Gesamtergebnis des Wahl-im-Web-Monitors

Diesmal und abschließend die Gesamtergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors zur Bundestagswahl 2009.

Am Anfang stand die Frage, ob der letzte US-Wahlkampf insbesondere in den social media so oder anders Impulse in Deutschland setzen würde. Uns war auch wichtig festzustellen, ob es diesmal eigenständige, social media getriebene Kampagnenansätze der Parteien und Kandidaten geben würde, die über das, was wir bisher gesehen hatten hinausgehen.  

Insgesamt kann man als Fazit ziehen, dass sich die Parteien zur Wahl 2009 tatsächlich eigenständige Kampagnen, vor allem jeweils unterschiedliche Wege gegangen sind, ihre Botschaften online zu platzieren. Nach unserem Aktivitätsindex ist die CDU die dominierende Partei gewesen.  Allerdings haben wir bei den kleineren Parteien im Zuge des Wahlkampfs massive Zuwächse sehen können. Die FDP hat hier die stärksten Zuwächse gehabtm, die Grünen in der Schlussphase die SPD zu deren lasten überholt. Die Linke hat zum Beispiel bei der Twitteraktivität die höchste prozentuale Steigerung  zu verzeichnen, bei Facebook hat dies die GDP prozentual geschafft.

Die Gesamtauswertung kann hier downgeloaded werden, Detailfragen beantworten wir gerne: WiWM_Abschlussauswertung_final

Wahl-im-Web-Monitor Spezial

Sechs Monate nach dem Start des Wahl-im-Web-Monitors und fünf Wochen vor der Bundestagswahl 2009 ist es Zeit, ein vorläufiges Resümee zum Online-Wahlkampf 2009 zu ziehen. Angela Merkel lächelt uns auf Facebook entgegen und Frank-Walter Steinmeier erzählt von der neuen Kampagne auf Twitter, doch diese Impressionen beantworten nicht die zentrale Frage: welchen Effekt hat diese Social Media-Aktivität wirklich auf den Wahlausgang? Was ist nach dem Obama-Social-Media-Hype in Deutschland übrig geblieben? In der Spezialausgabe des Wahl-im-Web-Monitors schauen wir uns genauer an, welche Effekte die Social Media-Gehversuche der Parteien hatten und wagen einen Ausblick darauf, wie man die klassische Markt- und Meinungsforschung durch das Social Media-Monitoring in Echtzeit ergänzen kann.

Das Ergebnis als PDF: wahl-im-web-monitor-spezial.pdf

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 18.07.2009 bis 31.07.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- Ulla Schmidts Dienstwagen auf Spanienreise gestohlen
- Andrea Nahles wünscht sich Wahnsinnsaufholjagd für die SPD
- Saarlands Ministerpräsident sieht Nachbesserungsbedarf bei MwSt
- Grüne fordern Fahrsicherheitstest für Rentner
- Steinmeier präsentiert Kompetenzteam

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

- Die_Gruenen
- FDP_Fraktion
- CDUCSU
- hubertus_heil
- gruene_jugend

Aktivitätsindex
Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl liegt die CDU in den Social Media beinahe uneinholbar vorn. Der Union gelang es in der Erhebungsphase, die Zahl ihrer Facebook-Unterstützer um 10 Prozent zu steigern. Deutlicher Gewinner ist Kanzlerin Merkel, die mit mehr als 13.000 Fans fast drei mal so viele User begeistert wie Herausforderer Steinmeier. Die SPD musste leicht Webaktivität abgegeben und reiht sich hinter den Grünen auf Platz drei ein, welche leicht ebenso etwas verloren. Besonders hervorzuheben ist die Twitteraktivität der Grünen, die mit 11.503 Followern die Statistik anführt. Die Liberalen bauten auch in dieser Analyse die Präsenz in den Social Media aus und konnten den Anteil ihrer Webaktivität etwas steigern. Der Linken gelang es in den Communities erneut zu wachsen, sie liegt jedoch weiterhin weit abgeschlagen hinter allen anderen Parteien. Vor allem die Spitzenpolitiker der Parteien sind in den Social Media nicht zu finden und behindern so das Wachstum ihrer Partei im Netz.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Der SPD gelang es auch in dieser Erhebungsphase, den deutlichen Vorsprung von Blogposts im Parteienumfeld zu halten. Erneut sind die Kommentare der User aber auch von einer negativen Tonalität geprägt. Ein besonders starkes Involvement konnte der gestohlene Dienstwagen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt generieren, jedoch empfand der überwiegende Teil der Kommentatoren die Nutzung im Urlaub als nicht angemessen. Ebenso stößt der verbreitete Optimismus der SPD auf wenig Verständnis bei den potenziellen Wählern, denn die wünschen sicher lieber mehr Inhalte im Wahlkampf. Nur unwesentlich positiver verliefen die letzten beiden Wochen für die CDU: Das erneute Aufflammen der Mehrwertsteuer-Debatte verärgerte die Kommentatoren ebenso wie die Haltung zum Mord im Dresdner Gericht. Darüber hinaus sieht sich die Union mit Rassismusvorwürfen konfrontiert, die bisher nicht eindeutig zurückgewiesen worden. Besser läuft es für die FDP: Mit der angestrebten Klage gegen die Millionenstrafe aus der Möllemann-Affäre und der Öffnung gegenüber einer Ampelkoalition im Saarland konnten die Liberalen Fürprechergewinnen. Die Grünen konnten am meisten mit dem Vorschlag eines Fahrsicherheitstests für Senioren überzeugen, während die Linke mit der erneuten Forderung nach einem sofortigen Afhanistanabzugpunkten konnte.

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex der Kandidaten
Auf Seiten der Spitzenkandidaten macht sich in der Erhebung das Sommerloch in vollem Ausmaß bemerkbar. Allen Kandidaten fiel es in den letzten beiden Wochen schwer, Kommentatoren zu motivieren. Besonders Kanzlerin Merkel konnte den Trend der letzten Wochen nicht abwenden und sorgte mit eher banalen Themen, wie ihrem neuen Internetauftritt oder einem Sommerinterview auf YouTube für Involvementin der Community. Der Streit zwischen ihr und dem CSU-Vorsitzenden Seehofer ließ die User eher kalt.
Zum dritten Mal in Folge musste Kanzlerkandidat Steinmeier drei negativ kommentierte Themen wegstecken. Weder sein Kompetenzteam noch die öffentliche Kritik an Ulla Schmidt überzeugte die User; zusätzlich sah er sich dem Vorwurf ausgesetzt, immer unsympathischer zu werden.
Besser steht hingegen Guido Westerwelle da: Indem er erneut die Abschaffung der Wehrpflicht forderte, begeisterte er die Community, generierte aber nur ein vergleichsweise geringes Involvementbei den Themen Hartz IV und seinen Äußerungen zur bevorstehenden Wahl. [* Bei Künast/Trittin sowie Oskar Lafontaine konnten diesmal nicht ausreichend Kommentatoren ermittelt werden, um aussagekräftige Ergebnisse zu veröffentlichen.]

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: Wahl-im-Web-Monitor 31. Juli 2009

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 04.07.2009 bis 17.07.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- Clement kritisiert Gabriels Haltung bei Atomkraft
- FDP fordert drastische Hartz IV Kürzung
- Schlagersänger Christian Anders beschimpft Bundeskanzlerin
- Lafontaine und Gysi loben Papstforderung nach moralischer Wirtschaft
- Grüne fordern Schließung von Krümmel

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion

Aktivitätsindex
Die Sommerpause in der Politik macht sich auch im aktuellen Wahl-im-Web-Monitor bemerkbar: Im Vergleich zur vorherigen Erhebung ist das Gesamtvolumen der Parteienaktivitäten im SocialWeb stark zurückgegangen. Als Nutznießer dieser Entwicklung konnte sich die Union platzieren, die ihren SocialMedia Score um nahezu 10 Prozent auf 27,8 steigern konnte. Hauptsächliche Aspekt dieses besonders deutlichen Wachstums ist die Steigerung der Fans bei Facebook–mit 19.136 Unterstützern weisen die Christdemokraten nun nahezu ebenso viele Fans auf wie alle anderen Parteien zusammen. Die SPD zeigte in der aktuellen Erhebungsphase kaum Web 2.0-Bemühungen, hielt ihre Werte aber stabil. Aufgrund des CDU-Wachtumsmussten die Sozial-demokratenjedoch Anteile an der Webaktivität abgeben. Während Grüne und FDP ebenso leicht verloren, gelang der Linken eine erneute Steigerung. Mit 7,3 Prozent Anteil an der Webaktivität spielt sie jedoch weiter eine unbedeutende Rolle. Trotz Verlusts halten sich die Grünen auf einem stabilen zweiten Platz mit einer Webaktivität von 24,2 Prozent vor SPD und FDP.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Auch in der Blogosphäre macht sich der Sommer bemerkbar: Im aktuellen Erhebungszeitraum sank die Gesamtzahl der veröffentlichten Blogbeiträge im Umfeld der Parteien um mehr als 20 Prozent. Deutlich zeigt sich der Verlust des Involvementsbei CDU/CSU, der es scheinbar nicht gelang, ihre bloggenden Fürsprecher zu mobilisieren. So sank die Zahl der Kommentatoren um die Hälfte, zugleich zeigte sich die Tonalität überwiegend negativ. Sowohl die Entgleisung eines Baden-Württembergischen CDU Funktionärs, der Gesine Schwan mit Magda Goebbels verglich, als auch der interne Zwist um den Europa Vertrag fand bei der Community wenig Gegenliebe. Noch dramatischer der Einbruch bei der SPD: Die Zahl der Kommentatoren ging von 3278 auf 863 Kommentare zurück. Dennoch gelang es Wolfgang Clement mit seiner Kritik an Umweltminister Gabriel Fürsprecher zu gewinnen. Die Forderung nach einem Computerspielverbot für Jugendliche und die neue Wahlkampfhelferin –RTL Super-Nanny Katja Saalfrank –konnte die User hingegen nicht überzeugen. Die FDP motivierte die User mit der Forderung nach drastischen Hartz IV-Senkungen und Kritik an der Rentengarantie zum positiven Kommentieren. Stärkstes Argument der Grünen in der aktuellen Erhebungsphase war die geforderte Schließung des AKW Krümmel.

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Themenindex Kandidaten
Für Kanzlerkandidat Steinmeier stellt sich der Juli als gänzlich roter Monat dar: Ebenso wie in der letzten Erhebung erreichen alle in seinem Umfeld diskutierten Themen eine negative Tonalität. Seine Kritik an Finanzminister Steinbrück konnte die Community nicht überzeugen. Darüber hinaus musste er sich vorwerfen lassen, durch die Agenda 2010 die steigende Kinderarmut mit zu verantworten. Zusätzlich hält ihn die Blogosphäre bei der kommenden Bundestagswahl für chancenlos.
Auch das am häufigsten kommentierte Thema im Umfeld von Kanzlerin Merkel weist eine negative Tonalität auf, denn die User zweifeln im Gegensatz zu ihr stark an der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke. Dennoch konnte Merkel mit ihrer Wahlkampfdominanz punkten und auch ihr 55. Geburtstag freute die User im Web 2.0. Besonders wenig Kommentare erhielt in dieser Erhebungsphase FDP-Chef Westerwelle. Nur sechs User kommentierten den geplanten Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg und sogar nur drei interessierten sich für seine Kritik an geplanten Einzelrettungspaketen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Spitzenkandidaten der Grünen. Auf Seiten der Linken gelang es Lafontaine und Gysi immerhin mit dem Lob für den Papst ein starkes Involvementzu generieren –wenn auch überwiegend negativ.
Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: Wahl-im-Web-Monitor 17. Juli 2009

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 20.06.2009 bis 03.07.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- Jörg Tauss entert die Piratenpartei
- Union will Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen
- Oettinger plädiert für höhere Mehrwertsteuer
- Grüne werden Ausweitung der Netzsperren nicht akzeptieren
- Zweifel an Merkels Steuerversprechen

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion

Aktivitätsindex
Der Aktivitätsindex zeigt für die Zeit nach den Wahlen zum europäischen Parlament einen allgemeinen Rückgang der Social Media Aktivitäten der Parteien. Lediglich die Union konnte in allen Bereichen zulegen. Mit insgesamt 16.192 Supportern bei Facebook weist die Partei mehr als doppelt so viele Unterstützer auf wie alle anderen Parteien. Hauptgrund dafür ist die gestiegene Aktivität auf dem Portal: es wurden 30 Prozent mehr Kurzmitteilungen in der Community gestreut als zuvor. Anders die SPD: Bei den Sozialdemokraten war Facebook in der Auswertungsperiode nicht das Mittel der Wahl – dementsprechend mussten sie 3,2 Prozent Webaktivität abgeben. Ebenso verloren diesmal auch die Grünen einige Anteile und konnten das starke Wachstum der vorherigen Periode nicht fortsetzen. Der Social Media Score der Grünen stieg um 7,5 Prozent auf 13. Die Liberalen liegen weiter auf konstant gutem Niveau und bauten diesmal vor allem ihre Twitter-Nutzung weiter aus. Der Linken gelang es erneut, deutlich Boden gut zu machen und so startet die Partei mit zweistellig gewachsenen Social Media Score in den Juli.

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Webaktivitäten der Parteien

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Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Deutlichstes Merkmal des Themenindex der Erhebungsphase ist der starke Verlust von Posts im Umfeld der Sozialdemokraten, sodass die beiden Volksparteien diesmal wieder beinah gleich auf liegen. Der Union gelang es in der aktuellen Analyse ein deutlich stärkeres Involvement zu generieren – jedoch diesmal mit durchweg negativer Tonalität in den Kommentaren. Vor allem der Vorstoß, Netzsperren auch bei Urheberrechtsverstößen aktivieren zu wollen, wurde in der Community entschieden abgelehnt. Ebenso fiel Oettingers Vorschlag, die Mehrwertsteuer zu erhöhen bei den Usern durch. Zusätzlich war die Union wegen ihres Wahlprogrammes in der Kritik. Deutlich besser lief es hingegen für die Grünen, obwohl sie nur eine geringe Zahl an Posts im Parteienumfeld auf sich zogen, bewerteten die Kommentatoren diese wie bereits in der letzten Erhebung durchweg positiv. Vor allem mit der entschiedenen Zurückweisung der Netzsperren konnte die Partei potentielle Wähler überzeugen. Bei den Linken stieß die Forderung nach 10 Euro Mindestlohn auf Gegenliebe, obwohl sie sich ebenfalls Kritik am unrealistischen Wahlprogramm gefallen lassen musste. Seitens der FDP kann man sich über viele Fürsprecher und gute Umfrageergebnisse freuen.
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Auswertung der Top-Themen nach Partei

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Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex Kandidaten
Auch in dieser Erhebungsphase dominierte Kanzlerin Merkel das Bloggeschehen im Umfeld der Spitzenkandidaten: Mit ihrer Person beschäftigten sich 62,9 Prozent des Gesamtgeschehens. Innerhalb der Community zeigen sich jedoch deutliche Zweifel an ihren Steuerversprechen. Deutlich positiver wird hingegen ihre erneute Forderung nach einer besseren Bankenregulierung aufgenommen. Für SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier zeichnet sich in der Analyse ein dramatischer Rückgang an Posts ab, denn er erreicht fast nur noch ein Drittel des letzten Wertes. Zusätzlich werden alle Themen in seinem Umfeld überwiegend negativ kommentiert. Weder seine Verteidigung der Agenda 2010, noch seine Schätzung, dass die Bundeswehr noch mindestens zwei Jahre in Afghanistan bleibe, kann die User überzeugen. Zusätzlich muss sich Steinmeier den Vorwurf gefallen lassen, die SPD in eine Glaubwürdigkeitskrise zu führen. Ähnlich negativ ergeht es auch Guido Westerwelle – der lediglich mit Schweigen zum FDP-Strafgeld punkten kann. Bei den Grünen dominiert Jürgen Trittin die Bloglandschaft. Die Ablehnung längerer AKW Laufzeiten und die Kritik an der Atomlobby findet Fürsprecher unter den Usern. Bei den Linken findet einzig die verlorene Klage gegen den Lissabonner Vertrag positives Involvement.
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Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

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Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: Wahl-im-Web-Monitor 07. Juli 2009

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 06.06.2009 bis 19.06.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- CDU erwägt Sperrung von Killerspiel-Seiten im Netz
- SPD fällt bei Europawahl auf historisches Tief
- SPD Themen schaffen es nicht auf die Medienagenda
- CDU/CSU erzielen gutes Ergebnis bei Europawahlen
- Grüne bei Europawahlen in Freiburg stärkste Kraft

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Die erste Erhebung nach den Wahlen zum europäischen Parlament zeigt, dass die Parteien ihre Aktivitäten nach der Wahl vor allem im sozialen Netzwerk Facebook drastisch zurückgefahren haben. Die Anzahl der Kurzmeldungen, mit denen potentielle Wähler erreicht werden sollen, sank bei allen Parteien im mittleren zweistelligen Bereich. Insgesamt konnten CDU und Die Linke von der Schwäche der anderen Parteien profitieren. Die CDU baute den Anteil an der Webaktivität um 2,8 Prozentpunkte auf fast 30 Prozent aus. Den Linken gelang ein Wachstum um nahezu 10 Prozent. Drastisch hingegen die Entwicklung bei der SPD: Der Social Media Score der Sozialdemokraten stagnierte, an der Webaktivität gaben sie fast ein Zehntel ab. Deutlich zurück fuhren auch die Grünen ihr Engagement bei Facebook, konnten dies aber durch starke Zuwachsraten beim Microblogging-Dienst Twitter ausgleichen. Mit 9.417 Followern wird das Gezwitscher der Grünen am meisten gehört.
Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der ParteienAnteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Der Themenindex im Parteienumfeld zeigt diesmal die SPD mit deutlichem Vorsprung von über 3.000 Posts an der Spitze der Internetdiskussionen. Ebenso auf der Seite der Kommentare konnten sich die Sozialdemokraten mit 4.639 Usern durchsetzen – jedoch mit einer durchweg negativen Tonalität. Sowohl das schlechte Abschneiden bei den EU-Parlamentswahlen, die vorgeschlagenen Strafzahlungen für Nichtwähler und die generelle Unfähigkeit, Themen auf der Medienagenda zu platzieren, wurde von der Community hart quittiert. Nicht sehr viel besser konnten in dieser Erhebungsphase CDU/CSU abschneiden. Das laute Nachdenken über die Nutzung der Sperrmechanismen für andere Websiten stößt auf breite Ablehnung. Lediglich das gute Ergebnis bei den Wahlen kann die User motivieren, für die Partei zu sprechen. Deutlich besser lief es in der aktuellen Analyse für Bündnis’90/Die Grünen: Alle Themen, die im Parteiumfeld diskutiert wurden, wiesen eine positive Tonalität auf. Sowohl das gute Abschneiden bei den Parlamentswahlen als auch die Ablehnung der Internetzensur stößt bei den Usern auf offene Ohren. Nach dem brillanten Ergebnis der letzten Erhebung muss die FDP negative Kommentare einstecken, lediglich die Kritik an der Bundeskanzlerin freut die Community.
Auswertung der Top-Themen nach Partei

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex Kandidaten
Die vergangenen beiden Wochen zeigten sich quantitativ vor allem für Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier als Erfolg: Ihm gelang es, die Blogeinträge in seinem Personenumfeld mehr als zu verdreifachen. Dennoch macht ihm die derzeit schlechte Stellung der SPD zu schaffen, ebenso wie die Kritik an den Steuerplänen der Union, denn die Usern teilen seine Meinung nicht.
Auch die Bundeskanzlerin konnte die Zahl ihrer Posts erhöhen – und das mit überwiegend positivem Response der User. Sowohl der harte Kurs bei der Arcandor-Rettung als auch die Spitzenwerte in der aktuellen Stern-Umfrage kommen gut in der Community an. Lediglich ihre Zurückhaltung bei der Abstimmung um die durchgesetzten Netzsperren erzeugt in den Social Media Widerstand. Zwei schlechte Wochen hat Guido Westerwelle zu verzeichnen. Nach durchweg positivem Involvement in der letzten Untersuchung gelingt es dem Liberalen weder mit selbstbewusstem Auftreten, noch der Stimmenthaltung bei der Netzsperren-Debatte die User für sich zu gewinnen. Zusätzlich hat er mit der Kritik an der Politik seiner Partei zu kämpfen.
Bei Künast/Trittin sowie Oskar Lafontaine konnten diesmal nicht ausreichend Kommentatoren ermittelt werden, um aussagekräftige Ergebnisse zu veröffentlichen.
Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090622_wiw-monitor_final

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 23.05.2009 bis 05.06.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

-Koch-Mehrin selten bei Sitzungen im Europaparlament anwesend
-CDU stößt mit Internetsperren zunehmend auf Kritik
-SPD spricht sich für Arcandor Rettung aus
-Arcandor Rettung für CDU keine Option
-Steinmeier kritisiert zu Guttenbergs Haltung zu Opel Rettung

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

-Die_Gruenen
-hubertus_heil
-tsghessen
-volker_beck
-FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Die erste Erhebung im Juni zeigt, dass die Social Web Aktivitäten kurz vor der Europawahl noch einmal deutlich verstärkt wurden: im Erhebungszeitraum wuchs der Social Media Score bei allen untersuchten Parteien zweistellig. Besonders der Linken gelang es, den Wert von 4,0 auf 4,4 zu steigern – was einem Prozentwert von 20,3 entspricht. Ebenso konnte die Linke Anteile an der Webaktivität gewinnen, liegt jedoch mit 6,2 Prozent weiter hinter der FDP auf Platz fünf. Obwohl die SPD verstärkt über Facebook-Kurzmitteilungen kommunizierte – im Erhebungszeitraum 104,3 Prozent mehr als zuvor – gab sie im Bereich der Webaktivität leicht nach. Die Liberalen hielten ihre Twitter-Aktivitäten konstant, erreichten aber fast 20 Prozent mehr User als zuvor. Die Grünen legten in der Analyse auf allen Kanälen zu, konnten sich aber im Bereich der Webaktivität nicht so stark positionieren wie im letzten Erhebungszeitraum. Insgesamt belegt die Analyse, dass Social Media-Kanäle vor allem in den entscheidenden Wochen vor der Wahl von den Parteien besonders stark genutzt werden.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Auf der qualitativen Betrachtungsebene weist der Parteienindex ein gestiegenes Involvement der Community nach. Die Blogbeiträge im Parteienumfeld der FDP vervierfachten sich, SPD und CDU konnten nahezu drei mal so viele Einträge generieren wie zuvor. Lediglich den Grünen gelang es nicht, diesen Trend für sich zu nutzen – sie büßten im Vergleich zur vorherigen Erhebung 600 Posts ein. Beherrschendes und besonders kontrovers diskutiertes Thema im Social Web war die drohende Pleite des Handelskonzerns Arcandor. In der Community zeichnete sich schnell eine Sympathie mit den Christdemokraten ab, die für eine Rettung des Konzerns auf Staatskosten keine Option sahen und dafür ein überwiegend positives Feedback erhielten. Gegenteiliges ereilte die Sozialdemokraten – der überwiegende Teil der Kommentatoren teilte die Meinung zum Rettungsplan nicht. Besonders negatives Involvement generierte die FDP Spitzenkandidatin für das Europaparlament, Silvana Koch-Mehrin, die mit Vorwürfen des Meineides und der häufigen Abwesenheit im Parlament zu kämpfen hatte. Den Grünen gelang nur die Motivation einer vergleichsweise niedrigen Zahl von Kommentatoren, die zusätzlich überwiegend negative Positionen vertraten.


Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Partei

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung


Themenindex Kandidaten
Eine detaillierte Auswertung der Blogosphäre bezüglich der Spitzenkandidaten zeigt kurz vor der Europawahl einen deutlichen Anstieg in der Berichterstattung. Insgesamt vereinte die Bundeskanzlerin etwas über 60 Prozent der gesamten Blogeinträge auf sich, wohingegen Herausforderer Steinmeier, lediglich ein Drittel des Wertes erreicht. Darüber hinaus gelang es Merkel mit einem Wahlkampfauftritt in Greifswald und dem Ausschluss einer staatlichen Rettung für Arcandor überwiegend positives Involvement zu generieren. Aber auch der SPD-Kanzlerkandidat konnte die potentiellen Wähler im Web 2.0 inhaltlich überzeugen. Den Usern gefiel vor allem seine Kritik an Wirtschaftsminister zu Guttenberg und die Beileidsbekundung gegenüber den Hinterbliebenen des Air France-Absturzes. Die Zahl der Blogs im Umfeld von FDP-Chef Guido Westerwelle halbierte sich im Erhebungszeitraum. Zwar erzielte er ein durchweg positives Userfeedback, aktivierte dabei insgesamt jedoch lediglich 54 Fürsprecher. Auch Oskar Lafontaine konnte nicht vom gestiegenen Web-Engagement seiner Partei profitieren. Nahezu alle Kommentare in seinem Themenumfeld wiesen eine negative Tonalität auf.


Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: Wahl-im-Web-Monitor 05.06.2009

Wahl-im-Web-Monitor zur Bundestagswahl 2009 – 09.05.2009 bis 22.05.2009

Wie alle zwei Wochen das aktuelle Wahl-im-Web-Monitoring  zur Bundestagswahl.

Die Top Themen der letzten zwei Wochen

- SPD schwächt Forderung nach strengerem Waffenrecht ab
- FDP fordert schnelle Steuersenkung
- CDU spricht sich für Grundverschlüsselung privaten Rundfunks aus
- SPD präsentiert weitere Werbespots zur Europawahl
- Bundeskanzlerin Merkel stellt sich bei Townhall-Meeting Bürgerfragen

Die Top-Twitterer der letzten zwei Wochen

- Die_Gruenen
- hubertus_heil
- tsghessen
- volker_beck
- FDP_Fraktion

Aktivitätsindex

Die zweite Erhebung im Mai zeigt die Grünen als zunehmend starke Kraft im Bereich der Social Media. Auf allen Kanälen sorgte eine Ausweitung ihrer Kommunikation für zweistellige Wachstumszahlen, was den Anteil an Webaktivität um 7,5 auf 24,5 Prozent steigerte. Auch die FDP baute ihre Webaktivität aus, wobei sie ihren Fokus vor allem auf Twitter legte. Die Partei zwitscherte 30,9 Prozent mehr als im letzten Erhebungszeitraum, dies hörten 812 User. Auch das verstärkte Posten von Kurzmitteilungen auf Facebook zahlte sich aus: die Zahl der FDP-Supporter wuchs um 16,8 Prozent auf 3.328. Die beiden großen Volksparteien SPD und CDU konnten ihre hohen Anteile an Webaktivität aus der letzten Woche nicht halten. Obwohl die Union ihr Engagement bei Facebook weiter ausbaute, sank der Anteil ihrer Webaktivität auf 28,3 Prozent. Sie bleibt damit trotzdem stärkste Kraft im Web 2.0, dicht gefolgt von SPD und Grünen. Die Linke vernachlässigt Social Media nach wie vor, verliert erneut nahezu fünf Prozent und stabilisiert damit ihre unbedeutende Rolle im Web-Wahlkampf.

Webaktivitäten der Parteien

Webaktivitäten der Parteien

Anteil je Partei an der Webaktivität

Anteil je Partei an der Webaktivität

Themenindex Parteien
Die qualitative Betrachtung der in dieser Erhebungsphase diskutierten Themen zeigt lediglich bei der FDP einen überwiegend positiven Tenor der Kommentare. Sowohl die Forderung nach schnellen Steuersenkungen als auch Westerwelles Bekundung, „die Bürger von Rot-Schwarz befreien“ zu wollen, stieß in der Community auf Gegenliebe. SPD und CDU liegen in diesem Erhebungszeitraum bei der Anzahl der Posts im Parteienumfeld erneut nahezu gleich auf. Die SPD konnte jedoch über 1.000 Kommentatoren mehr motivieren – was aber keinen positiven Effekt nach sich zog: 352 User bewerteten das Zurückrudern in der Frage nach schärferen Waffengesetzen überwiegend negativ. Die Grünen verloren in der aktuellen Analyse knapp 700 Kommentatoren, konnten dafür aber mit dem Ausschluss von Ampel- und Jamaika-Koalition punkten. Laut einer aktuellen Umfrage des Sterns konnte das Bündnis die Linkspartei hinter sich lassen – was die überwiegende Zahl der Kommentatoren positiv bewertete. Der Linken gelang es diesmal, ein vergleichsweise hohes Involvement zu generieren: Insgesamt äußerten sich 2.543 Kommentaroren zu Themen im Parteiumfeld – mit konstant negativer Tonalität.
Auswertung der Top-Themen nach Partei und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Partei und TonalitätGesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Parteiennennung

Themenindex Kandidaten
Nach einem schwachen letzten Erhebungszeitraum gelingt es Kanzlerin Merkel diesmal wieder mehr potentielle Wähler zur Meinungsäußerung zu motivieren. Insgesamt kommentierten 1.396 User überwiegend positiv. Vor allem durch das erste deutsche Townhall-Meeting, in dem sich die Regierungschefin den Fragen der Bürger widmete, konnte sie viele Fürsprecher gewinnen.
Kanzlerkandidat Steinmeier erreichte innerhalb der letzten zwei Wochen nur 288 Posts bezüglich seiner Person, deren Kommentare eine eher durchmischte Tonalität aufwies: Lediglich die Präsentation neuer TV-Werbespots zur Europawahl konnte die Community überzeugen.
Quantitativ betrachtet stellt dieser Erhebungszeitraum für Guido Westerwelle eine positive Entwicklung dar: Über 300 Posts mehr beschäftigten sich mit seiner Person, qualitativ zeigt sich jedoch, dass die Kommentare zu großen Teilen eine negative Tonalität aufwiesen. Lediglich seine Wiederwahl als Parteivorsitzender motivierte ein paar User, für ihn zu sprechen. Künast und Trittin liegen zahlenmäßig zwar nach wie vor weit hinten, ernteten aber durchweg positives Feedback.
Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Auswertung der Top-Themen nach Spitzenkandidat und Tonalität

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Gesamtzahl der Posts im Umfeld der Kandidatennennung

Die aktuellen Ergebnisse des Wahl-im-Web-Monitors können hier abgerufen werden: 090522_wiw-monitor_final

Lernen von Obama im Netz

Himmelfahrt naht und damit auch ein langes Wochenende für viele von uns. Zeit für ein gutes Buch,  sofern Freunde, Familie und Kinder Platz lassen.

Ein heißer Tip ist das vor wenigen Tage in Berlin vorgestellte  ”Lernen von Obama – Das Internet als Ressource und Risiko für die Politik” der Bertelsmann Stiftung, das unterschiedliche Sichtweisen aus Praxis und Wissenschaft auf dieses Thema versammelt. Neben den unvermeidlichen Allgemeinplätzen wie dem, dass man Kommunikation in den USA und in Deutschland nicht gleichsetzen kann, steht eine Frage im Mittelpunkt des Buchs: wie lässt sich die Online-Wahlkampfkommunikation in Online-Regierungskommunikation übertragen?  Die hohen Erwartungen an die Online-Kommunikation der Obama-Administration sind inzwischen deutlich verändert. Regierungskommunikation braucht nämlich ein langsameres Tempo und andere Strategien als der Wahlkampf wie auch das Obama-Team feststellen muss. Weil die bisherigen Bewertungen des deutschen Online-Wahlkampfes vorsichtig gesagt nüchtern sind, wird es um so spannender zu sehen, was vor und nach der Wahl in Deutschland Online passieren könnte und wird.  Das Buch gibt dazu erste Hinweise.

“Lernen von Obama” gibt es direkt bei der Bertelsmann Stiftung oder hier.

Senden Sie noch oder twittern Sie schon? Wahlkampf und Web 2.0

So lautet der Titel einer Vorlesung, die Barbara Witte, Professorin für Rundfunkjournalismus und Onlinekommunikation an der Hochschule Bremen, kommenden Montag am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin hält.  Die Vorlesung ist Teil der Reihe „apropos Wahlkampf – Politik und Medien im Superwahljahr 2009“. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema sind bisher rar, es sind neue Impulse zu erwarten.

Die Vorlesung findet statt am 18.05.2009 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, Hörsaal A, Ihnestraße 21, 14195 Berlin (U-Bahnhof Thielplatz, U3)

Wer nicht persönlich teilnehmen kann: die Veranstaltung wird auch per Live-Stream und Twitter übertragen, weitere Informationen hier.