Sammeln Sie noch Likes oder investieren Sie schon in Ihre Fans?

Dass Marken in der direkten Kommunikation mit Konsumenten ganz neue Wege gehen müssen und in Social Media ihre Kontakte anders als bisher einbeziehen können, ist keine Neuigkeit mehr. Die Vorteile der „Kommunikation auf Augenhöhe“ liegen auf der Hand: Durch den direkten Kontakt steigt die Relevanz der Botschaft, sowie Affinität und Loyalität zur Marke. Die Folge ist, dass immer mehr Marken in soziale Netzwerken um Aufmerksamkeit, die meisten „Likes“ und die meisten Fürsprecher ringen. Doch am Ende wird unausweichlich immer die Frage gestellt: Was ist ein Follower oder ein “Like” eigentlich wert?
Um diese Frage zu beantworten, hat Weber Shandwick ein Whitepaper herausgegeben. Die Antwort ist simpel: Was ein “Like” oder ein Follower wert ist hängt davon ab, wie Marken mit ihren stetig wachsenden Communities umgehen. Ob sie Kontakte lediglich sammeln, oder ob sie in sie investieren.
In 10 Schritten zeigt das Whitepaper Möglichkeiten für Marken auf, in ihre Fürsprecher zu investieren. Hier geht es zum Download: “Are You Investing in Facebook Fans or Just Collecting Them?”
Social Networking ist auch irgendwie gut für die Moral … sagt hitwise.com
Der britische Telegraph hat in einen Artikel zum Einfluss von Social Networking Websites Bezug auf eine Studie von Bill Tancer genommen, der sich mit dem Suchverhalten nach bestimmten Begriffen und Themen im Netz im gesellschaftlichen Kontext beschäftigt hat. Hierfür hat er die individuellen Suchmuster von mehr als 10 Millionen Web-Usern zu Grunde gelegt. Dem Ganzen liegt die Annahme zu Grunde, dass das individuelle Suchverhalten auch Rückschlüsse auf die Veränderung der Gesellschaft zulässt.
Zwei spannende Fakten, die sich (leider bisher nur) auf den US amerikanischen Nutzer beziehen:
- Vor zehn Jahren machten Suchanfragen mit pornographischem Inhalt ca. 20% aller Anfragen aus. Seit die Bedeutung und auch Nachfrage nach Social Networking Inhalten und Websites signifikant gestiegen ist, seien die Anfragen XXX-Inhalten, insbesondere in der Altersklasse von 18 – 24 Jahren, auf insgesamt nur noch rund 10% gesunken sind. Tancer’s These hierzu ist sehr simpel und spielt mit einem der knappsten Güter von uns allen: der Zeit. Denn wer seine Zeit in Social Networks verbringt hat keine Zeit mehr sich auf den ‘Erwachsenenseiten’ rumzutreiben.
- Die Beobachtung und Auswertung der Suchanfragen im gesellschaftlichen Kontext bringt zudem noch einen weiteren Nutzen-Aspekt mit sich. Nicht nur Veränderungen in der Gesellschaft können aufgezeigt werden, sondern auch Regelmäßigkeiten im kollektiven Verhalten. So hat Tancer bspw. herausgefunden, dass es einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen zum Thema Antidepressiva zur Thanksgiving Zeit (in den USA) im November gibt. Wer möchte schon gerne allein sein?
Für viele Unternehmen (aber auch Agenturen) öffnet sich damit ein ganz neues Feld schnell und einfach qualitativ hochwertige und zudem valide Insights zu generieren. Beide Beobachtungen und Auswertungen können sicherlich so oder in ähnlicher Form auch für den deutschen Markt (und jeden anderen) angefertigt werden. Schlussendlich ist das Thema auch für SEM interessant. Nachdem ich gestern auf der OMD in den Genuss eines sehr zähen Vortrages von Google Deutschland kam (unemotional, nicht state of the art Methode, unklare Zertifizierung) erneut meine Lieblingsaufforderung: Überrasche Deine Ohren und höre auf den Konsumenten. Sich am tatsächlichen Verhalten zu orientieren spart Zeit, Geld und jede Menge Ärger. Mit den Social Networks und der Bereitschaft unserer Konsumenten ihren Gedanken freien Lauf zu lassen haben wir ein gewichtiges Pfund in der Hand, indem wir zuhören und verstehen.
Social Networking Wars
Was passiert, wenn wir es nicht mehr schaffen, unserer Nachrichten aus allen Social Networks zu lesen…die Social Network kommen zu uns und reißen sich um uns…Viel Spaß!
via neunetz.com
FriendConnect
Mit dem Social Media Baukasten FriendConnect steigt Google jetzt auch in das Geschäft mit dem Social Networking ein:
Google Friend Connect handelt es sich um eine Art Social Media Baukasten. Damit soll es Webseitenbetreibern, die bislang ohne soziale Komponenten (Social Features) ausgekommen sind, ermöglicht werden, aus einem bereits vorgefertigen Pool an Standard-Funktionalitäten wie z.B. eine Freundesliste, ein Fotoupload mit Bewertungsfunktionen und Sharing, Kommentar- und Postingfunktionen etc. diese ohne großen Programmieraufwand in die eigenen Seite zu integrieren.
Das Ganze funktioniert denkbar einfach: Man wählt aus den vorgefertigen Features, die gewünschten Funktionen aus, passt das Look & Feel der ausgewählten Gadgets über einen Editor an jeweilige Webseite an (wie man dies z.B. bei den Google-Adsense-Anzeigen ja auch macht) und integriert den dann fertigen Quellcode in die eigene Seite. Fertig!
Social Networks & Health Care
Wie ein Unternehmen und vor allem E-Commerce-Betreiber Web 2.0 und seine sozialen Effekte möglichst rentabel nutzen kann zeigte jüngst ein Beispiel aus den USA.
Wie Ecin heute berichtete konnte die auf verschreibungspflichtige Medikamente spezialisierte Preisvergleichsseite eDrugSearch.com, die Käufe der Medikamente über die Plattform erheblich steigern durch die Einführung eine Community-Komponente. Über eDrugSearc.com ließen sich preiswerte, verschreibungspflichtige Medikamente über internationale Apotheken beziehen. Der Preisvergleich wurde klassisch über eine Datenbank gesteuert, die die einzelnen Angebote vergleicht.
Das Interesse der Nutzer und die Verweildauer auf den Seiten, sowie die Anzahl der Käufe und der Käufe pro Besucher wuchsen dramatisch an, als im Februar den Nutzern die Möglichkeit eröffnet wurde, miteinander zu kommunizieren, Arzneimittel zu bewerten und sich beim Kauf gegenseitig zu beratschlagen. Das Vertrauen in das sensible Thema wuchs durch die soziale Komponente also ungemein.
Doch was genau gilt es für Händler zu beachten? Wer nicht selbst eine Community in seinen Shop integrieren möchte, kann immerhin noch auf Social Networks wie MySpace, Facebook oder StudiVZ zurückgreifen. Welche Vorteile diese mit sich bringen und worauf Händler besonders acht geben sollten erarbeitete das Marktforschungsinstitut Gartner in 10 übersichtlichen Punkten, iBusiness machte daraus folgende Checkliste:
Es gibt Social Sites und Social Platforms: Social Sites können Features wie Diskussionsforen und Konsumenten-Rezensionen enthalten. Dagegen sind Social Platforms große öffentliche Webseiten, die es Nutzern zwar erlauben, die gleichen Dinge wie auf Social Sites zu tun, aber die darüber hinaus Nutzer ermutigen und es ihnen erleichtern, Anwendungen, Mashups und Widgets zu entwickeln.
Die Konsolidierung auf dem Markt für Social Networks hat eingesetzt: Gartner schätzt, dass ein Nutzer nicht mehr als drei soziale Netzwerke sinnvoll nutzen kann. Da es aber so viele soziale Netzwerke gibt, verlagern immer mehr Nutzer ihre Aktivitäten in die großen Netzwerke wie MySpace und Facebook. Nach Einschätzung der Analysten hat sich der Markt für Social Networks noch nicht vollständig etabliert, so dass Händler mit ihren Investitionen vor allem in kleinere Angebote vorsichtig sein sollten.
Social Networks stehen für Word-of-Mouth-Marketing: Händler sollten Social Networks als mindestens so wichtig erachten wie Suchmaschinen, Rezensions- und Preisvergleichs-Sites.Social Graphs machen Mundpropaganda bekannt und nutzbar: Um von Social Graphs, also der Vernetzung von Menschen und Dingen, zu profitieren, müssen Händler verstehen, wie jedes der großen Social Networks es ihnen erlaubt, Einfluss zu nehmen. So könne die Analyse von Social Graphs zeigen, wie Nutzergruppen untereinander vernetzt sind.
Mundpropaganda wird durch Social Networks erst richtig angekurbelt: Virales Marketing ist eine der effektivsten Marketingmethoden, bedarf aber der genauen Beobachtung und Organisation. Denn virales Marketing, Mundpropaganda und der mündige Konsument, der seine Kritik in Foren mit anderen Konsumenten austauscht, birgt nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken. Wird ein Produkt schlecht beurteilt, spricht sich dies eben auch sehr schnell herum.
Anwendungen für Social Networks sind leicht zu realisieren: Über Widgets können Nutzer leicht eigene Anwendungen in Social Networks, wie beispielsweise Facebook, realisieren. Allerdings ist der Effekt für Unternehmen bislang noch ungeklärt, mahnt Gartner. Händler sollten eher Anwendungen mit konkreten Shopping-Funktionen wie Kundenservice, Hilfe bei der Produktauswahl und Feedback-Mechanismen einsetzen.
Social Networks sind eine enorme Quelle für Konsumentendaten, für Händler allerdings sind sie schwer nutzbar: Über Kundenkarten und sonstige Vergünstigungen können Konsumenten dazu motiviert werden, im Gegenzug persönliche Daten preiszugeben.
Communities, Gruppen und Netzwerke können von jedem eingerichtet werden und sind somit nicht kontrollierbar: Bietet ein Social Network zu viele Wege der Interaktion (Bsp. Werbung und Abverkauf), besteht das Risiko, dass Mitglieder dem Netzwerk den Rücken kehren. Gartner rät Händlern, ihre Präsenz auf Content aufzubauen, der von den Community-Mitgliedern selbst produziert wurde. Außerdem sollten Händler ermutigen, ihr Feedback, beispielsweise zu Produkt-Design, abzugeben. Das Ziel dabei ist, ein Forum zu schaffen, das Nutzen für andere Nutzer schafft – in Einbeziehung der Marke.
Social Networks sind noch nicht auf den Handel eingestellt: Gartner rät Händlern davon ab, zu früh Social Networks für ihre Zwecke nutzen zu wollen, denn das schmälere die Chancen der Händler, da die Nutzer durch die Kommerzialisierung von Social Networks abgeschreckt werden könnten.
Social Networks erreichen auch mobile Endgeräte: In Zukunft werden Social Networks auch zunehmend über das Handy genutzt. Hier ergeben sich auch für Händler neue Absatz- und Werbemöglichkeiten.
via digital:next


