating close to one million posts every day. Blogs have representation in top-10 web site lists across all key categories, and have become integral to the media ecosystem.
Bloggers are…
- Not a homogenous group: Personal, professional, and corporate bloggers all have differing goals and cover an average of five topics within each blog.
- Savvy and sophisticated: On average, bloggers use five different techniques to drive traffic to their blog. They’re using an average of seven publishing tools on their blog and four distinct metrics for measuring success.
- Intensifying their efforts based on positive feedback: Blogging is having an incredibly positive impact on their lives, with bloggers receiving speaking or publishing opportunities, career advancement, and personal satisfaction.
Darüber hinaus vergleicht die Studie aktuelle WEB 2.0 Zusammenfassungen/ Studien aus anderen Bereichen (der Social Media Tracker von der Universal McCann ist auch erwähnt). Und es bleibt abzuwarten, was die nächsten Kapitel mit sich bringen … ich fiebere jetzt schon Tag 5 entgegen:
Traue keinem Fremden – nur digitalen Fremden
Früher war alles anders. Oder besser. Früher traute man keinen Fremden. Schon gar nicht bei Meinungen oder Kaufentscheidungen. Diese richteten sich nach Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld und Face-to-Face-Kommunikation.
Hierzu hat Universal McCann eine interessante Studie veröffentlicht. “When did we start trusting strangers” (pdf) beschäftigt sich mit mit der Frage, wie Social Media unseren persönlichen Entscheidungsfindungsprozess verändert.
Zunehmend werden nämlich immer mehr “digitale Fremde” wichtigen Influencer. Dank wachsender Social Media und den damit verbundenen Möglichkeiten, sich online zu vernetzen, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen, gesellt sich der digitale Fremde in die Reihe der Influencer. Zu den Top 4 gehören laut der Studie persönliche Empfehlungen aus dem Freundes- und Familienumfeld, von Experten, gefolgt von Emails von Freunden oder Kollegen und Instant-Messenger-Gesprächen. Danach folgen Empfehlungen, Meinungen von digitalen Fremden (die vielleicht auch schon digitale Freunde geworden sind), vor Zeitungs- und Magazinartikeln oder klassischer Werbung.
Ein weiteres interessantes Ergebnis der mit 17.000 Internetusern durchgeführten Studie sind die Einflussfaktoren auf den Grad des Vertrauens gegenüber digitalen Fremden. Die generelle Annahme, dass die jüngere, eher internet-affine Generation Social Media-Inhalten mehr Vertrauen schenkt, hat sich nicht bewahrheitet. Wesentlich wichtiger ist das Bildungsniveau. Gerade bei Blogs hat sich gezeigt, dass Meinungen von Fremden mehr vertraut wird, je höher die Bildung ist.
Die gesamte Studie ist sehr lesenswert.
AHEAD of TIME veröffentlicht Corporate Social Map für die Marke LUMIX von PANASONIC
Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns mit Methoden, wie wir die Fußspuren eines Unternehmens im Internet und insbesondere in Social Media Networks dokumentieren und für Kommunikation nutzbar machen können. Hinkelstein aus Unternehmenssicht ist dabei oft, dass nur ein (bisher) geringer Teil des digitalen Images vom Unternehmen selber beeinflusst werden konnte. Denn sowohl gute als (vor allem) negative Erfahrungen mit einer Marke werden von den Verwendern selber in Foren, Blogs und Netzwerke eingetragen … selten ohne Aufforderung und vorgegebene Inhalte der Marken.
Veröffentlichte Statements, Meinungen und individuelle Sichtweisen und Produkterfahrungen zu dokumentieren, daraus ein veritables und operativ nutzbares Bild der Marke zu skizzieren und auch noch Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten ist u. a. der Anspruch der AHEAD of TIME Gmbh. Sie hat zusammen mit Panasonic einen Social Map Analyse entwickelt, die nicht nur der digitalen Standortbestimmung der Marke LUMIX, sondern auch deren (Aus-)Richtung für die Zukunft dienen soll.
Eine Definition gibt es auch schon: Eine “Social Map” ist eine übersichtliche visuelle Darstellung der digitalen Identität. Eine “Social Map” zeigt auf welchen Plattformen und in welcher Intensität eine Person, Marke oder ein Produkt in den digitalen Medien vertreten ist. Bestenfalls wird die Markenpräsenz im Web 2.0 jedoch lediglich illustriert und dokumentiert den Status quo der Reputation. Da überzeugen mich Tools wie Radian6 oder Presidential Watch 08 (siehe Eintrag weiter unten) noch mehr, da sie unmittelbar live sind und realtime analysis in realtime planning verwandeln.
DELL bringt eigene Social Media Site | digitalNOMADS.com
Dell Angestellte, Besucher und Experten diskutieren über ihre Hoffnungen, Wünsche und Träume für eine bessere und mobilere Zukunft. Darüber hinaus werden Menschen eingeladen, an einem Whitepaper zu Thema ‘Digital Nomads’ mitzuarbeiten. Ein großartiges (Zukunfts-) Thema nicht nur vor dem Hintergrund des STORYPLANNINGS.

35x Social Media
Aaron Uhrmacher für Mashable eine Liste von 35 unterschiedlichen Anwendungen von Social Media erstellt:
Blendtec is famous for its bevy of inexpensive “Will It Blend” videos posted on YouTube and shared by millions.
Adobe maintains a list of interesting company related websites and conversations on the social bookmarking site Delicious.
Best Western sponsors a blog,“On the Go with Amy,” where the author travels the country writing about her experiences.
Cadence recently relaunched its website that now prominently promotes the company’s community.
Cisco hosts 12 blogs addressing a variety of audiences for their global business.
Coca-Cola Conversations is a blog written by company historian Phil Mooney that focuses on Coke collectibles.
Dell leverages a variety of social media platforms for customer engagement, including an island in the virtual world of Second Life.
Ford publishes news releases with lots of multimedia content and employs a social media news release format to display them in their newsroom.
Fujifilm recently launched a social network to build a community of photo enthusiasts around its newest camera.
GM uses blogs to communicate directly with its customers around topics ranging from design to green tech.
H&R Block created a Facebook fan site to aggregate its social media activities, engage customers and offer tax advice/resources.
HP used Twitter to power a scavenger hunt at a recent conference.
HSBC built the HSBC Business Network to connect entrepreneurs using blogs, videos and forums.
IBM was the first large enterprise to embrace employee blogging and now boasts thousands of blogs related to every facet of its business.
Intel has also developed many social media touch points with its software communities, which includes blogs, Twitter and virtual worlds.
Intuit sponsors the Tax Almanac wiki, where anyone can find and contribute to this resource for tax information.
Jeep connects with customers via a community page with links to photos on Flickr, the company’s MySpace and Facebook pages and a list enthusiast groups.
JetBlue employs social media as part of its training for JetBlue University, as this video explains.
Johnson & Johnson uses this blog to show another side of the company, with frequent video posts and interviews.
Lenovo launched “Voices of the Olympics Games” to aggregate posts from the athletes competing in Beijing.
Marriott CEO Bill Marriott posts regular updates and stories from his travels to Marriott properties around the world to fuel the content for this entertaining blog.
McDonalds maintains a blog to highlight the company’s corporate social responsibility efforts.
National Geographic uses Google’s new virtual world, Lively, to bring people together around its new show, LA Hard Hats.
New York Times is beta testing a Firefox add-on that allows users to share and comment on stories through a decentralized social network.
Nike started a social community on Loopd to connect athletes interested in surfing, BMX bike racing and similar activities with the brand.
SAP sponsored a global survey of social media professionals to learn more about social media worldwide.
Sears partnered with MTV to create a social network around Back to School shopping.
Southwest Airlines employees share their stories and communicate directly with customers through the “Nuts About Southwest” blog.
Sun CEO Jonathan Schwartz’s blog is the example most often cited for what the CEO blog can be.
Starbucks started MyStarbucksIdea so that customers can submit ideas for the company which are then voted on by other users, the best of which will be implemented by the company.
Toyota started its own virtual world to promote its products in Japan (site is in Japanese).
Visa launched The Visa Business Network application on Facebook to connect small business users and to help them promote their businesses to a larger community.
Wells-Fargo blogs target two audiences; one examines the company’s history and the other is for students interested in getting their finances in order.
WWE has a Facebook application, among other social networking tools and widgets, to bring fans closer to the action.
Xerox blogs address several of the company’s core B2B constituencies.
Zappos uses Twitter for employees to communicate with Zappos customers about their shared love of footwear.





