@DB_Bahn: Retourkutschen fahren auch am Wochenende

Ein großes Thema des ersten Halbjahres 2011 war definitiv die Öffnung der Bahn auf Twitter als @DB_Bahn nach den zwiespältigen Erfahrungen des Cheftickets bei Facebook im letzten Herbst. Viel wurde geschrieben über 9 Monate Vorbereitung inklusive langem „Über-die-Schulter-schauen“ beim großen Bruder @Telekom_hilft, die Alterung des zuständigen Projektmanager um 3 Jahre, das innovative „Stresstesting“ im Vorlauf und dann ein wirklich gelungener Rollout inkl. Blogger-Roundtable und Hintergrundgesprächen in unterschiedlichen Städten. Zeit für ein kleines 3-Monats-Fazit mit großer Neugier.

Vor genau drei Monaten am 8.6. öffnete dann @DB_Bahn die Twitterpforten, und schnellte von 0 auf 6000 Follower in nur 3 Tagen empor. Seitdem verläuft das Wachstum in soliden Größenordnungen, 30+ Follower werden aktuell im Schnitt pro Tag gewonnen, und der account steht bei knapp 10.000. 65 Tweets pro Tag sind eine robuste Hausnummer am unteren Ende des Erwartungsrahmens (die Kapazitäten sind auf 300 Tweets pro Tag ausgelegt). Beeindruckend ist die Konstanz der Tweetmenge über einen recht langen Zeitraum.

Auch den Vergleich mit dem Vorbild Telekom_hilft muss die Bahn nicht scheuen. Der Account liegt bei knapp 15.000 Followern, wächst aber mit 15-20 pro Tag doch etwas langsamer, im Schnitt liegen die Anzahl der Tweets leicht über der Bahn mit 76 bei deutlich volatilerem Verlauf…

Das Fazit der Bahn selbst, vor 6 Wochen auf den Servicenotizen veröffentlicht (auch hier diente die Telekom als Vorbild für einen Ort für alle Informationen, die 140 Zeichen überschreiten), ist entsprechend tendenziell positiv. Vor allem über die sachliche Grundstimmung darf man sich dort zu recht freuen, nicht zuletzt im Lichte der Vorerfahrungen.

Bereits im Juli war eine Facebook-Erweiterung (wieder: s. Telekom_hilft) dieses Kundendienst-Portals angekündigt worden – diese ist allerdings noch nicht erfolgt. Vielleicht ist das ja auch gar nicht schlecht so – zumindest solange eine echte Facebook-Strategie bei der Bahn noch nicht in Sicht scheint.
Insgesamt scheint die Strategie der Bahn hinter @DB_Bahn also zunächst aufgegangen, eher unaufgeregt und solide, aber so war das ja auch gedacht.

Warten wir nun auf die nächsten Kundenzufriedenheitsbefragungen und schauen, ob sich die Öffnung positiv niederschlägt.

Umgekehrt beobachten wir nämlich mit großem Interesse und erheblicher Freude diese Korrelation von Kundenzufriedenheit und social media content. Carglass, schon 2x in Folge Deutschlands kundenorientiertester Dienstleister, hat aktuell eine spektakuläre Pinnwand voll von echter Fürsprache auf Facebook – gute Qualität zählt sich also aus!

Mit Blick auf die großen Serviceaccounts bleibt nur noch das Wochenendphänomen (s. die Verläufe oben) zu klären…: Obwohl die Bahn nur von Montag bis Freitag, 6-20 Uhr „Schicht“ macht, schafft die Bahn einen recht regelmäßigen Tweetflow auch übers Wochenende. @Telekom_hilft hatte über einige Monate ein sehr auffälliges Wochenendloch, obwohl das Telekom-Team zusätzlich noch Samstag die Twitterpforten öffnet – da drängt sich die Frage auf: klar – Bahnfahren ist ein Wochenendthema, aber entsteht Servicenachfrage an die Telekom nur wochentags? Die Lücken sind mittlerweile geschlossen, die Wochenenden sind ebenfalls prall gefüllt – und es steht fest: Retourkutschen fahren auf Twitter auch an Wochenenden.

RockMelt – ein neues Rock-Festival?

Könnte man vermuten. Was wie ein neues Rock-Festival klingt, ist aber der in den letzten Tagen heiß erwartete, vielversprechende neuer Web-Browser RockMelt. Warum tun sich die Entwickler denn sowas an, werden sich jetzt viele fragen. Der Browsermarkt ist längst von Internet Explorer, Safari, Chrome und Firefox beherrscht. Programme die heutzutage mehr denn je genutzt werden, da die Internetnutzung immer weiter ansteigt. Ebenso wie die Nutzung des Web 2.0 – Social Networks, Microblogging (Twitter), Blogs, etc. Ebendies war der Grund zur Entwicklung von RockMelt, die auch Ex-Netscape Entwickler forcierten.

RockMelt verbindet Social Networking und Microblogging in seiner frühen aktuellen Beta-Phase mit dem Surfen im Internet. Sidebars an den Rändern des Browsers zeigen auf der linken Seite Facebook-Kontakte aus dem Chat an. Auf der rechten Seite erhält man Updates zu seiner Facebook Wall, seinem Profil, sowie Twitter-Updates oder RSS-Feed-Updates. Nutz man den Facebook-Chat, öffnet sich ein neues Fenster mit dem Textfeld für den Chat und einer Gegenüberstellung der beiden Kontakte, ähnlich der „Freundschaften anzeigen“-Funktion. Ein besonderes Highlight sind die Share-Funktionen. Damit lassen sich Inhalte jeder mit RockMelt betrachteten Website, mit wenigen Klicks Freunden empfehlen oder auf der eigenen Wall veröffentlichen. Auch bei Twitter kann man damit Inhalte mit Followern teilen. Die Share-Funktion kann aber nicht beide Dienste gleichzeitig bedienen, wie dies z.B. TweetDeck oder Seesmic können. Die Twitter-Sidebar funktionierte in unserem Fall insgesamt noch nicht richtig. Theoretisch soll der eigene Twitterstream angezeigt werden sowie ein Großteil der Funktionen der Twitter-Website zur Verfügung stehen.


Technisch basiert RockMelt auf dem Google Browser Chrome. Mängel an der Geschwindigkeit oder Darstellungsprobleme sollten dementsprechend eher selten der Fall sein. Fraglich ist aber die Datensicherheit. Chrome alleine ist schon als Datenkralle berüchtigt. Mit den hinzugekommenen Informationen der Facebook- und Twitter-Accounts würde sich ein sehr genaues Bild der Internetnutzer erstellen lassen – zumal man all seine Facebook Informationen an RockMelt freigeben muss.

Die Datenfreigabe ist auch Bedingung für die Teilnahme an der aktuellen Beta-Testphase. Dazu müssen die Nutzer als Tester eine Einladung haben. Nicht anders als erwartet kann diese ausschließlich über Facebook an Kontakte versandt werden. Ein paar Einladungen haben wir noch: einfach einen Kommentar mit Einladungswunsch hinterlassen.

Insgesamt ist RockMelt ein schneller und ordentlich durchdachter „Browser für das Facebook-Zeitalter“. Die Idee Social Networks und Microblogging eine weitere Tür zu öffnen und die Anwendung noch einfacher zu gestalten könnte bei der breiten Nutzerschaft gut angenommen werden, sofern der Browser ausgereift ist. Durchsetzen gegen die Platzhirsche Internet Explorer, Safari, Chrome und Firefox wird er sich so schnell nicht. Eine Alternative wird er aber allemal sein. – Alleine der Name. Da sollte man sich noch mal Gedanken drüber machen.

Vom Lifestream zum Brandstream

Unsere amerikanischen Kollegen haben sich in einem White Paper näher mit dem Thema Lifestreaming und den Auswirkungen für die Unternehmenskommunikation befasst.
Lifestreaming: The White Paper (Weber Shandwick)

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 20.06.2009 bis 03.07.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- Jörg Tauss entert die Piratenpartei
- Union will Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen
- Oettinger plädiert für höhere Mehrwertsteuer
- Grüne werden Ausweitung der Netzsperren nicht akzeptieren
- Zweifel an Merkels Steuerversprechen

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion

Aktivitätsindex
Der Aktivitätsindex zeigt für die Zeit nach den Wahlen zum europäischen Parlament einen allgemeinen Rückgang der Social Media Aktivitäten der Parteien. Lediglich die Union konnte in allen Bereichen zulegen. Mit insgesamt 16.192 Supportern bei Facebook weist die Partei mehr als doppelt so viele Unterstützer auf wie alle anderen Parteien. Hauptgrund dafür ist die gestiegene Aktivität auf dem Portal: es wurden 30 Prozent mehr Kurzmitteilungen in der Community gestreut als zuvor. Anders die SPD: Bei den Sozialdemokraten war Facebook in der Auswertungsperiode nicht das Mittel der Wahl – dementsprechend mussten sie 3,2 Prozent Webaktivität abgeben. Ebenso verloren diesmal auch die Grünen einige Anteile und konnten das starke Wachstum der vorherigen Periode nicht fortsetzen. Der Social Media Score der Grünen stieg um 7,5 Prozent auf 13. Die Liberalen liegen weiter auf konstant gutem Niveau und bauten diesmal vor allem ihre Twitter-Nutzung weiter aus. Der Linken gelang es erneut, deutlich Boden gut zu machen und so startet die Partei mit zweistellig gewachsenen Social Media Score in den Juli.

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Webaktivitäten der Parteien

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Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Deutlichstes Merkmal des Themenindex der Erhebungsphase ist der starke Verlust von Posts im Umfeld der Sozialdemokraten, sodass die beiden Volksparteien diesmal wieder beinah gleich auf liegen. Der Union gelang es in der aktuellen Analyse ein deutlich stärkeres Involvement zu generieren – jedoch diesmal mit durchweg negativer Tonalität in den Kommentaren. Vor allem der Vorstoß, Netzsperren auch bei Urheberrechtsverstößen aktivieren zu wollen, wurde in der Community entschieden abgelehnt. Ebenso fiel Oettingers Vorschlag, die Mehrwertsteuer zu erhöhen bei den Usern durch. Zusätzlich war die Union wegen ihres Wahlprogrammes in der Kritik. Deutlich besser lief es hingegen für die Grünen, obwohl sie nur eine geringe Zahl an Posts im Parteienumfeld auf sich zogen, bewerteten die Kommentatoren diese wie bereits in der letzten Erhebung durchweg positiv. Vor allem mit der entschiedenen Zurückweisung der Netzsperren konnte die Partei potentielle Wähler überzeugen. Bei den Linken stieß die Forderung nach 10 Euro Mindestlohn auf Gegenliebe, obwohl sie sich ebenfalls Kritik am unrealistischen Wahlprogramm gefallen lassen musste. Seitens der FDP kann man sich über viele Fürsprecher und gute Umfrageergebnisse freuen.
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Auswertung der Top-Themen nach Partei

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Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex Kandidaten
Auch in dieser Erhebungsphase dominierte Kanzlerin Merkel das Bloggeschehen im Umfeld der Spitzenkandidaten: Mit ihrer Person beschäftigten sich 62,9 Prozent des Gesamtgeschehens. Innerhalb der Community zeigen sich jedoch deutliche Zweifel an ihren Steuerversprechen. Deutlich positiver wird hingegen ihre erneute Forderung nach einer besseren Bankenregulierung aufgenommen. Für SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier zeichnet sich in der Analyse ein dramatischer Rückgang an Posts ab, denn er erreicht fast nur noch ein Drittel des letzten Wertes. Zusätzlich werden alle Themen in seinem Umfeld überwiegend negativ kommentiert. Weder seine Verteidigung der Agenda 2010, noch seine Schätzung, dass die Bundeswehr noch mindestens zwei Jahre in Afghanistan bleibe, kann die User überzeugen. Zusätzlich muss sich Steinmeier den Vorwurf gefallen lassen, die SPD in eine Glaubwürdigkeitskrise zu führen. Ähnlich negativ ergeht es auch Guido Westerwelle – der lediglich mit Schweigen zum FDP-Strafgeld punkten kann. Bei den Grünen dominiert Jürgen Trittin die Bloglandschaft. Die Ablehnung längerer AKW Laufzeiten und die Kritik an der Atomlobby findet Fürsprecher unter den Usern. Bei den Linken findet einzig die verlorene Klage gegen den Lissabonner Vertrag positives Involvement.
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Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

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Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: Wahl-im-Web-Monitor 07. Juli 2009

Välkommna Sveriges ordförandeskap i Europeiska unionen

Nach der pannenanfälligen EU-Ratspräsidentschaft der Tschechen kommen jetzt die Schweden in Sicht. Ab dem 1. Juli übernehmen die Skandinavier, bekannt für IKEA, Volvo und Astrid Lindgren, die Ratspräsidentschaft der EU und koordinieren die Arbeit der 27 EU-Regierungen. Mit der Wirtschaftskrise, der neu zu bildenden EU-Kommission und der Durchsetzung des Vertrags von Lissabon stehen große politische Brocken an, die Staatsminister (Ministerpräsident) Fredrik Reinfeldt vor dem Centre for European Policy Studies beschrieben hat.  

Reinfeldt at the CEPS

Die schwedische Transparenz soll auch in Europa spürbar sein.  Mit einer eigenen Homepage zur Präsidentschaft http://www.se2009.eu/, die offener und transparenter sein will als die bisherigen. Die Twitter-Accounts der Schweden sind jetzt schon aktiv.

Weber Shandwick Brüssel legt zur schwedischen EU-Ratspräsidentschaft den sehr lesenswerten Guide Inside the Swedish Presidency vor, der die wichtigsten Themen, Politikfelder und Personan analysiert und zum Download bereit steht. 

Ha det så bra!

Die Antwort auf alle Fragen lautet … TWITTERVERSE

Twitterverse

[via Flickr Account von b_d_solis]

Twitter gewinnt derzeit schnell an Dynamik und ist auf direktem Weg die Trägheit des Mainstream-Bewusstsein zu durchbrechen. Compete.com Zahlen zeigen, dass rund 2,5 Millionen Menschen jeden Monat Twitter.com besuchen und die Zahl der Follower monatlich um rund 250.000 – 500.000 Nutzer wächst. Das entspricht in etwa einer Wachstumsrate von über 440% seit Mai letzten Jahres. Facebook erhält im Vergleich zu Twitter rund 41 Millionen Besucher pro Monat.

Seit es Twitter gibt steigt auch täglich die Zahl der Applications. Eine große Herausforderung wartet auf alle, die sie sortieren und strukturieren wollen. Inspiriert durch das TheConversationPrism.com (wir erwähnten es bereits schon mal hier) soll dies nun auch für Twitter geschehen und heißt TWITTERVERSE [http://www.twitterverse.com/] und wird erst demnächst offiziell vorgestellt. Das ist sicher nicht der erste Versuch der Flut an Applikationen Herr zu werden – diesmal aber ein besonders schöner und übersichtlicher.

Globale Twittermania “Just landed in…”

Just Landed – 36 Hours from blprnt on Vimeo.

Eine recht einfache Idee kommt frisch aus Amerika: Eine Anwendung durchsucht und analysiert alle Tweets nach der Formulierung “Just landed in…” sowie dem Herkunftsort des Absenders basierend auf seinem Twitter-Profil. Mit diesen beiden Informationen werden die jeweiligen Reiserouten zugeordnet und wie 3D-Kurven auf einer flachen Weltkarte dargestellt. Schaut Euch das Video an oder lest mehr auf Jer Thorp‘s Blog. Leider bildet die Suche derzeit nur die Formulierung auf Englisch ab. Ein vollständigeres Bild der Business Traveler (c-tweets) würde man sicherlich erhalten, wenn man Mandarin, Persisch, Deutsch, Französisch, etc. mit aufnehmen könnte.

Senden Sie noch oder twittern Sie schon? Wahlkampf und Web 2.0

So lautet der Titel einer Vorlesung, die Barbara Witte, Professorin für Rundfunkjournalismus und Onlinekommunikation an der Hochschule Bremen, kommenden Montag am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin hält.  Die Vorlesung ist Teil der Reihe „apropos Wahlkampf – Politik und Medien im Superwahljahr 2009“. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema sind bisher rar, es sind neue Impulse zu erwarten.

Die Vorlesung findet statt am 18.05.2009 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, Hörsaal A, Ihnestraße 21, 14195 Berlin (U-Bahnhof Thielplatz, U3)

Wer nicht persönlich teilnehmen kann: die Veranstaltung wird auch per Live-Stream und Twitter übertragen, weitere Informationen hier.

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 25.04.2009 bis 08.05.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring  zur Bundestagswahl. Wie angekündigt haben wir den Themenindex erweitert um die Themen der Parteien.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- CDU forciert Verbot von Killerspielen
- SPD präsentiert neuen TV-Spot zur Europawahl
- Merkel warnt vor Schweinegrippe-Hysterie
- Grüne versprechen 1 Million neue Jobs
- Linke erntet Spott für Forderung nach „Schutzschirm für Menschen“

Die Top-Twitter-Profile der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Der Mai zeigt die Social Community Facebook als neue Anlaufstelle für Web 2.0 Aktivitäten von Parteien: Die Grünen verdoppelten die Anzahl ihrer Kurzmeldungen im Portal und erreichen damit einen Supporter-Zuwachs von 18,1 Prozent. Damit können sie ihren Social Media Score um 10,8 Prozent auf 14,1 ausbauen. Selbiges lässt sich in der Erhebungsphase auch bei der CDU beobachten: Die Partei verstärkt ihr Engagement in Social Communities und baut ihren deutlichen Vorsprung beim Social Media Score noch weiter aus. Darüber hinaus zwitscherte sie 41,4 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum. Die SPD fuhr ihre Facebook-Aktivitäten zurück und musste geringfügig an Webaktivität abgeben.
Die FDP konzentrierte sich im Erhebungszeitraum ebenso zunehmend auf Facebook und konnte die Anzahl ihrer Supporter um 14,6 Prozent auf 2.850 erhöhen. Grund hierfür ist die Verdopplung der Kurzmeldungen. Obwohl die Linke den Anteil an der Webaktivität um 4,2 Prozent steigerte, erscheint sie als Partei im Web 2.0 weiter bedeutungslos.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

 
 
 
 

 

 

 

 

 

Themenindex – Parteien
Das gute Ergebnis aus der letzten Erhebung konnte die SPD in den letzten zwei Wochen nicht wiederholen. Zum einen verloren die Sozialdemokraten bei der Anzahl der Posts, die sich mit ihrer Partei auseinandersetzten, zum anderen wiesen die Kommentare zur Partei eine durchweg negative Tonalität auf. Weder der neue TV-Spot zur Europawahl noch die neuen Print-Plakate konnten die Kommentatoren überzeugen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der CDU: Zwar konnte die Volkspartei Posts gewinnen – und mit der Killerspieldebatte das größte Involvement in der Community generieren – erntete aber negatives Feedback für die Sperrung von Internetseiten. Allein die Kritik an Steinbrücks Äußerungen über Steueroasen konnte die Kommentatoren überzeugen.
Die FDP machte weiter Boden gut und liegt bei der Anzahl der Kommentatoren nun mit den Grünen gleich auf. Vor allem die Ablehnung gesperrter Internetseiten generierte ein positives Feedback in der Blogosphäre.
Eine ebenso negative Tonalität dominierte die Kommentare zur Linken: Lafontaines Forderung nach einem Schutzschirm für Menschen erntete eine breite Ablehnung. Lediglich der Aufruf zu friedlichen Demonstrationen zum Tag der Arbeit fand in der Community ein positives Feedback.

 

Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

 

 

 

 

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

 Themenindex Kandidaten
Während die beiden großen Volksparteien in den Blogs ein ähnliches Involvement generieren, zeichnet sich bei der Betrachtung der Spitzenkandidaten ein völlig anderes Bild ab: Kanzlerin Merkel legt bei den Posts deutlich zu und vereint mehr als doppelt so viele Blogeinträge auf ihre Person wie Herausforderer Steinmeier. Für die Kanzlerin war es eine überwiegend stille Woche – was in der Community durchaus auf Gegenliebe stieß. Die Beruhigung in Sachen Schweinegrippe begeisterte die User ebenso wie das Schweigen zum Thema „Soziale Unruhen“. Generell ging mit der ruhigen Woche aber auch eine eher geringe Zahl an Kommentaren einher. Ein ähnliches Bild auch bei Frank-Walter Steinmeier: Lediglich 36 User konnte er mit seinen Gehversuchen im Web 2.0 zu Kommentaren bewegen, die auch noch eine negative Tonalität aufwiesen.
Die meisten Fürsprecher in dieser Erhebungsphase konnte Oskar Lafontaine gewinnen, der mehr Netto für alle forderte. Insgesamt äußerten 164 Personen ihre überwiegend positive Meinung zu diesem Thema. Bei den Grünen dominierten Nachrichten rund um Spitzenkandidatin Renate Künast das Feld. Obwohl die Grünen im Web 2.0 durchaus sehr aktiv sind, gelingt ihnen die Motivation von Fürsprechern zu ihren Kandidaten nach wie vor nicht.

 

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090508_wiw-monitor

Anmerkung: Twitter löscht derzeit Tweets – eine große Menge davon wurde bei Volker Beck gelöscht. Das hat dazu geführt, dass wir unsere Auswertung manuell nachgearbeitet haben. Der Hinweis und die Erklärung dazu kam von Klas Roggenkamp/www.wahl.de – Danke Klas.

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 11.04.2009 bis 24.04.2009

Wie alle 14 Tage – die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors von Weber Shandwick

Die Top-Twitter-Profile der letzten zwei Wochen
- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion

Wie immer wurden die aktivsten Profile in die Auswertung aufgenommen. Wieder zeigt sich ein eindeutiger Trend zur Nutzung von Twitter als Kanal für die Parteien. Allerdings hält sich die Führungsgruppe seit drei Erhebungen stabil auf hohem Niveau.

Aktivitätsindex

In der aktuellen April-Erhebung konnte die FDP weiter stark zulegen. Ihr gelang erneut eine Steigerung des Social Media Scores um 14,93% auf 7,7 und der weitere Ausbau der Webaktivität um 4,96%. Obwohl die Partei ihre Facebook-Aktivitäten nahezu um die Hälfte einschränkte, konnte dies durch den deutlichen Zuwachs der Twitter Follower (+22,71%) ausgeglichen werden.
Da die CDU weniger twitterte und auch die Anzahl ihrer Facebook-Updates halbierte, gab sie mit -3,47% zwar deutlich an Webaktivität ab, bleibt aber mit 27,8% weiter bestimmende Kraft im Web 2.0. Dies ist vor allem auf die Beliebtheit der Bundeskanzlerin zurückzuführen ist, die mit 7.762 Fans bei Facebook weit mehr Unterstützer mobilisieren kann als alle anderen Spitzenkandidaten zusammen.

Die Sozialdemokraten setzten im April verstärkt auf den Microblogging-Dienst Twitter – mit Erfolg: Das Gezwitscher hörten mit 6.591 Followern doppelt so viele User wie das der CDU. Die Linke musste nach den unveränderten Werten in der letzten Erhebung von ihrer verschwindend geringen Webaktivität abgeben und liegt mit 5,9% weiter auf der letzten Position.

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Webaktivitäten der Parteien

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Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex

Angela Merkel muss in der aktuellen Erhebung mit nur noch 806 Blogeinträgen zu ihrer Personen den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen einstecken. Zusätzlich zeigt sich die Tonalität der Kommentare überwiegend negativ oder neutral. Vor allem die Ablehnung eines dritten Konjunkturpakets stieß in der Bloggergemeinde nicht auf Gegenliebe. Herausforderer Steinmeier hingegen konnte zum einen die Anzahl der Posts um ein Drittel steigern, zum anderen auch mehr als doppelt so viele Kommentatoren motivieren wie zuvor. Darüber hinaus gelang es ihm diesmal, ein überwiegend positives Userfeedback zu generieren. Top-Thema bleibt hier wie zuvor der Logowettbewerb.

Zwar gelang den Grünen in der aktuellen Analyse, das Involvement von vier mal so vielen Usern wie zuletzt, sie konnten jedoch weder mit ihrer Position zur Piraterie vor Somalia noch der Forderung nach mehr Offenheit der Partei gegenüber Chemie-, Auto- und Elektroindustrie punkten und erhielten durchweg negatives Feedback.

Oskar Lafontaine wiederholte die guten Werte der letzten Erhebung nicht und motivierte nur noch 97 Kommentatoren, die, wie zuletzt, nichts positives zu berichten wussten. Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Blogs zu den Spitzenkandidaten um ein Drittel.

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090424_wiw-monitor